Wenn man das größte Problem von „Uncharted 3“ in einem Satz zusammenfassen müsste, stünde hier etwa: Es kann sich im Vergleich mit dem Vorgänger nicht steigern. Nicht merklich. Nicht so stark, wie es der zweite Teil nach dem ersten geschafft hat.
Ein wunderschönes, spannendes und abwechslungsreiches Abenteuer. FazitEntwickler Naughty Dog bewies 2009 mit „Among Thieves“, wie man ein Abenteuer als zehnstündigen Erdrutsch inszenieren kann, trotz ruhiger Zwischentöne stets bemüht, sich mindestens in jeder zweiten Szene selbst zu übertreffen. So engagiert und versessen auf ein Größer, Schöner, Besser, dass einem am Ende zig „Wow-wie-geil-war-das-denn-bitte“-Momente einfallen, aber man bekommt nicht mal mehr die Hälfte von allen zusammen. So ergeht es auch „Uncharted 3: Drake's Deception“.
Nach rund zwölf Stunden ist Drakes Abenteuer vorbei, die letzte Schlacht geschlagen, die letzte Plattform gebrochen, und ich bin zufrieden. Damit, dass sich Naughty Dog treu bleibt, was den Spielrhythmus, die edle Kulisse und Tempowechsel angeht. Zufrieden damit, dass die Bezeichnung „altes Eisen“ höchstens auf die Leitern zutrifft, die hier mit regelmäßiger Genauigkeit verbiegen. Und natürlich auch zufrieden damit, dass „Uncharted 3“ ohne Längen beginnt, verläuft und endet. Ein Spiel zum Pudelwohlfühlen: einlegen, staunen, berauschen lassen – gut ist, alle glücklich.
Ständig ist irgendwo etwas in Bewegung. Es kann so schön sein, sich einfach mal so in einem Spiel umzusehen.Was ich aber im Fettgedruckten oben meinte: Naughty Dog schafft es nicht, den Eindruck zu überschatten, mit dem sie mich damals am Ende des zweiten Teils zurückließen. Das Team steckt im Getriebe der PS3 wie kein anderes, es zeigt eindrucksvoll, was Sonys Schwarze leisten kann, wenn man kompetente Levelgestalter, Animationstechniker und Programmierer beschäftigt. Sie gehören zu den Besten.
Aber wer sich an die Wucht erinnert, mit der „Uncharted 2“ einschlug, den erwischt der Nachfolger wahrscheinlich nicht ganz so heftig. Mehr noch: Es gibt einiges an Déjà-vus, etwa wenn die vermaledeite Leiter/Griffkante kurz vor der letzten Sprosse mal wieder abbricht, umknickt oder verbiegt. Pechvogel Drake fiel nun schon so oft von oben nach unten, dass es irgendwann keine Überraschung mehr ist. Wo er tritt, knackst, ächzt und bröckelt es. Er kann kaum einen Schritt machen, ohne dass gleich eine Wand einkracht.
Es macht Spaß, den armen Kerl bei seinen Eskapaden zu begleiten, ihm zwölf Stunden lang die Daumen zu drücken und mitzufiebern, während er einen Rückschlag nach dem anderen verdauen muss. Doch zwei oder drei Mal dachte ich mir, dass weniger vielleicht mehr gewesen wäre. Sei es drum, denn Naughty Dog braucht eh sechs umfangreiche Kapitel, um erst mal richtig Fahrt aufzunehmen. Davor zeigen sie selbst ohne viel Geknalle und mit gedrosseltem Actionmotor eindrucksvoll, warum „Uncharted“ auch mit einer Drei am Ende seinen Kollegen technisch vorneweg marschiert.
Eine der ersten richtig wummernden Szenen. Die Flucht wird einfach exzellent inszeniert.Kräftige Farben, weiches Licht, starke Kameraführung, natürliche Animationen, egal ob Mensch oder Pflanze. Drake bewegt sich beim Laufen nicht wie eine Salzsäule, sondern guckt sich verlegen um, kratzt sich am Arm. Läuft er an einer Wand vorbei, fährt er mit der Hand daran entlang. Es mag ein kleines Beispiel sein, doch es sind solche Kleinigkeiten, die die Schatzsuche so lebendig machen.
Der technische Sprung von Teil zwei zu drei ist kein großer, aber das muss er auch nicht sein. Wenn das Sonnenlicht den Marmorboden eines Museums zum Glühen bringt, wenn ein glitzernder Bach friedlich durch einen Urwald plätschert, wenn die Wellen auf einem schaukelnden Schiff hin und her schwappen, wenn ein Unwetter Girlanden und Leitungen durchschüttelt – dann sieht das zwei Klassen natürlicher und wilder aus als bei der Konkurrenz. Die Art, wie Naughty Dog die Welt mit all ihren kleinen und großen Details erfasst, wie sie Bewegung erzeugen und eine Szene wirken lassen, ist immer noch ungeschlagen.
von Sony Computer Entertainment Europe, Naughty DogGenre: Action, Action AdventurePS3: 2.11.2011Freigegeben ab 16 Jahren
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Habs jetzt selber daheim und mal reingeguckt - für alle, dies interessiert: Von der "Revolution", die versprochen worden ist, ist wenig zu spüren, der 3D-Modus von Uncharted 3 erinnert mehr an eine Demonstration, wie man es nicht machen sollte.
Es dominiert massives Ghosting bei Allem, was nicht grad von virtuellem Sonnenschein bestrahlt wird. Und das ist in Uncharted bekanntlich oft der Fall.
Man kann die 3D-Tiefe zwar einstellen, aber selbst bei 10% hat man noch Ghosting. Ich habs momentan auf 50%, das ist irgendwo zwischen Pest und Cholera, aber wenigstens hat man so ab und zu Szenen ohne.
Uncharted 3 - Drake's Ghosting. Muss mit Halloween zu tun haben...
Fazit: Sie habens verkackt. Vielleicht gibts ja mal einen Patch dazu, wär zu hoffen. Wenn es aber grad kein Ghosting hat, macht das Spiel in 3D richtig Spass, es passt in dieses Game wie die Faust aufs Auge. Schade.
Andere Gründe sind natürlich bei der 360 die etwas schwächere Hardware und das veraltete Laufwerkformat. Bei der PS3 ist es die fehlende RAM und die komische Struktur, sodass Dinge wie Hintergrundanwendungen (Cross Voice Chat) usw. nicht möglich sind. Außerem ließt die BR bisher zu langsam, sodass Installationen auf HDD teils Pflicht sind. Mit HVD (oder so ähnlich :P) ist der viel leistungstärkere Technologie bald am Start.
Es wird einfach langsam mal Zeit....
Uncharted 2 war so genial , da ich als xbox und pc jünger schon neidisch.
Gleich erstmal durchzocken! Natürlich nur wenn ich aufhöhren kann bf3 zu suchten :/
(ich bin der meinung das grafisch aufdem pc deutlich mehr gegangen wäre, logischerweise grafik award hin oder her)
91% find ich sogar ein bisschen zu wenig da die Ki wirklich der einzige Punkt für mich war wo noch verbesserungspotential besteht. Die Story ist jetzt weitaus tiefgründiger, der Schwierigkeitsgrad knackiger und die Rätsel noch anspruchsvoller. Ich finde schon weger der phantastischen Physik hat sich U3 den Game of the Year Award verdient. Zu den Clipping Fehlern, im Vergleich zu Arkham City sind diese also richtige Mangelware.