Nintendo verkaufte in den Neunizigern das sogenannte Expansion Pak für das N64, das dessen Arbeitsspeicher auf insgesamt 8 MB erweiterte. Der Vorteil für die Entwickler waren höhere Auflösungen und eine allgemein bessere Grafikqualität.

Bei den meisten Spielen ist das Expansion Pak völlig optional gewesen, doch einige wenige setzten es voraus, um überhaupt zu funktionieren: Donkey Kong 64 sowie The Legend of Zelda: Majora’s Mask.

Im Falle von Donkey Kong 64 war aber nicht die technische Limitierung daran Schuld, weshalb dem Spiel die Erweiterung beilag, denn theoretisch hätte es sich auch ohne diese spielen lassen. Technisch jedenfalls wäre das kein Problem gewesen.

Vielmehr wollten die Macher damit einen Bug umgehen, der das Spiel zum Absturz brachte. Aus unerklärlichen Gründen tauchte dieser jedoch nur dann auf, wenn man das Spiel ohne die Erweiterung startete.

Niemand konnte die Ursache des Fehlers jemals herausfinden, weshalb man sich also dazu entschied, dem Spiel einfach ein Expansion Pak beizulegen und es zur Voraussetzung zu machen. Das Problem war damals natürlich auch, dass das Rare und Nintendo gleichzeitig ein Vermögen kostete, dem Spiel eine zusätzliche Hardware kostenlos beizulegen.