Tycoon City: New York
von Andreas Müller

Entwickler komplexer Wirtschaftssimulationen vernachlässigen nicht selten die Präsentation des Geschehens. Sieht man von Rollercoaster Tycoon ab, fallen dem engagierten WiSim Spieler nur wenig Spiele ein, die auch das Auge erfreuen.

Mit Ataris Tycoon City: New York sollen nun beide Aspekte in einem Spiel vereint werden. Das gesamte New Yorker Stadtgebiet wartet darauf, von euch beherrscht zu werden...

New York, New York
Die Grundidee des Spiels liegt darin dem Spieler eine Weltmetropole im Rohzustand zu liefern, die er auf eigene Faust im Laufe des Spiels zur Goldgrube ausbauen kann. Da der Name Programm ist, soll die Grundstruktur der Stadt natürlich erhalten bleiben. Sämtliche Straßen samt authentischen Straßennamen und die Fundamente der Häuserblöcke sind daher schon zu Beginn existent.

Zu Beginn steht zunächst nur einer von insgesamt 12 Stadtteilen zur Verfügung, der aufgrund mangelnder Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten ungewohnt unbelebt wirkt.

Tycoon City: New York - Big Business im Big Apple: Werde der Wirtschaftsbonze von New York!

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Grundgerüst
Damit aus dem öden New York, das zunächst sogar ohne die obligatorischen Sehenswürdigkeiten wie der Freiheitsstatue oder dem Empire State Building auskommen muss eine Weltstadt wird, sollte die Wirtschaft angekurbelt werden. Genau an diesem Punkt kommt ihr ins Spiel! Ein zu kurzes, allerdings gut inszeniertes Tutorial macht euch zu Beginn mit der Grundsteuerung vertraut. Zudem lernt ihr, wie man Gebäude baut und aufwertet. Viele weitere interessante Informationen werden hier jedoch nicht erläutert sondern im Laufe des Spiels als Tipps eingeblendet.

Packshot zu Tycoon City: New YorkTycoon City: New YorkErschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

Marktforschung
Bevor ihr den Grundstein für euer Wirtschaftsimperium legt, sucht ihr euch einen Häuserblock aus, in dessen Umgebung möglichst viele Wohnhäuser angesiedelt sind. Zudem ist es hilfreich, wenn sich ein Zugang zu New Yorks Verkehrsmittel Nummer Eins - der Metro - in der Nähe befindet. Eine Statistik gibt Aufschluss über die aktuellen Bedürfnisse der ansässigen Bevölkerung.
Bevor Grundbedürfnisse wie das Verlangen nach Lebensmitteln nicht gedeckt sind, solltet ihr noch keine Luxusgüter anbieten.

Geschäftsgründung
Habt ihr für euer erstes Business eine Wahl getroffen, platziert ihr das entsprechende Gebäude an einer geeigneten Stelle. Nach einer kurzen Bauphase sind die Türen geöffnet und die ersten New Yorken spazieren in euren Laden. Um den Einflussbereich des Ladenlokals zu verbessern, installiert ihr Reklametafeln an der Häuserfront oder sogar auf dem Dach. Damit sich der Kunde auch wohl fühlt, dürft ihr den Bürgersteig vor dem Gebäude mit Blumen und Bäumen verschönern. Sitzgelegenheiten, Getränke-, Geld-, Photoautomaten, Warenauslagen und vieles mehr steigern ebenfalls die Attraktivität des Geschäftes.

Zu wenig Tiefgang!
Was sich bis hier hin sehr gut anhört, sorgt im Laufe des Spiels leider für reichlich Langeweile.

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Zunächst ist es ziemlich unglücklich, dass sich lediglich der "Vorhof" des Geschäftes verschönern und gestalten lässt. Das eigentliche Ladengeschäft seht ihr dagegen bestenfalls durch die transparente Eingangsfront und es lässt sich keinesfalls verändern.

So ergibt sich eine nahezu obligatorische Prozedur - Gebäude platzieren, Reklametafeln anbringen, Pflanzen und Objekte auf den Bürgersteig setzen, fertig! Um welche Art von Gebäude es sich dabei handelt - ob Friseur oder Internetcafé - spielt dabei eigentlich keine Rolle mehr.Business ohne Preiskampf! Erfahrene WiSim Spieler wird noch mehr stören, dass sie keinen Einfluss auf die Geschäftsprozesse haben. Ihr müsst weder Waren einkaufen, noch dürft ihr die Verkaufspreise bestimmen. Sobald ein Ladenlokal platziert ist, könnt ihr es maximal aufwerten - ansonsten hilft nur abwarten und darauf hoffen, dass sich die Waren verkaufen.

Das Spiel wäre deutlich interessanter wenn man schleppenden Verkaufszahlen mit einer Preissenkung entgegen wirken oder die lokale Konkurrenz durch Dumpingpreise ausstechen könnte. Fans des Genres erinnern sich vielleicht an "Monopoly Tycoon", das sich letztendlich ähnlich spielt - sogar hier konnten die Verkaufspreise individuell konfiguriert werden.

Bei Tycoon City - New York stehen der Ausbau der Metropole und das Zusammenspiel benachbarter Geschäfte samt resultierenden Synergieeffekten im Mittelpunkt.

Firmenübernahme leicht gemacht...
Falls euch die KI Konkurrenten das Geschäft kaputt machen hilft nur das Aufkaufen lästiger Ladenlokale. Je nach Umsatz hat jedes KI Geschäft einen Kaufpreis - seid ihr bereit diesen zu zahlen, geht das Objekt mit sofortiger Wirkung und ohne jegliche Verhandlungen in euren Besitz über - ganz einfach, zu einfach! Auffällig ist auch, dass die KI gar nicht erst versucht, euch aktiv Konkurrenz zu machen. Sie analysiert eher euer Vorgehen und ergänzt vorhandene Strukturen. Habt ihr ein florierendes Geschäftsviertel geschaffen, platziert die KI noch Wohnhäuser, damit eure Kunden sogar in der Nähe residieren können. Aufgelockert wird der langfristig sehr eintönige Businessalltag durch kleine Aufgaben am Rande. So gilt es einen der Stadtparks zu verschönern, einen Halloween Umzug zu organisieren oder spezielle Wünsche der Bürger zu erfüllen.

New York wie man es kennt...
Die Vorteile des Spiels liegen in der gelungen Präsentation.Das virtuelle New York mit sämtlichen Stadtteilen hat einen sehr hohen Wiedererkennungswert. Sämtliche Sehenswürdigkeiten werden zu Beginn durch Baustellen an den entsprechenden Stellen repräsentiert. Habt ihr genug Punkte für die Errichtung von Sehenswürdigkeiten gesammelt, die ihr als Belohnung für das Erfüllen der Zwischenaufgaben erhaltet, dürft ihr eine Sehenswürdigkeit errichten. Dies treibt nicht nur Eintrittsgelder in die Kasse sondern auch Touristen in eure umliegenden Ladenlokale. Auf diese Weise ist es nicht möglich, das Chrysler Building auf Liberty Island zu errichten - und das ist auch gut so.

Die Stadt die niemals schläft?
Ein gelungener Tag-/Nachtwechsel, das muntere Gewusel der Passanten und der für New York typische, teils chaotische Straßenverkehr machen die Illusion der Großstadt komplett.

Habt ihr genug Bars, Cafés und Nachtclubs errichtet, stellt sich auch das typische Nachtleben ein. Weniger gelungen ist dagegen die Soundkulisse - ständig wiederholende und teils unpassende Kommentare der Kunden zu euren Geschäften stellen eure Nerven auf die Probe.

Bei einem frisch errichteten Gebäude merkt ein Kunde an, dass man nach dem Besuch eine Dusche bräuchte - drei Topfpflanzen später erklären die Kunden den Ort zu ihrer neuen Lieblingslocation. Ungeduldige Spieler freuen sich übrigens über den Sandkastenmodus, in dem euch ganz New York von Beginn an zur Verfügung steht. Das Startkapital darf hier nach Belieben bestimmt werden.Das virtuelle New York mit sämtlichen Stadtteilen hat einen sehr hohen Wiedererkennungswert. Sämtliche Sehenswürdigkeiten werden zu Beginn durch Baustellen an den entsprechenden Stellen repräsentiert. Habt ihr genug Punkte für die Errichtung von Sehenswürdigkeiten gesammelt, die ihr als Belohnung für das Erfüllen der Zwischenaufgaben erhaltet, dürft ihr eine Sehenswürdigkeit errichten. Dies treibt nicht nur Eintrittsgelder in die Kasse sondern auch Touristen in eure umliegenden Ladenlokale. Auf diese Weise ist es nicht möglich, das Chrysler Building auf Liberty Island zu errichten - und das ist auch gut so.

Die Stadt die niemals schläft?
Ein gelungener Tag-/Nachtwechsel, das muntere Gewusel der Passanten und der für New York typische, teils chaotische Straßenverkehr machen die Illusion der Großstadt komplett.

Habt ihr genug Bars, Cafés und Nachtclubs errichtet, stellt sich auch das typische Nachtleben ein. Weniger gelungen ist dagegen die Soundkulisse - ständig wiederholende und teils unpassende Kommentare der Kunden zu euren Geschäften stellen eure Nerven auf die Probe.

Bei einem frisch errichteten Gebäude merkt ein Kunde an, dass man nach dem Besuch eine Dusche bräuchte - drei Topfpflanzen später erklären die Kunden den Ort zu ihrer neuen Lieblingslocation. Ungeduldige Spieler freuen sich übrigens über den Sandkastenmodus, in dem euch ganz New York von Beginn an zur Verfügung steht. Das Startkapital darf hier nach Belieben bestimmt werden.