Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat erstmals die Leitkriterien zur Prüfung von Computer- und Videospielen öffentlich gemacht. Damit soll das Prüfverfahren stringenter und transparenter werden.

USK - Leitkriterien - darauf achtet die USK bei ihren Prüfungen

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Die Kriterien sollen sowohl für Nutzer als auch Spielehersteller hilfreich sein
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Die Leitkriterien wurden auf Grundlage der geltenden Gesetzte, den Grundsätzen der USK (in einem separaten Dokument einsehbar), Erkenntnissen aus der Wissenschaft und der Spruchpraxis aus über 30.000 USK-Prüfungen in 16 Jahren sowie dem gesellschaftlichen Diskurs von einem Expertenkreis erarbeitet.

Während der Prüfungen wird festgestellt, welche beeinträchtigenden Wirkungen vom Spiel ausgehen. Dabei werden nicht nur einzelne Aspekte beleuchtet, wie die Spielmechanik, der Realismus oder die Jugendaffinität, sondern auch die Gesamtwirkung des Spiels.

Beim Thema Gewalt ist zum Beispiel von Bedeutung, „ob sie legitimiert scheint und belohnt wird". Weiter heißt es: "Bei der Bewertung der Wirkungsmacht von Gewaltdarstellungen spielt die Visualisierung und dabei vor allem die Treffervisualisierung eine zentrale Rolle."

Wie menschenähnlich die Figuren in einem Spiel dargestellt werden, ist ein weiterer wichtiger Punkt, "denn es ist davon auszugehen, dass menschenähnliche Charaktere ein höheres Identifikationspotenzial mit den Spielhandlungen bieten und somit Parallelen zu der eigenen Lebenswirklichkeit eher nahegelegt werden, als das beim Spiel mit nichtmenschlich gestalteten Figuren der Fall ist." Dabei wird nicht nur auf das Äußere geachtet, sondern auch auf das animierte Verhalten und ihre Individualität.

Die gesamten Leitkriterien sowie die Grundsätze der USK könnt ihr euch in einem PDF-Dokument auf der USK-Webseite ansehen.