Tokobot (PSP Review)
von Oliver Dombrowski

Vor langer Zeit lebte auf dem Kontinent Moritari eine erstaunliche Zivilisation mit einer hoch entwickelten Technologie. Durch ein "großes Unglück" brach über Bewohner von Marotari herein und löschte sie aus.

Die einzigen Hinterlassenschaften sind uralte Ruinen. Nach mehreren tausend Jahren schafft es eine neue Zivilisation, Moritari zu besiedeln. An die Technologie und Wissen der Ureinwohner kann sie jedoch nicht heranreichen. Da Legenden an die hochwertige Technologie der Ahnen erinnern, bilden sich Forscherteams.

Das bekannteste unter ihnen ist das Canewood-Labor, in dem unser junger Held Bolt arbeitet. Bereits im Alter von 16 Jahren gelingt ihm ein sensationeller Fund: kleine Roboter aus uralten Tagen, Tokobots genannt. Immer noch funktionsfähig und von Bolt scheinbar zum Leben erweckt, folgen sie ihm auf Schritt und Tritt. Auf der Suche nach dem mysteriösen Geheimnis der Tokobots macht sich Bolt auf die Reise, die alten Gemäuer der Ruinen zu erforschen.

Nicht nur die Prinzessin retten
Nach dem sehr überraschenden Intro geht es direkt los. Bolt wird vom Canewood-Labor in die uralten Ruinen geschickt, um Nachforschungen zu betreiben.

Kein einfaches Unterfangen, denn überall lauern Fallen und fiese Karakuri auf den jungen Forscher. Doch dank der Tokobots kann Bolt all diese Hindernisse meistern.

Tokobot - Eine alte Zivilisation und knuffige Roboter-Freunde. Lest was der innovative Jump and Run Hit taugt!

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Spielerisch ordnet sich Tokobot ohne Frage in die Jump&Run-Sparte ein. Allerdings ist der PSP-Titel innovativer und bietet größere Abwechslung, als wir es von den vielen 08/15-Vertretern des Genres gewöhnt sind. Nur durch geschicktes Einsetzen eurer sechs Roboter-Freunde könnt ihr das Spiel meistern. Ohne Teamwork läuft bei Tokoton praktisch gar nichts! Die Tokobots weichen Bolt nicht von der Seite, je nach Wunsch scheucht er sie in verschiedenen in V-, U- oder Kreis-Formationen durch die Gegend. Wechseln lassen sich diese ganz bequem per Knopfdruck - sofort ordnen sich die Kleinen an.

Lustige Polonaise und magnetische Freunde
Die drei Formationen sehen nicht nur niedlich aus. In jeder Formation sind die Tokobots in der Lage, eine bestimmte Aktion auszuführen. Vorher müssen sie sich jedoch alle brav an die Hand nehmen. Süß, oder?

Packshot zu TokobotTokobotErschienen für PSP kaufen: Jetzt kaufen:

Bei Druck auf die R-Taste packen sie ihren 16-jährigen Anführer und tragen ihn auf Wunsch durch die Gegend, stellen sich schützend um ihn oder bilden eine Kette. Ein zusätzliches Drücken der Viereck-Taste bewirkt dann die entsprechende Aktion der Bots.

Tokobot - Eine alte Zivilisation und knuffige Roboter-Freunde. Lest was der innovative Jump and Run Hit taugt!

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In der V-Formation ordnen sich die Freunde, wie bei einer Polonaise, hinter dem jungen Helden an. Halten sich alle fest, kann Bolt die sechs kleinen Tokos wie eine Peitsche über den Kopf schwingen, um Gegner platt zu machen. Diese Aktion hilft besonders effektiv gegen fliegende Gegner, da man an diese sonst nicht heran kommt. Allerdings erweist sich das Timing schwerer als gedacht. Doch nicht nur Gegner lassen sich in der V-Formation verprügeln. An vielen Stellen des Spiels, vor allem an Abgründen, befinden sich magnetische Balken. Da die Tokobots metallisch sind, haften sie prima an den besagten Streifen. So lassen sich Brücken und Leitern bilden, Abhänge sollten kaum noch ein Problem darstellen.

In der U-Formation stehen alle nebeneinander. Wenn sich Bolt und seine Freunde an den Händen nehmen, sieht dies nicht nur verdammt niedlich aus. Drückt man schnell nacheinander den Aktionsknopf, fangen alle zusammen an, wie ein Propeller herumzuwirbeln.Auch damit lassen sich effektiv Gegner durch die Gegend schleudern und Kisten zerstören. Doch Vorsicht, zu lange gedreht und den tapferen Forschern wird schwindelig. Im späteren Spielverlauf kann so außerdem ein Sturz aus luftigen Höhen abgefangen werden.

Befindet sich die Forscher-Gruppe in der Kreis-Formation, stellen sich die Tokobots schützend um Bolt. Hier wird sich dann nicht mehr an den Händen genommen, sondern Bolt auf die Schultern der kleinen Racker verfrachtet. Dank dieser Formation lassen sich Stampfangriffe auf die fiesen Karakuri durchführen und Schalter betätigen. Doch Vorsicht! Einige Karakuri tragen Helme mit Stacheln, auf die man besser nicht stampfen sollte.

Des Rätsels Lösung ist…?
Mit Hilfe der Formationen und jeweiligen Aktionen müssen nicht nur lästige Karakuri-Gegner abgewimmelt werden. Auch knifflige und fordernde Rätsel warten in den Ruinen der Vorfahren.

Tokobot - Eine alte Zivilisation und knuffige Roboter-Freunde. Lest was der innovative Jump and Run Hit taugt!

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Teilweise müssen drei oder vier Tokobot-Aktionen miteinander kombiniert werden, was großes Fingerspitzengefühl erfordert. Doch auch klassische Jump&Run-Rätsel sind dabei, beispielsweise das Verschieben von Kisten.

Wichtig ist, seine metallischen Freunde immer beisammen zu haben. Aktionen lassen sich nämlich immer nur mit vier oder mehr Tokobots durchführen. Stellenweise verliert man ein paar von den knuffigen Robotern aufgrund der etwas trägen Steuerung. Doch ein Druck auf die R-Taste schafft Abhilfe, nach ein paar Sekunden hat man dann alle Freunde wieder beisammen.Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, Karakuri-Kombinationen zu erschaffen. Die Tokobots nehmen dann eine völlig neue Form an und bilden beispielsweise einen Hammer, Kran, Bombenwerfer oder Schwertkämpfer. Doch diese speziellen Kombinationen erfordern den Verbrauch an zuvor eingesammelten Reliquien, die ihr in Kisten findet.

Einfach und doch schwierig
Tokobot ist nicht unbedingt etwas für die echten Pro-Gamer. Da es auch auf eine jüngere Zielgruppe ausgerichtet ist, wurde das Spiel entsprechend leicht gestaltet. Doch sollte man sich des Sieges nicht zu sicher sein. Stellenweise fordern die Rätsel zum kombinatorischen Denken auf und so manches Mal schaffen es die Karakuri doch, Bolt und seine Jungs zu erledigen. So wird Tokobot zum Spiel für die ganze Familie.

Etwas störend und hinderlich im Voranschreiten ist allerdings die nicht immer optimale Kameraperspektive. Mit den zwei oberen Knöpfen der PSP lässt sich die Kamera drehen.

Doch da sich diese nicht automatisch mit dem Spieler dreht, ist man quasi gezwungen, ständig die Perspektive selbst auf den gewünschten Stand zu bringen. Eine automatische Kamera hätte dem Spiel hier sicherlich gut getan.

Die Musik ist Geschmackssache. Sie ist passend zum Spiel sehr freundlich und lebendig gehalten. Wir sind der Meinung, dass man kaum eine bessere Wahl bei Tokobot hätte treffen können. Wer bei dem niedlichen Geräusch, das die Bots beim Ziehen von Kisten machen, nicht lachen muss, steckt wahrscheinlich auch kleine Hamster in die Mikrowelle.Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, Karakuri-Kombinationen zu erschaffen. Die Tokobots nehmen dann eine völlig neue Form an und bilden beispielsweise einen Hammer, Kran, Bombenwerfer oder Schwertkämpfer. Doch diese speziellen Kombinationen erfordern den Verbrauch an zuvor eingesammelten Reliquien, die ihr in Kisten findet.

Einfach und doch schwierig
Tokobot ist nicht unbedingt etwas für die echten Pro-Gamer. Da es auch auf eine jüngere Zielgruppe ausgerichtet ist, wurde das Spiel entsprechend leicht gestaltet. Doch sollte man sich des Sieges nicht zu sicher sein. Stellenweise fordern die Rätsel zum kombinatorischen Denken auf und so manches Mal schaffen es die Karakuri doch, Bolt und seine Jungs zu erledigen. So wird Tokobot zum Spiel für die ganze Familie.

Etwas störend und hinderlich im Voranschreiten ist allerdings die nicht immer optimale Kameraperspektive. Mit den zwei oberen Knöpfen der PSP lässt sich die Kamera drehen.

Doch da sich diese nicht automatisch mit dem Spieler dreht, ist man quasi gezwungen, ständig die Perspektive selbst auf den gewünschten Stand zu bringen. Eine automatische Kamera hätte dem Spiel hier sicherlich gut getan.

Die Musik ist Geschmackssache. Sie ist passend zum Spiel sehr freundlich und lebendig gehalten. Wir sind der Meinung, dass man kaum eine bessere Wahl bei Tokobot hätte treffen können. Wer bei dem niedlichen Geräusch, das die Bots beim Ziehen von Kisten machen, nicht lachen muss, steckt wahrscheinlich auch kleine Hamster in die Mikrowelle.