Patrice Désilets dürfte den meisten als Creative Director von Assassin's Creed in Erinnerung geblieben sein. In seiner Zeit bei Ubisoft hat er aber auch an Prince of Persia: Sands of Time mitgewirkt. Seit 2010 hat er sein eigenes Studio gegründet. In einem Interview mit der Seite Gameology sprach er über die Dinge, die ihn bei Ubisoft gestört haben.

Ubisoft - Ehemaliger Assassins-Creed-Director spricht über die Lügen während seiner Arbeit

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Große Unternehmen wie Ubisoft sind vor allem durch ihre Hirarchie enorm anstrengend, sagt Désilets.
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Mein größtes Problem war, dass ich für eine Organisation arbeiten musste, bei der ich am Ende oder in der Mitte der Nahrungskette stand“, so Désilets im Interview. „Ich war der Typ, der Interviews darüber macht, was wir gerade tun. Und ich musste mir viele politische Lügen einfallen lassen. Und ich bekam viele Kommentare und Entscheidungen von anderen vorgetischt, weil es in einer solchen großen Organisation um Kompromisse geht. Wenn man dann in meiner Rolle als Creative Director steckt und die Entscheidungen anderer vor der Kamera oder in Skype vorleben muss, ist es schwer. Ich bin kein besonders guter Lügner und ich habe gemerkt, dass man in so einem Unternehmen auch Geld für diejenigen macht, die es überhaupt nicht interessiert.“

Kleine Studios haben mehr zu bieten

Laut Désilets liegt das Problem vor allem an der Größe von Ubisoft. Allein an Assassin's Creed 2 haben mehr als 800 Leute mitgewirkt. In seinem neuen Studio arbeiten gerade einmal 30 Personen und jeder kennt sich. Das will der ehemalige Ubisoft-Creative-Director möglichst lange aufrechterhalten. Damit jeder eine Rolle hat und das Spiel zu dem macht, was die Spieler wollen.