Autor: Anja Rudlaff

Nach einer längeren Verjüngungskur ist er zurückgekehrt, der feuchte Traum eines jeden Zockers: Lara Croft. Und damit nicht genug! Jetzt gibt es die Mutter aller Adventures für alle Konsolen, Handhelds und bestimmt auch bald als Klingelton. Wie sich die Dame des britischen Bagatell-Adels durch die Level der Handheld-Generationen turnt, haben wir im folgenden Test betrachtet.

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Klettermaus mit gestrafften Konturen
In Lara Crofts neuestem Abenteuer verschlägt es sie abermals in zahlreiche unentdeckte Gräber und Gruften. Auf der gefahrenvollen Suche nach einem Schwert, mit dessen Hilfe die gesamte Menschheit vernichtet werden könnte, begegnet sie schießwütigen Gegnern, muss Rätsel lösen und Artefakte sammeln. Mit alten und neuen Special-Moves und technischen Gimmicks löst Lara Aufgaben in sieben Ländern des Erdenrunds, darunter auch Japan, Ghana und Kasachstan.

Tomb Raider: Legend - Eine Legende turnt sich durch die Gruft - und Nintendos Handheld-Konsolen.

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Gut abgehangen…
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Auf dem DS erfreuen uns die Entwickler mit einem kleinen, aber nett gemachten Filmchen über die traumatischen Kindheitserinnerungen unserer Protagonistin. Beim GBA hat es immerhin für eine Art Comic-Strip gereicht, in dem Dialogfelder per A-Knopf aufgerufen werden. Auf diese Weise in das Geschehen eingeführt, gelangt der geneigte Spieler auf das Hauptmenü, das zwischen fünf Sprachen wählen lässt und drei Speicherplätze zur Verfügung stellt. Natürlich könnt ihr eurem Spiel, sprich Speicherplatz, einen klangvollen Namen verpassen, und schon geht sie los, die wilde verwegene Fahrt.

»Lara Croft - Tomb Raider: Legends«, wie das Spiel in seiner vollen Länge heißt, will uns mit neuen Abenteuern in die wunderbare Welt der antiken Schätze und Geheimnisse entführen. Die mutter- und mittlerweile auch vaterlose Klettermaus hat sich dazu ihre Körperkonturen straffen lassen und hüpft, strampelt und springt behände über geschickt angeordnete Kletterstangen, Lianen und Felsformationen.

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Können diese Ärmchen hangeln?
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Zahlreiche Artefakte säumen die Ränder ihres Weges, der nicht immer eindeutig zu erkennen ist. Zwischendurch plättet sie ihre Gegner gekonnt mit wenigen aber wirkungsvollen Schüssen. Hierzu könnt ihr nach Wahl der Waffe zwanglos mit dem Touchpen auf den sich nähernden Unhold pieken, und schwupps, schon ist er auf dem Weg von der virtuellen in eine andere, vielleicht bessere Welt. Ein weiteres nützliches Werkzeug ist der Magnethaken, der per Tastendruck zum Einsatz kommt. Mit ihm kann man lästige metallene Gegenstände aus dem Weg ziehen und sich das Überwinden von größeren Abgründen erleichtern. Über die Kombination von Steuerkreuz und den anderen Tasten kann man seine Ringelmietze natürlich auch schwimmen, laufen und kriechen lassen.

Unter Extras lassen sich die bereits freigespielten Missionen dann nochmal unter Zeitdruck bewältigen. Zusätzlich gibt es noch Minispiele, Videos, Cheats, Charaktere und Entwürfe gegen das entsprechende Kleingeld der virtuellen Art.

Was gibt es sonst noch zu sagen? Ach ja, Multiplayer ist nicht. Dafür könnt ihr aber gegen digitale Münze mit anderen Spielern besondere Artefakte, neue Outfits und ähnliches austauschen, wenn diese es dann freiwillig rausrücken.

Weiterhin hat man unter Optionen die Möglichkeit, sich des auf Dauer nervigen Hintergrundsounds zu entledigen. Dies ist vor allen Dingen bei der GBA-Version dringend zu empfehlen. Und ihr könnt hier die Soundeffekte ein- oder ausstellen sowie die Mitwirkenden dieses Machwerks bewundern.

Nix für Konsolen-Luxusgeschöpfe
Wer durch die PC- oder Konsolen-Lara verwöhnt wurde, wird sich verwundert die Augen reiben. Natürlich kann ein kleiner Kasten Marke Handheld nicht die rechnerische Leistung eines ausgewachsenen Geräts bringen. Aber ein bisschen mehr optische Leckerbissen statt Pixelansammlungen, besonders auf dem GBA, hätten es dann doch sein dürfen.

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Aaaahuahuahuaaaa!
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Immerhin kann die kletterfreudige Dame gekonnt ihren Zopf schwingen, hat gelernt wie man von Ast zu Ast, äh, hüpft, und Waffen kann sie auch schon halten. Dass der Lara-Lady dabei zuweilen die Puste ausgeht, kann man an der ausgeprägten Atemtechnik einer nicht weniger unbekannten Tennisdame erkennen. Items liegen zumeist achtlos am Wegesrand, die Gegner sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Neckische Idee am Rande: Hat man erstmal die Waffe ausgewählt, lassen sich die Buhmänner auch mit Hilfe des Touchpen relativ problemlos in den Asphalt respektive Boden einmassieren.

Ansonsten gibt es schon mal Ungenauigkeiten in der zielsicheren Sprungkraft von Lara-Baby, sprich: Die ansonsten gelungene Steuerung ist halt nicht immer zuverlässig, sodass die Schnecke dann doch von Zeit zu Zeit in den Abgrund verschwindet. Und das alles passiert auf dem Topscreen, während auf dem Touchscreen ein Überblick auf die ausstehenden Missionen sowie die bereits ergatterten Artefakte und Waffen gewährt wird. Musikalisch wird nicht viel geboten. Auf dem GBA ist die Hintergrundmucke geradezu unerträglich. Geräuscheffekte sind so lala, und eine Sprachausgabe ist schlichtweg nicht vorhanden. Das Mikro kommt in Minigames zum Einsatz.