Amy Hennig ist Mitschöpferin von Uncharted: Drakes Schicksal und dafür verantwortlich, dass wir Nathan Drake überhaupt kennenlernen durften. In einem Interview mit Venture Beat verrät sie, dass das erste Uncharted ihrer Meinung nach nur damals existieren konnte. Heute wäre ein solches Singleplayer-Spiel mit wenigen Stunden Spielzeit nicht mehr lebensfähig.

Die Uncharted-Reihe hat es weit gebracht.

Uncharted: The Lost Legacy - PS4- Story Trailer / E3 2017

Schaut euch den aktuellen Schlag von Spielen an“, so Hennig. „Die Vorschläge werden härter und härter. Jetzt muss man viele Stunden Spielzeit mitbringen. Acht wären nicht genug. Normalerweise braucht es dann noch einen Online-Modus. Und natürlich geht der Trend in Richtung Live Service, Battle Royale und 'Games as a service'. All diese Dinge vertragen sich nicht mehr mit einer Story. [...] Eine Story, die eine Form und einen Spannungsbogen hat. Ein Spiel mit Live Service, das ständig weitergeht, hat dies einfach nicht.“

Selbst die Singleplayer-Spiele haben sich geändert

Uncharted könne es heute nicht mehr geben.

Natürlich könne man nun aktuelle Singleplayer-Spiele wie Spider-Man als Gegenthese zu Hennigs Theorie anbringen. Aber auch gegen diese Worte hat sie Argumente. So sind es zwar reine Singleplayer-Spiele, jedoch müssen diese - um auf dem Markt anzukommen - schon eine deutlich längere Spielzeit als das erste Uncharted mit sich bringen. Dadurch gäbe es viele Spieler, die zwar den ersten Teil des Spiels erleben, aber es nie zu Ende bringen würden.