Tom Clancy’s HAWX 2 – Test

PS3 | XBox 360

Do legst di nieda: So a Schweinshawxn hast a no nia ned gsehn!

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von Nedzad Hurabasic, 06. September 2010 15:00 Uhr

Wenn’s am Konsolenhimmel so richtig knallt, zeigte sich in der Vergangenheit dafür meist die Ace-Combat-Reihe verantwortlich, die im Bereich der Arcade-Flugsimulationen nahezu konkurrenzlos war. Bis vor eineinhalb Jahren Tom Clancy‘s H.A.W.X. aus den Wolken schoss, äußerst zugängliche Luftkämpfe und eine schicke Optik zu bieten, aber auch unter generischen Missionen sowie einer hanebüchenen Story zu schlottern hatte. Der zweite Teil soll jetzt die qualitative Lücke zum Genre-Vorreiter schließen.

Teil zwei ist abwechslungsreicher und spielerisch anspruchsvoller, weicht aber von der bekannten Linie insgesamt nur wenig ab.FazitDoch eines vorweg: In Sachen Handlungsdesign leidet das Ubisoft-Werk nach wie vor unter einem großen Problem. Die Geschichte um eine geklaute russische Atomwaffe hat nun bereits einen ewig langen Bart. Sie wird auch nicht verständlicher, wenn in – gefühlt - jeder Mission neue Protagonisten eingeführt werden und somit keinerlei Identifikation mit den Helden möglich ist. Wer da gerade aus welchem Grund die feindlichen Jets zu explodierendem Metallschrott verarbeitet, ist am Ende eigentlich absolut egal. Emotionen? Null.

Screenshot zu: Do legst di nieda: So a Schweinshawxn hast a no nia ned gsehn!Immer wieder schicken euch die Militärstrategen auf gefährliche Nachtmissionen.

Dafür sorgen auch die technisch schwachen Zwischensequenzen, die mit erschreckend hölzernen Animationen und teils sogar äußerst pixeligen Bildern einen krassen Gegensatz zu der eher guten Grafik von H.A.W.X. 2 darstellen. Unverständlich, warum die Entwickler gerade an dieser wichtigen Stelle den Aufwand gescheut haben.

Mehr Abwechslung am Himmel

Es ist nämlich spür- und sichtbar, dass zumindest der Versuch unternommen wurde, im Vergleich zum Vorgänger eine Schippe draufzulegen und insgesamt mehr von allem anzubieten. Das betrifft beispielsweise die Missionsgestaltung, die im zweiten Teil deutlich abwechslungsreicher erscheint. Ihr beginnt eure Kampfaufträge in der Regel nicht mehr grundsätzlich in der Luft schwebend, vielmehr dürft ihr bei Start- und Landephasen häufig selbst zum Controller greifen. Die Flieger in die Luft zu bugsieren, ist nicht weiter schwierig, hier genügt ein Knopfdruck zum Starten der Maschine und schon geht’s über das Rollfeld ins Gefecht.

Die Landungen auf Flughäfen und Flugzeugträgern fallen für einen Arcade-Simulator erheblich anspruchsvoller aus, auf Wunsch lässt sich jedoch auch das ESR-Leitsystem zuschalten. Seine Bedeutung und Integration in den Spielablauf wurde - wie auch die des Off-Flugmodus - deutlich reduziert. Die technischen Unterstützungssysteme kommen nur noch sporadisch zum Einsatz. Beispielsweise beim Anflug auf das Tankflugzeug, das ihr nach einigen geglückten Aufträgen innerhalb eines Zeitlimits anfliegen müsst.

Screenshot zu: Do legst di nieda: So a Schweinshawxn hast a no nia ned gsehn!Im Tohuwabohu der Luftkämpfe die Übersicht zu behalten, ist gar nicht so einfach.

Die 20 Missionen sind insgesamt fordernder ausgefallen als im ersten Teil, befinden sich für Normalspieler teilweise hart an der Frustrationsgrenze. Während die Aufgabenvielfalt gestiegen ist, bewältigt ihr etwa Bombardements bei Nachtflügen, fangt aus Silos startende Raketen ab, an anderer Stelle unterstützt ihr mit eurem Jet Bodentruppen oder schützt den Kreml vor anrückenden Rebellen.

Immer wieder versetzt euch das Geschehen zudem an den Steuerknüppel ferngesteuerter Drohnen beziehungsweise an die unterschiedlichsten Geschütze hochspezialisierter Bomber - Call of Duty lässt grüßen. Diese Missionen sind jedoch entweder ein regelrechter Verfolgungs- und Abhörungs-Chillout aus luftiger Höhe oder arten in zielgerichtetes Zerstören im Stile von Missile Command aus. Anders dagegen die Fliegeraufträge, denn hier müsst ihr häufig mehrere Aufgaben gleichzeitig oder parallel erledigen und steht dabei oft noch unter Zeitdruck.

Kommentare 5
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ein bayer10.09.2010 05:06
@Atraxia: Die doppelte Verneinung ist im Bairischen nicht nur bekannt, sondern es ist sogar sehr üblich, und zwar einerseits um die Verneinung noch mal zu verdeutlichen oder um sie sogar noch zu verstärken.

Ansonsten muss ich zum Spiel sagen, das es mich wie schon der erste Teil nicht im geringsten reizt, es gibt (wesentlich) bessere Flugaction.
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AtraxiaAtraxia06.09.2010 22:58
Ned, du wirst lachen, aber selbst der eigene Dialekt ist echt schwer zu lesen...reden/verstehen kein Ding, aber lesen? puuh
wir haben da in unserer Wochenzeitung den Spezi, der schreibt immer so lustige Kurzgeschichten, also bis ich die paar Sätze da immer gelesen hab (und dann halt noch verstanden hab, muss das ja erst umwandeln)...das dauert. Komisch oder? Weil reden tu ich ja auch so, wie der schreibt, gell? :D
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NedNed06.09.2010 22:48
Zum Glück haben sie nicht den ganzen Text auf diese Weise umredigiert ;)
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SchnupsiSchnupsi06.09.2010 22:31
ja, die überschrift ist schon ganz witzig :D... schön gelacht habe ich, als ich das gelesen habe :D
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AtraxiaAtraxia06.09.2010 21:27
Also die Überschrift ist übel....
ok ich wohne auch im Bundesland Bayern, binaber Franken und glaube trotzdem, dass nicht mal die Weißwurstfresser eine doppelte Verneinung kennen (nia ned)....wobei *grübel*
ach mir doch egal, bin ja schon froh, dass nur die Überschrift so greisli is :p
Almechd!
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