Die Streaming-Plattform Twitch kündigte Änderungen an, die nicht gerade auf Begeisterung in der Community stoßen. Es wird bereits spekuliert, dass das die Vorboten der angeblichen Übernahme durch YouTube / Google sind.

Der erste Punkt betrifft Musik. Es kommt häufig vor, dass Streamer nicht lizenzfreie Musik nutzen. Das können sie zwar nach wie vor in Live-Übertragungen tun, allerdings wird diese Musik im Anschluss bei gespeicherten Aufzeichnungen entfernt.

Twitch arbeitet dafür mit Audible Magic zusammen und lässt eine Filter-Software durch das Archiv laufen. Sollte diese auf eine Aufzeichnung mit nicht lizenzfreier Musik stoßen, so wird die Audiospur gemutet.

Das zwar nicht zwingend komplett, dafür aber in 30-Minuten-Blocks. Sollte eine Aufzeichnung beispielsweise 60 Minuten lang sein und am Anfang nicht lizenzfreie Musik mit einer Länge von wenigen Sekunden bieten, so werden dennoch 30 Minuten Audiospur stummgeschaltet. Daher verweist Twitch auf die Nutzung von lizenzfreier Musik.

Sogar große Events sind davon betroffen, die hin und wieder Musik einspielen, darunter Valves Dota-2-Turnier The International 4 und Twitchs eigene Show Twitch Weekly. Mehr sogar noch: selbst In-game-Audio wird angezapft – wer also etwa Grand Theft Auto 5 spielt und das In-game-Radio laufen lässt, muss mit deaktivierter Tonspur rechnen. Selbst extra für Spiele geschriebene Musik soll betroffen sein, darunter jene in Mike Tyson's Punch Out.

Der zweite Punkt betrifft das Archiv. Aufzeichnungen werden ab sofort nicht mehr länger dauerhaft gespeichert. Von heute ab werden bereits existierende Aufzeichnungen nach drei Wochen gelöscht. Wer seine Aufzeichnungen behalten möchte, soll diese entweder auf YouTube exportieren oder Highlights seiner besten Spielemomente erstellen, so dass sie auf ewig gespeichert bleiben.

Ansonsten werden Mitschnitte nicht zahlender Nutzer ab sofort nur noch 14 Tage gespeichert, während Nutzer von Twitch Turbo oder Twitch Partner 60 Tage erhalten.