Ubisoft könnte demnächst von der brasilianischen Jurisprudenz abgestraft werden. eine neue Auslegung des von der UN verabschiedeten WIPO Copyright Treaty führt Geldbußen für DRM-Schutzmaßnahmen ein, die die Nutzung erschweren oder sogar unmöglich machen.

Ubisoft - Droht in Brasilien Strafe wegen DRM-Maßnahmen?

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Zwar werden nach dem neuen Gesetz auch immer noch illegale Softwarekopien bestraft. Aber dennoch dürfen Kopierschutzmaßnahmen sogar geknackt werden, wenn die Inhalte danach dann nur privat verwendet werde.

Die Passage, die sich auf die Geldbuße für Hersteller von geschützten Inhalten bezieht, lautet, aus dem englischen übersetzt, wie folgt:

§10 Die gleiche Strafe trifft, ohne Beeinträchtigung anderer Strafen die durch das Gesetz dargelegt wurden, denjenigen, der, auch welche Art auch immer:

a) die Nutzung behindert oder verhindert, welche durch die Artikel 46, 47 und 48 dieses Gesetzes [welche sich auf die Beschränkungen des Copyrights inklusive den fairen Handel beziehen]; oder

b) den freien Nutzen von Werken, Ausstrahlungen oder Tonaufzeichnungen, die in gemeinfrei geworden sind, behindert oder verhindert.

Käufer von geschützten Werken, die das Material dann knacken, rippen und auf einem mobilen Gerät nutzen, gehen demnach straffrei aus.
Für Hersteller sieht das ganze nicht so einfach aus. Wenn diese den Käufern die Nutzung der Software erschweren oder gar unmöglich machen, weil dazu beispielsweise ein Internetzugang zwingend notwendig ist, könnte hier ein Bußgeld verhängt werden.

Es ist allerdings nicht wirklich klar, ob sich dies auch auf Ubisofts umstrittenen Online-Kopierschutz bezieht. Denn: Will man Spiele wie Assassin's Creed 2 oder Splinter Cell: Conviction spielen will, muss zwangsläufig mit dem Internet verbunden sein. Jedoch sind immerhin noch 22% der brasilianischen Städte nicht mit über eine Breitbandleitung mit dem Internet verbunden.