True Crime Streets of LA (PC-Test)
(von Michael Dötz)

Wenn wir einen PC Gamer auf der Straße fragen, welches Spiel den wohl besten Genre Mix bietet, dann wird er sicherlich sagen 'GTA: Vice City'. Doch mal ganz ehrlich: Für 'GTA' gibt es so gut wie keine Konkurrenten, denn die meisten

Publisher konzentrieren sich entweder auf die Shooter Elemente oder auf die Racing Elemente. Doch nun wagt sich endlich Activision mit seinem Schützling 'True Crime: Streets of LA' daran 'GTA' vom Thron zu kicken. Ob das klappt, erfahrt ihr im Review.

Endlich auch für PC
Zunächst sollte man wissen, dass 'True Crime' bereits für die diversen Konsolen erhältlich ist, denn PC-Umsetzungen sind nicht immer gelungen, wenn sich die Entwickler zu stark an den Konsolenfassungen orientieren.

Vor allem bei der Steuerung kann es da zu nicht unerheblichen Wutausbrüchen kommen. Doch beginnen wir einmal ganz am Anfang. Worum geht es denn in ' True Crime Streets of LA' überhaupt? Ihr übernehmt die Rolle des Nick Kang, der aufgrund seiner unorthodoxen Methoden vom Polizeidienst suspendiert wurde, doch die Verbrecher drohen LA zu übernehmen und deshalb braucht die Stadt Leute wie Kang, die auch nicht vor Gewaltanwendung zurückschrecken.

Deshalb bittet Wanda Parks, die Leiterin des E.O.D (Elite Operations Division) Kang ein Mitglied zu werden. Nick hat natürlich seine Polizeidienstarbeit vermisst und nimmt das Angebot selbstverständlich an.

Er hat jedoch nicht damit gerechnet, dass er mit einer Partnerin zusammenarbeiten muss, denn wie es sich für einen Spielhelden gehört ist er einfach ein Einzelgänger, der gern einmal über Verbrecherleichen geht. Rosie hingegen übernimmt den vernunftbetonten Part, wird jedoch bereits am Anfang des Spiels bei einer Schießerei verletzt. Somit steht unserem Held Kang nichts mehr im Weg sich durch die Straßen von LA durchzuballern, bis Rosie sich wieder erholt hat. Die Story ist wirklich filmreif, denn es gibt zahllose Handlungsstränge. Wenn ihr beispielsweise bei einem der ersten Kämpfe versagt und eine wichtige Person nicht dingfest macht, dann erfahrt ihr später über Funk, dass diese von anderen Cops bereits verhaftet wurde. Somit ist für Hochspannung gesorgt.

Leider ist die Story mit circa 17 Spielstunden etwas kurz, doch hier wurde klar auf Klasse statt Masse gesetzt. Bei der Story kann 'GTA: Vice City' meiner Meinung nach einpacken.

Nette Kurzmissionen
Neben der Storyline gibt es auch immer wieder gut gemachte Kurzmissionen, die euch über Funk mitgeteilt werden. Manchmal nimmt ein Verrückter einfach eine Geisel auf der Straße und ihr müsst natürlich die Geisel - möglichst unverletzt - aus der Situation befreien.

Nun steht ihr vor der Wahl: Wollt ihr ein guter oder ein böser Cop werden? Wenn ihr den Geiselnehmer erschießt erhaltet ihr zwar die Belohnungscopmarken, die die Währung des Spiels darstellen, doch ihr kommt bei der Anzeige Guter/Schlechter Cop in den negativen Bereich. Wenn es euch hingegen gelingt den Kidnapper am

True Crime: Streets of L. A. - Die Kombi aus knallharten Martial-Art-Fights und rasanten Verfolgugsjagden im Untergrund von LA endlich auch für den PC

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Fuß anzuschießen und anschließend zu verhaften, so erhaltet ihr Pluspunkte in dieser Wertung. Eure verdienten Copmarken könnt ihr für Trainings ausgeben. Wenn ihr eure Fertigkeiten an der Pistole verbessern wollt, so müsst ihr den Schießstand der E.O.D auf suchen. Dort könnt ihr durch das Treffen von Zielen den Skill zum schnelleren Nachladen erhalten.

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Splinter Cell Elemente ebenfalls vertreten
In manchen Missionen müsst ihr euch möglichst lautlos durch ein Gebäude bewegen. Die Gegner können zum einen durch

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Karateschläge außer Gefecht gesetzt werden, zum anderen durch Betäubungspfeile. Werdet ihr Entdeckt, so gilt die Mission als gescheitert. Auch hier stellt sich die Frage: good or bad, black or white? Denn es gibt tödliche und betäubende Schläge, die sich natürlich auf eure Guter/Schlechter Cop Wertung auswirken. Ich für meine Person habe mich natürlich für die etwas draufgängerischen tödlichen Schläge entschieden. Von den Nahkampfaspekten könnten die 'GTA'-Macher hier gern einmal lernen. Denn das Kampfsystem ist vorbildlich. Zahlreiche Specialmoves zum Schießen aber auch bei den Schlägen gibt es so einige Tricks. Das ganze hat jedoch auch seinen Preis, denn die Steuerung muss ersteinmal ausführlich studiert werden, damit man die Feinde auch schnell umnieten kann. Um mit Waffen besser zu treffen gibt es den "Genaues Zielen" Modus. Hier läuft alles etwas langsamer ab und man kann besser den Kopf für einen Headshot anvisieren.Aktiviert wird das ganze durch das längere Halten der linken Maustaste. Durch das Drücken der rechten Maustaste gelangt ihr wieder in den normalen Modus.

Kameramänner bitte zur Nachhilfe kommen
Bislang klingt alles nach einem echten 'GTA'-Killer, doch leider wurde bei der Kameraführung gemurkst. Bei Kämpfen in der Nähe von Häusern ist es keine Seltenheit, dass man vom Kampfgeschehen nichts mehr mitbekommt sondern lediglich die Rückwand eines Hauses mit den richtigen Schatten der Kämpfer sieht. Da hätte man wirklich genauer arbeiten können. Aber auch bei schnellen Drehungen ist die Kamera einfach zu träge. Leider ist das auch oft in den entscheidenden Situationen der Fall und man kassiert schnell den entscheidenden Headshot vom Gegner.

Bereits eingangs wurde erwähnt, dass es sich um eine PC-Umsetzung handelt. Zwar ist 'GTA: Vice City' auch eine, doch bei derSteuerung wurde bei Rockstar Games eindeutig besser gearbeitet. Das Handling der Fahrzeuge ist mit einigen Modellen eine einzige Katastrophe und auch bei der Bewegung des Fadenkreuzes gibt es hier und da das Problem einen Treffer zu landen. Im "Genaues Zielen" Modus gibt es hingegen keine Schwierigkeiten mit exakten Schüssen.

Die Gebäude der Stadt
Eure verdienten Coppunkte könnt ihr selbstverständlich auch in der Stadt verprassen. Wenn euch einmal eure Gesundheit am Herzen liegt, dann könnt ihr euch im Krankenhaus gegen entsprechend bares behandeln lassen. Aber auch wenn euer Fahrzeug zu oft gegen Bäume, Häuser oder andere Verkehrsteilnehmer gesetzt wurde, könnt ihr es gegen ein paar Coppoints an einer Tankstelle reparieren lassen. Je doller der Schaden ist, desto mehr wird von eurem Konto abgebucht.

Das Spielerherz darf noch einmal höher schlagen, denn für uns

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PC-Zocker wurde auch noch ein Multiplayer Modus kreiert. Da lasse ich gern mal die Sektkorken knallen, denn in 'GTA: Vice City' vermisst man einen solchen leider total. Euch stehen mit Streife, Polizeiverfolgung, Dojo Meister, Schützenmeister und Straßenrennen fünf verschiedene Modi zur Wahl.Leider konnten wir in unserer Testzeit lediglich gegen amerikanische Gegner spielen und das kann nicht gerade als Vergnügen bezeichnet werden, denn Pings jenseits der 1000 ms gehören da leider zur Tagesordnung. Damit wird das Ganze unspielbar. Man muss sehen, ob viele Europäer zu 'True Crime' greifen, denn dann könnte es ein wahres Multiplayerfest im LAN oder Internet werden. Super Sound Der akustische Teil des Spiels konnte wirklich überzeugen. Zwar gibt es in den Autos nicht die Möglichkeit den Sender zu verändern, doch unter anderem befinden sich Songs von Snoop Dog und Coolio unter den über 80 Tracks. Auch bei den Waffengeräuschen und beim Polizeifunk gibt es nicht den geringsten Grund zur Kritik. Alle Maschinengewehre, Shotguns und Pistolen hören sich exzellent and und sind klar unterscheidbar. Ebenfalls die Kommentare der Passanten, wenn man sie nach Diebesgut durchsucht oder verhaftet, konnten uns völlig überzeugen.Leider konnten wir in unserer Testzeit lediglich gegen amerikanische Gegner spielen und das kann nicht gerade als Vergnügen bezeichnet werden, denn Pings jenseits der 1000 ms gehören da leider zur Tagesordnung. Damit wird das Ganze unspielbar. Man muss sehen, ob viele Europäer zu 'True Crime' greifen, denn dann könnte es ein wahres Multiplayerfest im LAN oder Internet werden. Super Sound Der akustische Teil des Spiels konnte wirklich überzeugen. Zwar gibt es in den Autos nicht die Möglichkeit den Sender zu verändern, doch unter anderem befinden sich Songs von Snoop Dog und Coolio unter den über 80 Tracks. Auch bei den Waffengeräuschen und beim Polizeifunk gibt es nicht den geringsten Grund zur Kritik. Alle Maschinengewehre, Shotguns und Pistolen hören sich exzellent and und sind klar unterscheidbar. Ebenfalls die Kommentare der Passanten, wenn man sie nach Diebesgut durchsucht oder verhaftet, konnten uns völlig überzeugen.