Was sollen wir nur machen, bis Diablo 3 eines Tages erscheint? Diablo 2 zocken natürlich! Oder man greift zur Konkurrenz, die bereits mit den Hufen schart und in die Fußstapfen des großen Rivalen treten will. Runic Games brachte im vergangenen Jahr beispielsweise das Hack n' Slay Torchlight an den Start, das durchweg positive Kritiken einheimste.

Nun wurde für das Frühjahr 2011 der Nachfolger angekündigt, der ein entscheidendes Feature besitzen wird, das dem ersten Teil abging: einen Multiplayer-Modus. Doch auch wenn es die wichtigste Neuerung darstellt, ist es noch lange nicht das einzige bemerkenswerte Feature.

Torchlight 2 - Gamescom 2011 Interview mit Max Schaefer5 weitere Videos

Komplikationsloses Matchmaking

Es liegt aber auf der Hand, dass Produzent Max Schaefer, der als ehemaliger Blizzard- und Flagship-Mitarbeiter beispielsweise an Diablo und Mythos gearbeitet hat, seine Gamescom-Präsentation mit dem Fokus auf den Mehrspielermodus beginnt. Schließlich handelt es sich um die wichtigste Neuheit bei Torchlight 2, das zunächst als digitaler Download veröffentlicht werden soll.

"Wir wissen noch nicht, wie viele Spieler tatsächlich gleichzeitig spielen werden können. Alles zwischen zwei und acht ist vorstellbar, ich persönlich tendiere aber eher zu einer maximalen Anzahl von vier Spielern", erzählt Schaefer auf gamona-Nachfrage, ohne sich auf eine konkrete Aussage festzulegen. Dass es insgesamt vier Klassen geben wird, die alle neu sind, mag aber jedoch als ein richtungsweisender Indikator dienen.

Torchlight 2 - Startschuss zur Massenhysterie

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Bilder zu Teil zwei gibt es noch keine - macht aber nichts: Optisch werden sich beide Spiele stark ähneln.
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Die Spielverbindung wird lokal über Peer-to-Peer-Matchmaking vollzogen, das euch die Möglichkeit bieten wird, die vielen neuen Dungeons und Gebiete entweder gemeinsam mit Freunden zu erleben oder online mit neuen Bekanntschaften ähnlicher Levelbereiche kooperativ zu durchstreifen. Abhängig von der Anzahl der Mitstreiter wird selbstverständlich auch die Fantasywelt skaliert: Je mehr und stärkere Spieler an der Sitzung teilnehmen, desto zahlreicher und mächtiger die Monster, mit denen ihr euch anlegen müsst.

Am grundsätzlichen Spielablauf und der typischen Genre-Steuerung hat es im Vergleich zu Teil 1 praktisch keinerlei Veränderungen gegeben, man hat am Erfolgsrezept festgehalten. Noch immer streift die eigene Spielfigur durch hübsch textuierte Landschaften und metzelt alles ab, was nicht bei drei außer Reichweite flieht. Doch halt, eigentlich rennt alles auf euch zu, statt weg - also töten ihr eben alles!

Torchlight 2 - Startschuss zur Massenhysterie

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Das UserInterface wird überarbeitet - "Torchlight 2" wird also noch bedienerfreundlicher.
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Oberflächliche Anpassungen wurden jedoch am Userinterface vorgenommen, das nun eine deutlich intuitivere Bedienung bietet und dank erhöhter Übersichtlichkeit schnelleren Zugriff auf alle benötigten Funktionen erlaubt, grundsätzlich aber im Stil sofort an den lieb gewonnenen ersten Teil erinnert. Torchlight 2 wird sogar einige kosmetische Einstellungen an den vier neuen Klassen (u. a. Railman=Nahkämpfer und Outlander=Fernkämpfer) ermöglichen, womit das Aussehen, Geschlecht oder auch Skillrichtung des eigenen Recken mit wenigen Klicks individualisiert werden kann. Alchemist, Destroyer und Vanquisher (die drei Klassen aus dem Vorgänger) werden übrigens als NPCs eine Wiederauferstehung erleben.

Mehr Pets, mehr Städte, mehr alles

Auch diesmal wird wieder ein Pet an eurer Seite sein, das jedoch - so verspricht man uns - deutlich weniger fehleranfällig sein soll. Die ständigen Begleiter sind nicht nur unsterblich, leveln gemeinsam mit der Hauptfigur auf und lernen dabei neue Fertigkeiten, mit denen sie euch im Kampf unterstützen. Sie rennen auf Wunsch auch zum nächstgelegenen Händler zurück, um nicht benötigte Gegenstände automatisch zu verkaufen und damit das Inventar zu entlasten.

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"Torchlight 2" wird sehr viel mehr Random Dungeons bieten. Neben der Hauptquest gibt es also viel Beschäftigung.
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Anders als zuvor wird das Abenteuer nicht auf eine größere Location beschränkt sein, denn Torchlight 2 wird etwa vier unterschiedliche Städte mit zig neuen Random-Dungeons und viele Zufalls-Arealen außerhalb der Ortschaften bieten, die alle über spezielle Terrainarten und Artdesigns wie Wüsten, Eislandschaften und Dschungel verfügen. Die Anzahl von Quests, NPCs, Dialogen und Händlern wurde ebenfalls deutlich erweitert, sodass die Welt einen lebendigeren, dynamischeren Eindruck hinterlässt. Es wird darüber hinaus auch ein Wettersystem und einen Tag-Nachtzyklus mit jeweils besonderen Events geben. Dass es überall Tonnen an neuen Monstern und Items gibt, muss eigentlich kaum erwähnt werden.

Die Community hat einen Mehrspielermodus gefordert und sie wird ihn bekommen!Ausblick lesen

Freuen dürfte sich die Torchlight-Gemeinde jedoch abermal über den uneingeschränkten Modding-Support, der auch die Fortsetzung des Dungeon Crawlers bereichern wird. Runic Games wird zu diesem Zweck eine aktualisierte Version des TorchEd-Editors veröffentlichen, mit dem nicht nur praktisch alle Inhalte verändert werden können. Diese angepassten Versionen können zudem von allen Spielern heruntergeladen und gemeinsam gespielt werden. Kontinuität ist auch im Bereich der Technik und der Hardware-Performance angesagt. Trotz der vielen hübschen Effekte und der ansehnlichen Spielwelt soll Torchlight 2, das sich übrigens seit 16 Monaten in Entwicklung befindet, auch auf älteren Rechnern problemlos und flüssig laufen. In unserer Demosession gab es jedenfalls nicht die geringsten Ruckler.

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Trotz schickerer Effekte wird Teil 2 ebenso wenig hardwarelastig wie sein Vorgänger.
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Spielern, die das Ende erreicht haben oder einfach nur Ausspannen wollen, bietet Torchlight 2 zwei Möglichkeiten: Zum einen wird es einen "Rentenmodus" geben, nach dem die Spielfigur zwar nicht mehr eingesetzt werden kann, dafür der nächste Charakter aber einige spezielle Boni und Fertigkeiten erhält. Wer sich bei all der Monsterhatz vielleicht nur ein wenig entspannen will, kann sich zum anderen darüber freuen, dass das Fischen erneut mit an Bord ist. Natürlich bietet dieser "Ausgleichssport" auch die Chance, einige interessante Gegenstände abzustauben.