UFO - Aftermath (PC-Test)
(von Florian Reimann)

Wir schreiben den 25. Mai 2004. Ein unbekanntes Flugobjekt hat sich der Erde genähert und bedroht diese nun mit Sporenwolken. Zunächst wurde nur der Himmel von den gigantischen Wolken verdeckt, doch dabei sollte es nicht bleiben.

Die Sporen regneten herab und töteten innerhalb von sieben Tagen alle höheren Lebensformen dieses Planeten. Nach einem recht einstimmenden Einleitungsvideo beginnt für Sie das rundenbasierte Strategiespiel »UFO: Aftermath«. Glückwunsch, denn Sie sind einer

der wenigen Überlebenden, die sich noch rechtzeitig vor der Invasion in einen Bunker retten konnten.

Stellen Sie sich dem Unbekannten
Zunächst einmal muss erwähnt werden, dass UFO Aftermath nicht unbedingt leicht ist. Vor allem Anfänger sollten erstmal die Trainingsmission spielen und sich auf die umfangreiche und komplexe Steuerung einstellen.

Ist diese Hürde jedoch einmal genommen, kann man sich voller Vorfreude an die richtigen Missionen wagen. Freunde der alten UFO Spiele werden sich freuen, denn die altbewährte Weltkugel findet sich auch in Aftermath wieder. Sie dient der besseren Übersicht während der einzelnen Missionen und über die schon eingenommenen Gebiete. Dieses Feature »Weltkugel« ist ungemein wichtig, um überhaupt einen Überblick über das sehr umfangreichen Game zu behalten. Die Missionen sind durch rote Pins auf der Weltkugel gekennzeichnet, die kleinen Dreiecke am Boden hingegen stehen für Missionsarten

wie z.B. Angriff, Feindgebiet oder feindliches Eindringen in menschliche Gebiete usw.

Der strategische Part
Das Spiel ist in zwei großen Kategorien aufgeteilt. Zum einen gibt es da das sogenannte »Strategische Spiel«. In diesem Part müssen Sie sich überlegen, welche Strategie Ihnen am sinnvollsten erscheint. Hier entscheiden Sie, welchen Weg Sie in Forschung, Wissenschaft und Technologie einschlagen wollen.

Auch werden von hier aus die einzelnen Missionen angenommen. Sie müssen die Wahl treffen, welchen Gegner Sie abfangen wollen, um ihr Territorium am sinnvollsten zu schützen.

In diesem strategischen Part des Spieles erschliessen sich uns auch die kompletten Spielhintergründe. Hier erhalten Sie die Informationen aus Forschungsergebnissen und taktischen Missionen. Zudem rüsten Sie ihre Soldaten für den bevorstehenden Kampf gegen die Außerirdischen aus.

Der taktische Part
Damit kommen wir auch schon zum taktischen Teil von UFO: Aftermath. Hier finden Sie die rundenbasierenden Elemente des Spiels wieder. Ähnlich wie bei Jagged Alliance 2 steuern Sie eine handvoll Soldaten durch eine schön gestaltete 3D Landschaft.

Sie navigieren ihre Truppe aus der Vogelperspektive, die stufenlos dreh- und zoombar ist. Dies verschafft ihnen ein enormen Vorteil, denn die Übersicht wird somit erheblich verbessert. Das Inventar der einzelnen Soldaten ist gut und logisch aufgebaut, Kenner des RPG Genres werden sich schnell zu Recht finden. Doch wie schon erwähnt ist der Schwierigkeitsgrad recht

UFO: Aftermath - Endlich ist sie da - die Fortsetzung eines Klassikers, der Spielegeschichte schrieb!

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anspruchsvoll geraten und dürfte so manchen Anfänger schon während der ersten Missionen frustrieren. Trotzdem aber bleibt das Spiel immer spannend und bietet viele viele kleine Features, die Qualität erschließt sich erst im Detail. All diese Features wollen hier allerdings nicht aufgezählt werden. Das würde jeglichen Rahmen sprengen und schließlich soll Ihr Entdeckerdrang ja auch nicht ausgeprägt werden. Grundsätzlich gilt, dass man ein Gleichgewicht zwischen taktischem und strategischem Teil des Spieles herstellen sollte. Denn versteift man sich auf den taktischen Modus, so vernachlässigt man die Forschung und kann sich nicht richtig weiterentwickeln. Auf der anderen Seite sollten Sie sich aber nicht nur ihrem Forscherdrang hingeben undEinheiten ausrüsten, was das Zeug hält. Wo und wann führe ich gegen wen Gefechte, das zu entscheiden ist genauso wichtig.

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Man sieht, ein gut ausgeglichenes Verhältnis zwischen diesen beiden tragenden Elementen ist mehr als wichtig, um das Spiel am Ende erfolgreich zu bestehen.

Die Fassade des Spiels
Das Spiel ist auf einer schön anzusehenden 3D Engine aufgebaut, die eine komplette 360 Grad Perspektive gestattet. Die Menüführung ist durchdacht, geschickt angeordnet und leicht zu verstehen. Ebenso sind die einzelnen Charaktere liebevoll animiert und besitzen prima Sprachausgabe.Insgesamt bietet das Spiel eine wunderbar düstere Atmosphäre in der desöfteren die berühmten kleinen grünen Männchen hrrumlaufen. Unfreiwillger Humor? Und wenn schon, hier passt das hervorragend ins Gesamtbild.

Die Neuerungen zu den Vorgängern
Abgesehen von der neuen Grafik wurden die tragenden Spielelemente kaum verändert. Wurden bei den Vorgängern noch für jede Aktion sog. Bewegungspunkte einer bestimme Summe abgezogen (ähnlich wie bei Jagged Alliance), so hat man das durch eine Echtzeitvariante ersetzt, die die Spielgeschwindigkeit deutlich erhöht.

Außerdem werden Sie diesmal nicht nur von UFOs und Außerirdischen gejagt, sondern müssen nun auch eine gefährliche und fremdartige Biomasse bekämpfen.