Tron 2.0 (PC-Test)
(von Carsten Görig)

Von der Kritik wurde er mäßig euphorisch aufgenommen, aber die Fans liebten den Streifen. Der Film »Tron« sprach der ersten Generation von Computer-Nerds aus der Seele: Im Inneren eines PCs geht es nicht anders zu als in der richtigen Welt - es sieht nur etwas anders aus.

Programme verhalten sich menschlich, und der Unterschied zwischen einer Leiterbahn und einer Straße ist allein ein optischer. Ähnliches gilt für das Spiel »Tron 2.0«: Das nämlich ist ein ziemlich reinrassiger Ego-Shooter - der nur etwas anders aussieht.

Die Story des Spieles knüpft an den Film an. Tron ist ein Sicherheitsprogramm, mit dessen Hilfe ein digitalisierter Mensch eine gefährliche Künstliche Intelligenz namens MCP besiegte.

Zwanzig Jahre nach diesem ersten Einsatz steht wieder Unheil an. Der ominös betitelte Konzern »Future Control Industries« übernimmt die Firma von Alan Bradley, dem Erfinder von Tron. Kurz darauf verschwindet dieser spurlos. Sein Sohn Jet, ein begabter Programmierer und begeisterter Videospieler, wird von einem Programm namens Ma3a in das Datennetz der Firma eingesogen.

Ein außergewöhnlicher Farbenrausch
Wenig überraschend, dass das Ziel des Spielers die Rettung von Alan Bradley und der Kampf gegen Future Industries und dessen Datenpakete und Helferprogramme ist. Überraschender ist die Optik, mit der sich »Tron 2.0« wohltuend von allen auf Realismus bedachten Spielen abhebt.

Die Visualisierung von Leiterbahnen, Festplatten und Prozessoren ist ein außergewöhnlicher Farbenrausch, der aber seinen Tribut von der Hardware fordert. Wer mit schlappen 256 MB Arbeitsspeicher, einem 2 MHZ Prozessor und einer GeForce 4-Karte unterwegs ist, hat nur mit geringen Details und einer Auflösung von 800 mal 600 die Chance, ab und an ein flüssiges Spiel hinzubekommen.

Happiger Schwierigkeitsgrad
Störender noch ist der happige Schwierigkeitsgrad. Selbst auf leichtester Stufe können etwas aus der Übung gekommene Ego-Shooter-Spieler mit einem etwa zwanzigsekündlichen Nachladen rechnen. Zu viele Gegner, eine ungenaue Steuerung bei Sprüngen oder ein Level-Design, bei dem schwarze Flächen mal betreten werden können, mal direkt in die Papierkorb führen, erzeugen sehr schnell ein erhebliches Frustpotential. Dummerweise ist das schnelle Nachladen »Tron 2.0« nicht in den Code gelegt worden, weshalb der Ladebildschirm leicht das am
häufigsten gesehene Motiv des Spieles werden kann.

Gut getarnter Ego-Shooter
»Tron 2.0« spielt sich trotz aller Versuche, es zu verbergen, wie ein normaler Ego-Shooter. Als Hauptwaffe gegen die feindlichen Codes dient eine Diskusscheibe, die mit zusätzlichen Programmroutinen aufgepeppt werden kann. Diese finden sich in verschiedenen Behältern oder können den Gegner abgenommen werden. Als weitere Waffen stehen die Abwandlung eines Sniper-Gewehrs und ein elektrischer Stab für den Nahkampf zur Verfügung.

Nicht fehlen darf die Suche nach Schaltern und Schlüsseln. In »Tron 2.0« nennen sich diese Genehmigungen. Zu finden sind sie bei gelöschten Gegnern und in Datencontainern.

Die Sache mit den Lichtrennen
Als einzige Abwechslung im Gameplay gibt es an bestimmten Punkten des Spieles so genannte Lichtrenner-Wettbewerbe.

Tron 2.0 - Ist die Umsetzung zum Filmklassiker TRON gelungen?

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Lichtrenner sind Motorräder, mit denen das am Handy so beliebte »Snake« gespielt wird. Leider spielt es sich auch ungefähr so spannend wie am Mobiltelefon - nur die Übersicht über das Spielfeld ist schlechter. Durch den ersten Patch können diese Rennen dankenswerter Weise übersprungen werden.

Packshot zu Tron 2.0Tron 2.0Erschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

Leider tritt dann aber nach dem zweiten Rennen ein Bug auf, der verhindert, dass das Spiel zu Ende gespielt werden kann. Vielleicht kommt noch ein Patch, der den Patch patcht, um im Jargon von »Tron 2.0« zu bleiben.

Schlechte Übersetzung
»Da kämpft ja ein Zinseszins-Programm besser« ist ein Ausspruch, der als Kalauer nicht schlimm ist, aber in großer Häufigkeit nervt.

Auch die sonstige Übersetzung ist hart an der Grenze zum wirklich Unlustigen und eher Belastungstest für die Nerven, als eine Bereicherung der Atmosphäre.Kenner der englischen Version berichten von deutlich höherem Spaß bei den Kommentaren und Dialogen. Leider sind diese bei der deutschen Version trotz Lieferung auf DVD nicht vorhanden.

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Tron 2.0 - Ist die Umsetzung zum Filmklassiker TRON gelungen?

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