Ubisofts Alex Hutchinson, Creative Director bei Far Cry 4 sprach auf einem Preview Event über die Idee eines Assassin's Creed im feudalen Japan. Seiner Meinung nach wäre das ein Setting, das viel zu familiär, also viel zu generisch wäre.

Ubisoft - Ubisoft: Ein Assassin's Creed im feudalen Japan wäre viel zu generisch

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Assassin's Creed Chronicles: China
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Zwar spielen die einzelnen Assassin's Creed Titel immer zu anderen Epochen und finden in anderen Ländern statt, doch das allgemeine Setting wirkt auf den Nichtkenner der Reihe und der Zeiten eher gleich und repetitiv. Schon lange verlangen Fans nach Ablegern, die in Asien, vorrangig in Japan spielen sollen.

Ubisofts Creative Director Alex Hutchinson, der an Assassin's Creed 3 arbeitete, machte bereits 2012 die Aussage, dass die drei am meisten verlangten Settings für ein neues Assassin's Creed das feudale Japan, Ägypten und der 2. Weltkrieg seien. "Das sind die wahrscheinlich schlechtesten Settings für ein Assassin's Creed Spiel", so damals Hutchinson.

Mittlerweile arbeitet Hutchinson als Creative Director an Far Cry 4, das die tropischen Settings von Far Cry 3 gegen die verschneiten Himalaya-Gebirge tauscht. Bei so einem extremen Ortswechsel stellt sich natürlich die Frage, ob sich Hutchinsons Meinung mittlerweile geändert hat. Denn das kommende Assassin's Creed: Unity spielt wieder einmal in einem vertrauten Setting - im Paris des 19. Jahrhunderts. Wäre da ein feudales Japan nicht interessanter?

Das sei zwar durchaus machbar, das feudale Japan sei allerdings ein Thema und ein Setting, das schon zu oft in Videospielen behandelt wurde, so Hutchinson. "Das feudale Japan würde zwar sicherlich als Assassin's Creed Titel funktionieren, aber ich glaube, es würde das Gefühl aufkommen wie, 'Oh, hab ich das nicht schon einmal gespielt?' Ihr wisst, was ich meine - 'Oh, ich war doch schon mal ein Ninja, und ich war auch schon einmal ein Samurai.'"

Hutchinson selbst hätte allerdings ein Setting, das er gerne bei Assassin's Creed sehen würde - Indien. Er würde nur allzu gerne ein Asassin's Creed Titel zur Zeit von Britisch-Indien entwickeln. Britisch-Indien ist die Bezeichnung für die britische Kronkolonie, die von 1858 bis 1947 bestand, und den gesamten indischen Subkontinent und Teile Hinterindiens umfasste, die unter direkter britischer Kolonialherrschaft standen. Die Unabhängigkeitsbewegung, für die Mahatma Ghandi maßgeblich verantwortlich war, führte nach dem Ende des 2. Weltkriegs zur überhasteten Machtübergabe und Aufteilung des Landes in Indien und Pakistan.

Als Zugeständnis an die Forderungen der Fans könnte Assassin's Creed Chronicles gesehen werden. Hierbei handelt es sich um eine Reihe an eigenständigen Spielen im 2,5D-Look, die verschiedene Epochen behandeln sollen. Das erste Spiel dieser Reihe ist Assassin's Creed Chronicles: China, das im China des 16. Jahrhunderts spielt. Unter den weiteren möglichen Epochen wird auch Ägypten gehandelt.