"Eher ein großes Addon als ein richtig neues Total War, dafür aber qualitativ und optisch vom Feinsten. Für Fans der Reihe daher ein Muss!" - Benedikt Plass-Fleßenkämper

Das ging aber schnell! Das war mein erster Gedanke, als ich vom zweiten Teil der Total War: Warhammer-Reihe hörte – nur knapp 18 Monate nach dem Release des ersten Spiel sollte ein zweites folgen. Und die Skepsis war nicht unbegründet: Nach einem richtigen zweiten Teil mit zahlreichen Neuerungen und Spielfeatures fühlt sich das Spiel nicht an, die Änderungen sind eher im Detail zu finden und haben keinen extremen Einfluss auf das bekannte Spielprinzip der Serie. Und so wird es erfahrenen Generälen im Total-War-Reich wohl eher wie ein üppiges Addon vorkommen, was Creative Assembly ihnen da als neues Spiel serviert. Das ändert allerdings nichts an der Qualität, die ist ungebrochen hoch. Und für Neulinge haben sich die Macher tatsächlich ein wenig mehr mit Tipps ins Zeug gelegt als früher.

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Pro

  • Grafisch eine Wucht
  • Vier sehr unterschiedliche spielbare Völker
  • Lange Kampagne mit mehreren Siegmöglichkeiten
  • Gut anpassbarer Schwierigkeitsgrad für jedes Können

Contra

  • Im späteren Spielverlauf manchmal langatmig
  • Für ein eigenes Spiel etwas wenig Neues

Grafik

Besser hat ein Total War noch nicht ausgesehen: Die Völker machen in der Schlacht alle eine gute – oder eben hässliche – Figur und auch die Kampagnenkarte ist wunderschön. Hier stimmt optisch einfach alles und sorgt so für genau das richtige Warhammer-Gefühl beim Spielen.

Sound

Die Klangkulisse bietet hier mehr als nur Schlachtenlärm. Die Musik, die bei den Hochelfen beispielsweise deutlich an den Soundtrack von Der Herr der Ringe erinnert, sorgt für eine Stimmung, die das Spielen der edlen Spitzohren gleich noch viel epischer macht. Hier haben Komponist und Sounddesigner einen tollen Job gemacht.

Gameplay

Das einzigartige Total-War-Spielerlebnis wird einfach nicht schlecht. Runde um Runde seinen Einfluss auf der Karte zu vergrößern und wahlweise große Schlachten mit eigener Hand über Stunden oder per Knopfdruck in einer Sekunde zu beenden, übt auf Strategiefans immer noch einen unwiderstehlichen Reiz aus. Aber etwas mehr Neuheiten hätten es für einen zweiten Teil schon sein dürfen.