UFC: Undisputed 2010 und wurde laut THQ mit über 2,5 Millionen verkauften Einheiten eine Enttäuschung wegen des damals parallel erschienenen Red Dead Redemption von Rockstar. Wirtschaftlicher Coup hin oder her, mittlerweile sollte sich herumgesprochen haben, dass die UFC-Serie nicht nur unter Mixed-Martial-Art-Fans für Staunen sorgt.
Konkurrenz sucht man vergebens, keine Überraschung bei dieser sehr guten MMA-Simulation.FazitQualitativ haben die Entwickler von Yuke's der Serie Sportart-übergreifend zu einer der realistischsten Sportsimulationen verholfen. Anstatt die Serie jährlich zu aktualisieren, hat man sich jetzt sogar fast zwei Jahre Zeit gelassen mit dem Ziel, alles noch mal besser zu machen.
Es ist der letzte Kampf um den Aufstieg in die UFC-Liga, die Halle ist brechend voll, es ist für mich das erste Pay-Per-View-Event. Nach all den unbeachteten kleinen Kämpfen vorher ist das hier eine andere Welt. Bruce Buffer persönlich kündigt mich an, die Menge tobt, als mein Name fällt, Nummerngirls halten augenzwinkernd das Schild der ersten Runde hoch und mein Adrenalinspiegel explodiert förmlich. Dann der Gong. Ich sprinte sofort los und setze ein Flying Knee an den Kopf meines Widersachers. Der hat gesessen.
Ich setze sofort nach, lasse eine Schlagsalve nach der anderen auf meinen Gegner nieder und spiele mit seinem Kopf Piñata. Mein Gegenüber taumelt. Aber er fängt sich wieder, vergräbt seinen Kopf hinter seinen schützenden Fäusten und setzt nach meinem Faustregen zum Takedown an, der mich krachend zu Boden schmeißt. Innerhalb von Sekundenbruchteilen arbeitet er sich zu meinem Oberkörper vor, bekommt die Hände frei lässt mich bewegungsunfähigen, armen Tor jetzt spüren, warum er der Titelträger in meiner Liga ist. Dieses Mal verloren, aber nach den nächsten Runden Sparring will ich ein Rematch, und dann kaufe ich ihn mir.
Chuck Liddell, einer der Aushängeschilder der UFC.So fühlen sich Matches im neuen UFC Undisputed 3 an. Es ist laut, es ist spannend, es kracht und es tut weh. Der Einstieg wird einem denkbar einfach gemacht. Zu Beginn begleitet euch Kommentator Mike Goldberg durch die Menüs und erklärt euch die ersten Schritte, vor allem im Karrieremodus. Dieser wurde auch um einiges aufgehübscht und ausgebaut. Hier schlagt ihr euch von der untersten Liga, der WFA, in die UFC durch, bis ihr letztendlich auch in der UFC so weit im Ranking geklettert seid, dass ihr am legendären PRIDE-Turnier teilnehmen könnt, das auch eins der neuen Features des neuen Teils ist. Natürlich ist auch das richtige Training wichtig und bevor ihr überhaupt in die WFA gelassen werdet, müsst ihr einen Fertigkeitstest bestehen, der euch „zwingt“, die Grundlagen des MMA zu beherrschen, um hier im Anschluss überhaupt Sonne zu sehen.
Ihr könnt die Karriere entweder mit einem der vorhandenen UFC-Stars starten oder mit einem selbsterstellten Kämpfer. An Erstellungsoptionen sind euch keine Grenzen gesetzt. Von der Augenbrauenweite bis hin zur Brustbehaarung und Tattoos bleiben hier keine Wünsche offen. Aber ob nun realer Kämpfer oder der eigene, ihr dürft euch zu Beginn euren Kampfstil aussuchen, der die Grundlage für eure Karriere sein wird.
Hier habt ihr die Wahl zwischen acht Kampfstilen: dem klassischen Ringen, Boxen, Kickboxen, Jiu-Jitsu, Sambo und Karate. Habt ihr euch entschieden, wird auch schon der erste Kampf angesetzt. Je nach Art des Kampfes habt ihr ein oder zwei Aktionen, die ihr für die Vorbereitung ausgeben könnt.
So ein Knee-Kick gegen den Kopf kann schmerzen.Ihr könnt entweder in einem der zahlreichen real existierenden Trainingscamps eine neue Angriffsart erlernen, eine bereits erlernte verbessern oder eure Attribute und Fähigkeiten in zahlreichen Trainingsminispielen verbessern. Diese bestehen aus Übungen wie dem Bearbeiten von unterschiedlichen Zonen eines Sandsacks oder verschiedenen Übungen gegen euren Sparringpartner. Oder wollt ihr doch lieber eine Strategie für den kommenden Kampf einsetzen, die bei erfolgreichem Einhalten der nötigen Vorgaben nach dem Kampf ebenfalls eure Fähigkeiten verbessert? Liegt alles in eurer Hand.
Gewonnene Kämpfe bringen kein Geld, sondern Ansehen. Das ist hier das Zahlungsmittel, mit dem ihr neue Sparringspartner freischaltet oder eure Attribute und Fertigkeiten-Obergrenze anhebt. Die Trainingseinheiten und neuen Moves bezahlt ihr mit dem Ansehen eures nächsten Kampfes, es wird euch also aus der Kampfbörse entnommen. Auch Sponsoren könnt ihr euch ins Boot holen, die pro Kampf dann noch zusätzliches Ansehen springen lassen. Das Klicken durch die jeweiligen Menüs wirkt auf Dauer etwas eintönig, was der sich schnell und oft wiederholende Menü-Soundtrack auch nicht besser macht, dafür geht es im Ring jetzt umso mehr zur Sache.
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allem der Kampf auf dem Boden war viel zu kompliziert. Nun soll alles einfacher sein. Mmmh... Kann ich nicht behaupten, während auf den ersten beiden Schwierigkeitsgraden es noch wunderbar spannend bleibt da man auch die Bodenkämpfe mal gewinnt mal verliert, so wird es bei Halbprofi echt sauschwer. Das merkt man daran, das es öfterer auf den Boden von statten geht und man total selten in die dominantere Position gelangt. Während meinem Kämpfer schnell die Puste ausgeht kann der Gegner kräftigst zu legen und gewinnt. Das frustiert sehr, möcht auch nicht schnell aufgeben, aber die Balance macht mir nen Strich durch die Rechnung da selbst die vereinfachte Steuerung garnichts bringt als hebel nach oben, nach unten, rechts links und ... es passiert nichts. Hä???!!! Dieses Submission Ding gibt dann den Rest. Das ergibt für mich keinen Sinn. Fäuste und Tritte funktionieren einwandfrei, nur der Bodenkampf macht alles zunichte. So das man sogar auch mal die Übersicht verliert und ich garnicht mehr weiss wer mein Kämpfer eigentlich ist, war oder im Menü zum Kampf X drückte und plötzlich gewann und dann erst merkte das per Autopilot das Spiel alleine spielte. Hab ich gelacht und geweint...
Gegen das Spiel hab ich allerdings nichts auszusetzen, ich zocke selber Ego-Shooter und da begeht man virtuell im Endeffekt viel schlimmere Taten, als hier zelebriert werden. In der realen Welt bin ich aber Kriegsdienstverweigerer und lehne Gewalt grundsätzlich ab - auch unter dem Deckmantel des Sports. Vielleicht etwas schizophren aber für mich nur eine scharfe Trennlinie zwischen Realität und Fiktion.
Im Grunde ist MMA aber eine Sportart, denn um überhaupt als solche anerkannt zu werden, musste das ehemals sehr harte "Regelwerk" massiv überarbeitet werden. Viele der harten Aktionen sind verboten oder im Sinne von Fairplay nicht gern gesehen also quasi verboten. MMA ist im Vergleich zu anderen Kampfsportarten immer noch härter, aber nicht mehr weit Thaiboxen o.ä. entfernt.
Ich finde, dass solche Sportarten auch recht praktisch sind, denn es gibt viele Menschen mit einem enormen Aggressionspotenzial. Irgendwie sollten diese Menschen eine Möglichkeit haben dieses Potenzial kontrolliert abzubauen. Eine harte Sportart ist mir da lieber als ein paar besoffene Idioten, die irgendeine arme Sau in der U-bahn zusammenschlagen.
Ich habe außerdem die Erfahrung gemacht, dass Leute, die einen Kampfsport ausüben, eher weniger zu Aggressionen auf offener Straße neigen.
Das ist ja auch dein gutes Recht so zu denken, ich bin nur der Meinung, dass diese
Das ist ja auch dein gutes Recht so zu denken, ich bin nur der Meinung, dass diese Sportart genauso anerkannt werden sollte, wie das gesellschaftlich akzeptierte Boxen, dass alle paar Monate auf RTL mit den Milchschnittenbrüdern groß zelebriert wird und immer von Zuschauern im zweistelligen Millionenbereich verfolgt wird. Und dort fließt auch nicht weniger Blut als bei den MMA-Kämpfen. :)
Schwergewichtler als Beispiel für blutige Boxkämpfe? Naja. Eher die kleineren Gewichtsklassen, bei denen auch ein guter ein Treffer selten den K.O. bedeutet. Da müssen schon ein paar Treffer landen, um zu gewinnen, was natürlich die Wahrscheinlichkeit für Cuts steigert. In den höheren Gewichtsklassen kann ein einziger Schlag schon das Aus bedeuten. Da gehen die Boxer weniger offensiv vor und es entstehen auch weniger Cuts. So ein Kampf wie Lewis gegen Klitschko ist schon eher die Ausnahme.
Wenn man es verbieten würde könnte es keiner kontrollieren und die Kämpfe wären wahrscheinlich viel schlimmer als jetzt.
Alles zu verbieten wäre also nicht nur dumm, sondern auch unkontrollierbar!
Ich mag UFC auch nicht, aber dann schaue ich es mir auch nicht an.
Das ist ja auch dein gutes Recht so zu denken, ich bin nur der Meinung, dass diese Sportart genauso anerkannt werden sollte, wie das gesellschaftlich akzeptierte Boxen, dass alle paar Monate auf RTL mit den Milchschnittenbrüdern groß zelebriert wird und immer von Zuschauern im zweistelligen Millionenbereich verfolgt wird. Und dort fließt auch nicht weniger Blut als bei den MMA-Kämpfen. :)
Kann ich auch nur so unterschreiben. Für mich der Gipfel der Pervertierung einer sportlichen Veranstaltung, bei der sich Menschen mit einem minimalistischen Regelwerk prügeln, begleitend von dem Grölen der feiernden Massen, die mehr Blut sehen wollen. Ich bin aber auch kein besonderer Freund des Boxsports oder ähnlichen Sportarten, die im Endeffekt meiner Meinung nach die niedersten Instinkte bedienen.
Gegen das Spiel hab ich allerdings nichts auszusetzen, ich zocke selber Ego-Shooter und da begeht man virtuell im Endeffekt viel schlimmere Taten, als hier zelebriert werden. In der realen Welt bin ich aber Kriegsdienstverweigerer und lehne Gewalt grundsätzlich ab - auch unter dem Deckmantel des Sports. Vielleicht etwas schizophren aber für mich nur eine scharfe Trennlinie zwischen Realität und Fiktion.
Nein, die UFC ist eine Liga, in der sich Kämpfer aus den verschiedensten Kampfrichtungen miteinander messen. Der Boxer gegen den Karatespezialisten beispielsweise. Das hat so viel "gespielten Show-Effekt" wie ein Boxkampf von Vitali Klitschko, was den Kampf betrifft, nämlich keinen. Es geht über 3 Runden oder eben den K.O. :)
Wrestling *würg* ^^
Oder ist das Spiel hier kein Wrestlingame ?
ne eben nicht.....
UFC und Wrestling sind schon zwei verschiedene Paar Schuhe.
Obwohl mich diese Abneigung und ihre Gründe schon interessieren würde..
Alles nur Theater und inzinierter Quatsch !
Wrestling *würg* ^^
Oder ist das Spiel hier kein Wrestlingame ?
Obwohl mich diese Abneigung und ihre Gründe schon interessieren würde..
Ich sehe da jetzt kein Unterschied zwischen UFC und beispielsweise einem Karate-Wettbewerb, wo sich die Kämpfer auch mal eine Gehirnerschötterung holen können.
Wunderbar!
Obwohl mich diese Abneigung und ihre Gründe schon interessieren würde..
Aber der Test ist mehr als ordentlich, Guido. Good Job!