Autor: Anja Rudlaff

Und wieder einmal werden wir mit der Rückkehr einer Legende beglückt. Diesmal handelt sich um den Altmeister des Skatens. In »Tony Hawk´s Downhill Jam« geht es - wie schon der Titel vermuten lässt - beständig bergab. Das mussten wir uns natürlich genauer ansehen.

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Mit dem Handheld auf Welttournee
Wer nicht das nötige Kleingeld hat, sich Anfang Dezember mit der neuen Wii und dem entsprechenden Skating-Titel einzudecken, dem bieten sich Alternativen im handlichen Format. Denn bereits im November gibt es Versionen für den NDS und auch den GBA käuflich zu erwerben. Hier könnt ihr schon mal ordentlich Fahrt aufnehmen und euch innerlich auf ein völlig neues Skate-Erlebnis einstellen.

Tony Hawks Downhill Jam - Skaten auch im kalten Winter - der Tony machts möglich!

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Grinden bis das Board glüht!
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Tony Hawk ist mal wieder auf der Suche nach jungen unverbrauchten Talenten, um sein Team wiederzubeleben. Was auf den skate-begeisterten Spieler wartet, sind in erster Linie natürlich die zahlreichen Stationen der Welttournee, deren sechs Locations wie der Kilimandscharo, Edinburgh oder Rio der Reihe nach freigespielt werden müssen. Nach Erstellung seines Charakters mit Auswahl der Frisur, Klamotten und sonstigen Attributen muss man sich eigentlich nur noch entscheiden, welchen der beiden Schwierigkeitsgrade man wählt. Für Anfänger findet sich ein Trainingsprogramm, in dem Tony in knackig comichafter Aufbereitung Moves und deren Tastenkombos wie Ollie, Grabs, Flips und Grinds erklärt. Für erfahrene Spieler gibt es natürlich eine Variante mit schwierigeren Herausforderungen und komplizierteren Moves.

Die Downhill-Szene von San Francisco bietet anfangs die optimale Location für die wilden Jagden bergab. Hier müssen dann auch gleich die ersten Prüfungen bestanden werden, in denen die erlernten Tricks zur Anwendung kommen. Für bestandene Prüfungen gibt es Medaillen und Punkte. Unterwegs werden zahlreiche virtuelle Dollars eingesammelt, für die man sich im Shop mit neuen Designs, Characters und Boards eindecken kann. Außerdem gibt es noch Boosts, mit denen sich Spezialtricks ausführen lassen, sobald das Schädel-Symbol auf dem Touchscreen erscheint.

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Hübsche Gegend und alles so farbenfroh.
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Außer dem Hauptspielmodus gibt es noch die Jam Session, wo man neue High Scores und damit mehr digitale Kohle für den Kaufrausch im Skateshop erarbeiten kann. Außerdem dürft ihr euch unter »Schnelles Rennen« mit bis zu drei Gegner wilde Bergabrennen liefern. Wer nur so durch die Gegend kajohlen möchte, kann dies unter »Skate for Fun« tun. Hier gibt es nur den Haken, dass ihr die Locs erst freispielen müsst. Und zu Guter letzt sei noch mal auf die Trainingskurse hingewiesen, wo ihr beim Altmeister persönlich die virtuelle Skatebank drücken dürft.

Bis auf Letzteren existieren diese Modi auch auf dem GBA. Als kleine Entschädigung für die nicht vorhandenen Multiplayer-Möglichkeiten gibt es auf der Welttournee insgesamt neun Locations zu bewältigen, wo es euch unter anderem nach Rom, Hongkong und in die Ruinen von Machu Pichu verschlägt.

Lobenswert beim DS ist außerdem der Multiplayer-Modus, mit dem bis zu acht Spieler mit eigener DS-Cartridge lokal gegeneinander antreten können. Per WiFi sind natürlich auch unterschiedliche Multiplayer-Modi ausführbar.

Skaten im Comicstil mit cooler Begleitmucke
Beide Game-Varianten wurden in einem coolen 2D-Comiclook umgesetzt, wobei die Strecken auf dem DS natürlich wesentlich detailfreudiger ausgestattet sind. Hier kann man sich auch aufgrund einer für den DS flotten Engine über wesentlich mehr Speed beim Herabsausen freuen. Die Geschwindigkeitsentwicklung beim GBA ist nicht mal als schnittig zu bezeichnen. Surroundings werden zumeist als polygonale Formen mit einer gewissen Detailarmut dargestellt. Auf dem NDS hingegen bringt auch das just-for-fun-Skaten Spaß, wenn man sich ein bisschen in der Gegend umschauen will. Die Bedienung über Steuerkreuz und Tasten wurde sinnvoll umgesetzt und wirkt nicht überladen.

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Wer braucht Frischluft unterm Schottenröckchen?
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Leider werden die DS-Features nur selten genutzt. Die Touch-Screen-Funktion kommt eigentlich nur beim Kreieren von Logos und Auslösen einiger weniger Befehle wirklich zur Anwendung. Ansonsten dient der Screen als Karte mit Hinweisen zum Streckenverlauf, während die gesamte Action auf dem Topscreen stattfindet. Aber immerhin besteht die Möglichkeit, seinen ureigenen Schrei des Unmuts über ungewollte Sturzlandungen per Mikro und Aufnahmefunktion ins Spiel zu integrieren. Und die Beschallung durch rockige bis punkige Songs auf dem DS ist äußerst gut gelungen.

Was den GBA anbetrifft, wurde hier andere Musik gewählt, die die Spielstimmung weit weniger unterstützt. Skate-Geräusche, Sturzsounds und unflätige Unmutsbekundungen wiederum sind in beiden Versionen passabel gestaltet. Da der gute Mann ja aus den Staaten kommt, gibt es natürlich nur eine gut verständliche Sprachversion auf Englisch, die aber unter anderem auch in einer deutschen Textversion abrufbar ist.