Auch Ubisoft hat nun zum Abschluss des zweiten Quartals ein Finanzreport vorgelegt. Daraus kann man entnehmen, dass die Sony-Plattformen PS3 und besonders die PS4 dominierend in Sachen Verkaufszahlen der Ubisoft-Spiele sind.

Ubisoft - Quartalsbericht zeigt: PS4 dominiert die Plattformen bei Ubisofts Spielen

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Auch Ubisoft kann operative Gewinne einfahren
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Nach Nintendo und Electronic Arts hat nun auch Ubisoft ihr Finanzreport für das abgeschlossene Quartal veröffentlicht. Deutlich zeichnet sich die positive Auswirklung von Ubisofts ambitioniertem Open World Titel Watch Dogs auf die Bruttomarge aus. Die beträgt 484,2 Millionen Euro. Im Vergleich dazu betrug der Betrag im Vorjahr gerade mal 292,3 Millionen Euro. Insgesamt erwartet Ubisoft, dass man zum Ende des Fiskaljahres das Ziel von 1,4 Milliarden in Sachen Umsatz und rund 150 Millionen an operativem Gewinn einfahren kann.

"Unsere Leistung im ersten Halbjahr unseres Fiskaljahres hat uns in unserer Zuversicht bestärkt, dass wir unsere Jahresziele erreichen können", so Ubisofts CEO Yves Guillemot. "Es zeigt, dass unsere Strategie, starke Marken zu kreieren, und in digitale Inhalte zu investieren, sich auszahlt."

Der Erfolg von Watch Dogs ist auch weiterhin ungebrochen. So hat sich das Spiel mittlerweile auch bereits über 9 Millionen Mal verkauft. Guillemot erwartet, dass es zum Ende des Fiskaljahres rund 10 Millionen verkaufte Exemplare sein werden.

Von den kommenden AAA-Titeln erwartet Ubisoft ebenfalls Großes. So rechnet man mit rund 6 Millionen verkauften Exemplaren bei Far Cry 4 im ersten Jahr, und 2 Millionen verkauften Exemplaren beim MMO-Rennspiel The Crew.

Schaut man sich die Liste an, die Ubisoft hinzugefügt hat, um die Aufteilung der Verkäufe zu veranschaulichen, kann man sehen, dass die Plattform, die für die meisten Verkäufe sorgt, die PS4 von Sony ist. 21 Prozent der Einnahmen generiert Ubisoft über Sonys Next-Gen-Konsole, gefolgt von immer noch starken 19 Prozent bei der PS3. Die Xbox One kommt gerade mal auf 9 Prozent, und wird auch von ihrem eigenen Vorgänger, der Xbox 360 überholt, die für 16 Prozent der Verkäufe sorgt. Überraschenderweise kommt der PC-Sektor bei Ubisoft auf 17 Prozent, und ist damit momentan noch wichtiger als die Xbox One und die Xbox 360. Nintendos Plattformen und die PS Vita kommen gerade mal auf wenige, unbedeutende Prozent. Unter "Others" fasst Ubisoft wahrscheinlich auch die Plattformen iOS und Android zusammen. Immerhin generiert dieser Sektor immer noch satte 13 Prozent der Verkäufe.

Vergleicht man diese Zahlen aus dem abgeschlossenen Quartal mit demselben Quartal aus dem Vorjahr, so gibt es tatsächlich einige Überraschungen zu vermelden.

Als erstes fällt der massive Einsturz der Xbox 360 auf, die im Vorjahr mit 30 Prozent noch die wichtigste Plattform für Ubisoft darstellte. Das ist ein Einsturz um fast die Hälfte, während es bei der PS3 gerade mal wenige Prozent von 24 auf 19 Prozent sind. Aber es ist nicht so, als läge es daran, dass die Xbox 360 Besitzer zur Xbox One gewechselt wären. Einige sind es sicher, doch die Xbox One kommt auch nur auf 9 Prozent, somit kann man daraus entnehmen, dass sich viele der Xbox 360 Besitzer womöglich ebenfalls für die PS4 entschieden haben, während es den Anschein macht, dass viele PS3-Besitzer auch weiterhin mit dem Kauf einer Next-Gen-Konsole warten. Sind also Xbox 360 Besitzer die Enthusiasts unter den Konsolenbesitzern?

Ebenfalls auffällig ist der Anstieg unter den Verkäufen für den PC. Die konnten im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent von 13 auf 17 Prozent zunehmen. Ebenfalls massiv eingestürzt ist der Anteil der Verkäufe bei der Wii, die im Vorjahr noch 20 Prozent ausmachten, während es dieses Jahr nur noch 2 Prozent sind. Doch auch die Wii U ist eingestürzt. Die Wii-Besitzer sind also nicht zur aktuellen Wii U gewechselt. Vielmehr gewinnt man den Eindruck, dass sie entweder zu einen der beiden Next-Gen-Konsolen PS4 und Xbox One gewechselt sind, oder weiterhin ihre Casual-Spiele genießen - nur eben über Smartphones.