Offenbar hat Ubisoft umgehend auf die Beschwerden der Spieler-Community bezüglich der Probleme mit Assassin's Creed: Unity reagiert. So wird Ubisoft Montreal in Zukunft mehr Zeit erhalten, um möglichst bugfreie Spiele zu entwickeln.

Ubisoft - Ubisoft will sich für das nächste Assassin's Creed mehr Zeit lassen

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Bleibt zu hoffen, dass Ubisofts The Division nicht dasselbe Schicksal ereilt
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Da hat Ubisoft aber einen ganz schönen Bock geschossen. Assassin's Creed: Unity sieht schön aus und ist auch ansonsten all das, was man sich von einem wahrhaftigen Next-Gen-Titel wünscht. Wären da nicht die Performance-Probleme und Grafik-Glitches, die das Spiel für viele Spieler ungenießbar machen.

Die Aufregung um die Probleme, die nicht mal durch den Day One Patch vollständig beseitigt wurden, ist dermaßen gravierend, dass sie sich sogar auf Ubisofts Aktienkurs ausgewirkt hat. Kein Wunder also, dass Ubisoft umgehend reagieren musste. Als allererstes gelobt man nun Besserung. In Zukunft werde Ubisoft Montreal mehr Zeit für die Entwicklung erhalten. Dies teilte zumindest Ubisofts Vice President of Creative Lionel Raynaud so mit.

Und das wird dadurch garantiert, dass Ubisoft Montreal ähnlich Activisions Infinity Ward nicht mehr alleine für die 'Assassin's Creed'-Reihe verantwortlich ist. Stattdessen werde ein Ableger derzeit bei Ubisoft Quebec entwickelt, das sich bislang durch unterstützende Entwicklung in Form von DLCs ausgezeichnet hat. Ubisoft hat ab 2014 insgesamt 28 Millionen Dollar in Ubisoft Quebec investiert, um das Studio auf Vordermann zu bringen, und weitere 100 Mitarbeiter einzustellen. So wird Ubisoft Montreal nun mehr Zeit für die eigenen Ableger von Assassin's Creed haben. Klingt also ganz danach, als gehe Ubisoft wie Activision nach dem Rotations-Prinzip vor, bei dem der alljährliche Ableger der Erfolgsreihen immer von einem anderen Studio entwickelt wird. Somit bleibt jedem Studio mehr Zeit für das eigene Spiel.

Für Ubisoft Montreal sei es auch kein Problem, das Zepter bei einigen 'Assassin's Creed'-Titeln abzugeben. "Wir haben uns darüber gefreut, und wir helfen ihnen auch oft und viel bei dem Spiel, das sie entwickeln, weil wir schon soviel Erfahrung haben", so Raynaud. Mehr noch, obwohl Ubisoft Montreal bislang immer in der Lage war, die Deadlines einzuhalten, und dennoch bei jedem neuen Teil auch neue Elemente einzubauen, bereiteten Raynaud die Zeitvorgaben auch Sorgen, da er fürchtete, dass sie innerhalb der Entwicklerteams für Spannung sorgen könnten.

Dabei sehe er den Zeitdruck persönlich gar als etwas Positives. Unter Zeitdruck würden Entscheidungen gefällt, die mehr auf Spieler ausgelegt wären. Dann laufe man nicht in Gefahr, zuviel Unnötiges einzubauen, und denke stattdessen darüber nach, welche Ereignisse man einbauen könne, und ob sie dem Spieler von Nutzen sind.