Schon in den vergangenen Jahren zeigte sich der französische Entwickler und Publisher Ubisoft als Garant für hochwertige Computer- und Videospiele. Auch in diesem Jahr sieht das nicht anders aus, denn mit Titeln wie Far Cry, Prince of Persia: Warrior Within oder das just erschienene Online-Rollenspiel Everquest 2 konnten die Verkaufsprognosen übertroffen und somit ein entsprechender Gewinn erwirtschaftet werden. Kein Wunder also, das Firmengründer Yves Guilllemot an einer bevorstehenden Teilhaberschaft und folgenden Übernahme durch Branchenprimus Electronic Arts kein Interesse hat.

Derzeit setzt Gründerfamilie alles daran, eine feindliche Übernahme zu verhindern. Sollte der weltgrößte Publisher seinen gekauften Aktienanteil von 19,9 Prozent durch das US-Kartellamt tatsächlich zugesprochen bekommen, hätte Guillemot lediglich nur noch 17,5 Prozent des Kapitals und 26,5 Prozent der Stimmrechte inne. Daher ist der CEO derzeit sehr darum bemüht, die anderen Großaktionäre auf eine gemeinsame Linie zu bringen. Auch die Fusionierung mit der Tochterfirma Gameloft wäre ein möglicher Ausweg, da der Kapitalanteil der Gründerfamilie somit wieder ansteige würde.