Alles schläft, einsam wacht... nur ihr. Nach einer globalen Katastrophe hat sich die Menschheit entschlossen, sich erst einmal für ein paar Jahre in den Winterschlaf zu begeben, bis die Erdoberfläche wieder bewohnbar ist. Dumm nur, wenn man als Einzige vorzeitig aus dem kollektiven Kälteschlaf erwacht und sich in der Folge mit einer mysteriösen Computerintelligenz und dem Sicherheitssystem des Kühlhauses herumschlagen muss.

Twin Sector - Gameplay TrailerEin weiteres Video

SHODANs kleiner Bruder

So ergeht es zumindest der hübschen Ashley Simms, die sich im innovativen Ego-Knobler Twin Sector mit allerlei futuristischen und logischen Herausforderungen herumschlagen muss. Aber zum Glück kann sie sich auf zwei Dinge verlassen: Auf eure Kombinationsgabe sowie ihre spannenden Spezialfähigkeiten, mit denen Twin Sector vielleicht sogar dem viel gerühmten 3D-Knobler "Portal" den Schneid abkaufen könnte.

Twin Sector - Portal meets System Shock

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Leere Gänge, fiese Fallen: Twin Sector weckt Erinnerungen an das geniale Portal.
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Das Spiel beginnt mit dem Erwachen unserer Protagonistin. In der Egoperspektive sehen wir uns um und wundern uns, warum niemand sonst frisch und munter unterwegs ist. Ursprünglich stand ein gemeinsames Durchschlafen auf dem computerüberwachten Tiefenentspannungsprogramm, aber eben dieses Programm hat wohl so seine Tücken. Auch in der Zukunft ist der Mensch nicht vor technischen Mängeln gefeit, und so klärt uns eine Computerstimme, die sich als O.S.C.A.R. zu erkennen gibt, zunächst darüber auf, dass wir hier so einiges in Ordnung bringen müssen. Soweit so nett gedacht. Dumm nur, dass (wie könnte es anders sein) jemand ein ausgefeiltes Sicherheitssystem für die Bunkeranlagen erdacht hat.

Mit Kommentaren von O.S.C.A.R. unterlegt macht ihr die ersten Schritte im Spiel und erhaltet auch später konkrete Anweisungen zu euren nächsten Zielen. Der oberste Befehl lautet, das außer Kontrolle geratene Sicherheits- und Überwachungssystem zu reparieren. Dabei stellen sich euch tiefe Abgründe, unerreichbar erscheinende Schalter, fiese Laserfallen und Angriffsdrohnen vor komplexe Herausforderungen, zumal freies Speichern nicht möglich ist.

Faust II

Zu ihrem ganz besonderen Glück verfügt Ashley über High-Tech-Handschuhe mit zwei entscheidenden Fähigkeiten: Mit der linken Maustaste könnt ihr sie Gegenstände zu sich heranziehen lassen oder euch selbst wie an einem unsichtbaren Seil gezogen an Decken und Wänden hinauf schwingen. Die rechte hingegen stößt Gegenstände fort oder lässt euch, auf eine Wand oder den Boden angewendet, von einem Hindernis abprallen. Diese Fähigkeiten sind der Schlüssel zur Bewältigung ansonsten unmöglicher Aufgaben. So könnt ihr einen zu tiefen Fall gekonnt mit dem Abpralleffekt abbremsen, ohne Fallschaden hinzunehmen oder gar zu sterben. Das ist auch bitter nötig, denn in unserer frühen Version reicht schon ein Sturz aus nicht allzu großer Höhe, um euer virtuelles Verderben zu besiegeln.

Twin Sector - Portal meets System Shock

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Aus dem Bunkerkomplex gibt es nur mithilfe eurer Spezialfähigkeiten ein Entkommen.
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Mit der Zugfunktion hingegen könnt ihr euch selbst zwar auf höhere Ebenen ziehen, aber wie Spiderman von Wand zu Wand schwingen ist dabei nicht möglich. Vor der Verwendung müssen die praktischen Handwärmer nämlich per gedrückter Maustaste aufgeladen werden und nach dem Einsatz ist ebenfalls ein kleiner Moment vonnöten, bis ihr wieder loszappen könnt. Im späteren Spielverlauf soll dann immerhin als weiteres Feature eine Fernwaffe hinzukommen, mit der ihr euch einfacher gegen eure Widersacher wehren könnt.

Nix für Weicheier. Twin Sector verspricht knackige Knobelkost in einem befremdlich-unheimlichen Setting.Ausblick lesen

Bevor ihr jedoch in den Genuss einer dieser Attacke kommt, müsst ihr auch für die Überwältigung der Gegner euren Hirnschmalz anstrengen. Lockt ihr eine Schwebedrohne in eine Laserbarriere, bewerft ihr sie mit Fässern oder versucht ihr, dem Metallkontrahenten mit einer brennenden Gasflasche beizukommen?

Eine weitere Ebene erhöhter Komplexität gewinnt das Ganze in Räumen, in denen ihr die Schwerkraft abschalten könnt. Dann beginnen lose Gegenstände bei Berührung zu schweben und ihr müsst euch mit euren Spezialfähigkeiten vor- und zurückziehen. Klingt recht schwierig und war in unserer Vorzeigeversion auch nicht gerade einfach zu steuern.

Eine weitere Gefahr geht unterschwellig von O.S.C.A.R. aus. Im Laufe des Spiels stellt sich nämlich die Frage, auf welcher Seite die KI eigentlich steht. Will sie wirklich unser Bestes oder steckt ein sinistrer Plan dahinter, von dem uns die Bunkeranlagen im Grunde nur abbringen wollen? Und überdies werdet ihr wohl auch nicht die einzigen Lebewesen sein, die frühzeitig aus dem Kälteschlaf erwacht sind. Eine wohltuende Portion Gänsehaut-Feeling findet so hoffentlich auch ihren Weg ins Spiel.