Wie wir bereits im vergangenen Jahr berichteten, sieht es ganz danach aus, als strebe Vivendi eine feindliche Übernahme von Ubisoft und Gameloft an. Zumindest bezüglich Gameloft, das von Michel Guillemot geführt wird, dem Bruder von Ubisoft-Chef Yves Guillemot, bestätige Vivendi in dieser Woche ein feindliches Übernahmenagebot.

Ubisoft - CEO Yves Guillemot will feindliche Übernahme durch Vivendi verhindern

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Ubisoft-Chef Yves Guillemot befürchtet eine feindliche Übernahme durch Vivendi, weshalb er jetzt entsprechende Maßnahmen ergreifen möchte.
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Nun berichtet The Globe and Mail mit Zitat von Ubisofts CEO: "Wir wollen die Zahl der kanadischen Aktionäre erhöhen, damit Ubisoft eine bessere Kontrolle über sein Kapital hat. Wir verspüren es als gute Verteidigung."

Ubisoft will also sich also durch mehr Investoren schützen, denn in Gefahr sind laut dem Artikel auch mehr als 3.000 Jobs in Montreal, Quebec, Toronto und Halifax sowie "hunderte Millionen Euro" an Anlagevermögen.

Die europäische Anlagebank Bryan, Garnier & Co. glaubt, dass die Masche von Vivendi - also das feindliche Übernahmenagebot von Gameloft - darauf abzielt, Gespräche mit der Guillemot-Familie zu erzwingen, um so Ubisoft übernehmen zu können.

Vivendi baute Beteiligung an Ubisoft und Gameloft aus

Vivendi baute in er Vergangenheit seine Beteiligung an beiden Firmen immer weiter durch den Kauf von Anteilen aus. Zuletzt machte sich Yves Guillemot große Sorgen um eine feindliche Übernahme, zeigt dieser schließlich kein Interesse daran, in die Hände des Unternehmens gespielt zu werden.

Einst existierte Vivendi Games und brachte den Publisher Activision Blizzard durch eine Fusion hervor. 2013 dann verkaufte man 85 Prozent der Aktien für mehr als 8 Milliarden US-Dollar, um den Fokus wieder mehr auf TV und Musik zu legen. Aber das hat sich nun offenbar geändert.

Nach wie vor besitzt Vivendi einen Teil der Aktien, der jedoch vergleichsweise geringfügig ausfällt. Activision Blizzard hatte sich vor zwei Jahren 429 Millionen Aktien im Wert von 5,83 Milliarden Dollar gekauft, womit man zusammen mit denen der Investorengruppe ASAC II auf 61% der Aktien und damit die Mehrheit kam. Durch diese Transaktionen wurde Activision Blizzard wieder unabhängig von Vivendi.

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