True Crime 2: New York City

Was zeichnet einen Ex-Gangster aus, der sich plötzlich auf Seiten der Polizei widerfindet? Richtig, seine Methoden sind teilweise recht ungewöhnlich. Dafür machen sie erheblich mehr Spaß als konventionelle Polizeiarbeit. Das gilt auch in True Crime: New York City. Marcus Reed, seines Zeichens Sohn

eines der größten Unterweltbosse New Yorks und mittlerweile ein Cop, zieht auf der Suche nach den Mördern seines Förderers durch die Straßen von Manhattan und ist dabei alles anderes als zimperlich.

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True Crime: New York City - Als abtrünniger Straßencop unterwegs auf den Straßen von New York

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Doch immer schön langsam: Die Geschichte beginnt damit, dass auf Marcus und seinen Vater Isaiah ein Mordanschlag verübt wird. Dieser scheitert jedoch, und die beiden Gangter tun das, was man von ihnen erwarten würden: Sie üben Rache. Wie das aussieht, kann sich wohl jeder vorstellen. Jedenfalls ist weder von der Bande selbst noch von deren Unterschlupf nach den "Aufräumarbeiten" viel übrig.

Vom Gangster zum Bullen
Fünf Jahre später ist Marcus Cop, sein Vater sitzt im Knast. Ein Freund der Familie hat Mr. Reed Junior geläutert und auf den rechten Weg gebracht. Doch dieser Freund und Gönner ist unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen.

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Und so macht sich Marcus auf den Weg, herauszufinden, was tatsächlich mit seinem Freund passiert ist. Seine privaten Ermittlungen laufen dabei parallel zur "normalen" Polizeiarbeit. Während seinen Ausflügen durch das riesige Manhattan beobachtet ihr immer wieder Überfälle, Diebstähle und andere wenig gesetzestreue Szenen. Die Beteiligten sollten natürlich schnellstmöglich verarztet werden.

Starke Geschichte
Während diese kurzen Aufgaben hauptsächlich zur Atmosphäre beitragen und meist recht fix zu lösen sind, sieht dies bei den ausgedehnteren Nebenmissionen schon ganz anders aus. Als Cop habt ihr natürlich einen Boss, von dem ihr eure Aufträge bekommt.
Beispielsweise müssen eine Reihe illegaler Straßenrennen bzw. Kämpfe aufgeklärt werden. Dazu müsst ihr euch zunächst Zugang zur Szene verschaffen. Selbstverständlich habt ihr es aber mit misstrauischen Kameraden zu tun, die nur durch Taten zu überzeugen sind. Also klemmt ihr euch hinters Steuer oder steigt in den Ring, um einige Rennen bzw. Kämpfe zu absolvieren und schließlich die Drahtzieher festzunageln. Euer Chef gibt euch während der Missionen ständig Feedback über den Stand der Ermittlungen. All diese trägt dazu bei, dass der Spieler tatsächlich das Gefühl bekommt, seinen Job als Polizist zu erledigen. Dadurch wirken diese Nebenmissionen nicht "aufgesetzt" sondern sind stimmig in den Gesamtrahmen eingebunden.

Bei aller Abwechslung darf aber natürlich nicht die eigentliche Geschichte aus den Augen verloren werden. Schließlich gilt es, Licht in die mysteriösen Umstände zu bringen, die zum Tode von Marcus' Freund geführt haben. Missionen, die diesen Handlungsfaden weiterspinnen, laufen meist nach

einem recht ähnlichen Muster ab: Ihr müsst in ein bestimmtes Gebäude eindringen, den bösen Buben den Garaus machen und schließlich den Anführer der jeweiligen Bande verhören. Auch wenn True Crime: New York City bei diesen Missionen nicht an die Vielfalt eines GTA heranreicht, kommt dennoch keine Langeweile auf.

Sing endlich!
Bei den Verhören kommt es darauf an, den Gegenüber auf dem richtigen "Stressniveau" (angezeigt durch eine Art Schieberegler) einzupendeln. Dazu stehen euch verschiedene Optionen zur Verfügung, die das Stressniveau des Verhörten erhöhen oder senken. Schläge mit Waffe beispielsweise schüchtern euer Opfer ein und erhöhen damit den Stress, Bitten um Kooperation dagegen bewirken das Gegenteil.

Schafft ihr es drei Mal hintereinander, den Regler auf die richtige Position zu bewegen, packt der Gangster aus. Ein sehr cooles System! Leider ist oft relativ leicht, ohne Fehlversuche alle drei Runden zu bestehen.

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Schafft ihr es dennoch nicht, die Fiesnicks zum Auspacken zu bringen, könnt ihr euch die gleiche Information auch über eine Nebenmission verdienen. Dazu sucht ihr einfach einen der Gangsterbosse auf und erledigt für ihn einen kleinen Auftrag. Als Gegenleistung gibt's dann den ersehnten Info-Happen. Diese Alternativ-Missionen sind allesamt cool gestaltet und lassen sich auch dann spielen, wenn ihr das Verhör erfolgreich abgeschlossen habt.

Ich hau dich um!
Das Kampfsystem wurde stark verbessert. War beim Vorgänger noch pixelgenaues Zielen erforderlich, um im Nahkampf nicht am Gegner vorbei zu schlagen oder zu treten, genügt jetzt die ungefähr richtige Ausrichtung.

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Das spart viel Frust und lässt das Gameplay um einiges flüssiger werden. Auch das bereits aus True Crime bekannte Upgrade-System hat sinnvolle Verbesserungen erfahren. Neue Nahkampftechniken, verbesserte Schussgenauigkeit und ähnliches lassen sich ganz einfach in speziellen Shops einkaufen bzw. durch das Erreichen eines entsprechenden Polizisten-Ranges freischalten. Dieser Rang steigt durch das erfolgreiche Erfüllen von Missionen - außerdem wächst euer Gehalt analog zum Dienstgrad.

Gut oder Böse?
Wie von True Crime bekannt, dürft ihr auch dieses Mal wahlweise den bösen oder den guten Cop mimen.Die Auswirkungen auf die Storyline sind allerdings deutlich begrenzter als beim Vorgänger. Das ist auch gut so, denn die gesamte Geschichte wirkt so viel eher stimmig und wie aus einem Guss. Trotzdem wird euch mitgeteilt, wie ihr euch momentan verhaltet. "Böse" Aktionen wirken sich natürlich weiterhin aus: Wer eine Gruppe Passanten über den Haufen fährt, muss also weiterhin mit Verfolgungen durch die anderen Polizisten rechnen. Den Fortgang der Story beeinflusst das aber nicht.

Große Freiheit
Die Bewegungsfreiheit ist enorm. Um die Spieltwelt von Manhattan einmal komplett zu Fuß zu durchqueren, müsst ihr locker zehn Minuten oder mehr einplanen. Wers schneller mag, knackt entweder ein Auto oder fährt ganz gesetzestreu mit einem der vielen Taxis. Die Straßen sind gefüllt mit Fußgänger, außerdem sind viele Details wie Schilder zu entdecken.

Trotz erfreulich hoher Sichtweite hat True Crime: New York City auch auf der potentiell gefährdeten PS2 nicht mit Framerate-Problemen und Rucklern zu kämpfen.

Die Cut-Szenes sind liebevoll und packend gestaltet und treiben die Story prima voran.

Sound
Einmal mehr glänzt vor allem die englische Originalversion mit prominenten Sprechern. Unter anderem mit dabei: Laurence Fishburne, Mickey Rourke, Christopher Walken. Auch die deutsche Syncro geht aber vollends in Ordnung. Zusammen mit dem sehr guten Soundtrack hinterlässt der Sound insgesamt einen guten Eindruck.Die Auswirkungen auf die Storyline sind allerdings deutlich begrenzter als beim Vorgänger. Das ist auch gut so, denn die gesamte Geschichte wirkt so viel eher stimmig und wie aus einem Guss. Trotzdem wird euch mitgeteilt, wie ihr euch momentan verhaltet. "Böse" Aktionen wirken sich natürlich weiterhin aus: Wer eine Gruppe Passanten über den Haufen fährt, muss also weiterhin mit Verfolgungen durch die anderen Polizisten rechnen. Den Fortgang der Story beeinflusst das aber nicht.

Große Freiheit
Die Bewegungsfreiheit ist enorm. Um die Spieltwelt von Manhattan einmal komplett zu Fuß zu durchqueren, müsst ihr locker zehn Minuten oder mehr einplanen. Wers schneller mag, knackt entweder ein Auto oder fährt ganz gesetzestreu mit einem der vielen Taxis. Die Straßen sind gefüllt mit Fußgänger, außerdem sind viele Details wie Schilder zu entdecken.

Trotz erfreulich hoher Sichtweite hat True Crime: New York City auch auf der potentiell gefährdeten PS2 nicht mit Framerate-Problemen und Rucklern zu kämpfen.

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Sound
Einmal mehr glänzt vor allem die englische Originalversion mit prominenten Sprechern. Unter anderem mit dabei: Laurence Fishburne, Mickey Rourke, Christopher Walken. Auch die deutsche Syncro geht aber vollends in Ordnung. Zusammen mit dem sehr guten Soundtrack hinterlässt der Sound insgesamt einen guten Eindruck.