Two Worlds 2 – Vorschau

PC | XBox 360

Der Risen-Herausforderer angespielt

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von Matthias Grimm, 14. Januar 2010 10:25 Uhr

Wer Orks zum Freund hat, braucht keine Feinde

Rettung kommt aus gar unverhoffter Richtung: Die Orks, im Vorgänger noch erbitterte Feinde des Helden, helfen ihm bei seiner Flucht. Wieso, weshalb, warum – und was das alles mit der Legende um ihre mysteriöse Anführerin, der Drachenkönigin, zu tun hat? Fragen stellen können wir später noch. Zunächst einmal folgen wir der adretten Assassinin, die uns den Klauen der Häscher entreißt, aufs Wort, Schritt und Tritt und lauschen begierig ihren Anmerkungen zum Kampfsystem oder den gewitzten Minispielen wie dem Schlösserknacken.

Screenshot zu: Der Risen-Herausforderer angespieltDie Grafik von Two Worlds 2 sieht schon jetzt weitaus besser aus als in Dragon Age.

Ähnlich den gelungenen Einführungen der BioWare-Rollenspiele wirft uns Two Worlds 2 gleich mitten hinein in die Geschichte und ihre fantastische Welt, um sich im Laufe der Hauptquest der Beantwortung der Rätsel zu widmen, die sie zunächst nur im Vorbeigehen anschneidet. Dies lässt uns zudem ein wenig Zeit, die neue Grafik- und Physik-Engine des Spiels kennen und lieben zu lernen.

Lichtquellen etwa werden in den Zwei Welten dynamisch berechnet: Stoßt ihr beispielsweise gegen einen von der Decke baumelnden Kronleuchter, lässt er die Schatten wie aufgeschreckte Irrlichter durch den Raum tanzen. Die Interieurs des Palastes sind zudem mit verschwenderischen Details in hochaufgelösten Texturen gepinselt. Eine dekorative Drachenstatue etwa glänzt bis in die letzte Schuppe in einem magischen Kleid. Der Ausblick auf den prachtvollen Thronsaal von Fiesling Gandohar ist an Pomp kaum zu überbieten.

Screenshot zu: Der Risen-Herausforderer angespieltKlassenkampf: In TW2 entwickelt sich der Charakter erst im Laufe des Spiels.

Weniger Pomp, dafür mehr Circumstance lautet das Motto bei der vorangegangenen Charaktergenerierung: Unterschiedliche Rassen stehen nicht zur Verfügung. Die Two Worlds werden ausschließlich als Mensch bereist (zumindest im Einzelspieler-Modus, zum Multiplayer-Part kommen wir später noch). Auch auf eine der rollenspieltypischen Klassen legt ihr euch nicht von Anfang an fest. Stattdessen bestimmt ihr während des Spiels anhand der aufgewerteten Fähigkeiten, ob sich euer Held in die Richtung Krieger, Magier oder Dieb entwickelt.

Neben dem Aufleveln des eigenen Charakters kommt in Two Worlds traditionell dem Crafting ein besonderer Stellenwert zu: Das durchdachte System des Vorgängers hatte jedoch noch mit ein paar Kinderkrankheiten zu kämpfen, weswegen es für den zweiten Teil einer Überarbeitung unterzogen wurde. Erbeutete Gegenstände lassen sich nun in Two Worlds 2 in ihre Bestandteile zerlegen – eine Axt beispielsweise in Holz und Eisen – die wiederum zu neuen, noch besseren Items weiterverarbeitet werden dürfen.