Respawn Entertainments Community Manager Abbie Heppe sprach in einem Interview darüber, dass man sich als Entwickler auf seine Stärken verlassen und sich nicht dazu zwingen lassen sollte, Online-Features einzubauen, wenn es nicht notwendig wäre.

Titanfall - Respawn Entertainment: Entwickler sollten sich nicht dazu zwingen lassen, Online-Features einzubauen

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Das Microsoft-exklusive Titanfall erscheint am Mitte März 2014
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Das Problem dürfte den meisten Spielern geläufig sein. Immer mehr Studios scheinen dem Trugschluss zu verfallen, Spiele müssten heutzutage zwingend einen Multiplayer-Modus anbieten, um als wertig betrachtet zu werden. God of War: Ascension ist ein gutes Beispiel für so ein Spiel, das seine Stärken in der Singleplayer-Kampagne mit der Story und der Atmosphäre aufzeigt, während der Multiplayer-Modus wie aufgesetzt wirkt.

Umgekehrt geht das natürlich auch: Die Singleplayer-Kampagne von Battlefield 4 ist nicht nur extrem kurz, sondern auch extrem überflüssig. Keiner kauft sich dieses Spiel wegen der Singleplayer-Kampagne. Nicht wenige sind der Meinung, DICE hätte sich das Geld sparen oder es lieber in die Politur der Multiplayer-Modi investieren sollen.

Doch nicht jeder Entwickler denkt in solchen Mustern, wie Respawn Entertainments Community Manager Abbie Heppe mitteilt. "Unser Plan war schon immer 'Always online', von daher fiel uns die Antwort immer leicht, wenn es hieß, 'Wie denkt ihr darüber?' Nun, wir waren sowieso immer auf einen reinen 'Always online'-Multiplayer aus."

Was Heppe seltsam finde, seien reine Singleplayer-Spiele, die so designt werden, dass man sie online spielen kann. "Es ist so seltsam, wenn ich daran denke, wie ich heutzutage spiele, dann bin ich, selbst wenn ich ein Singleplayer-Spiel spiele, permanent online. Ich sehe immer, dass diese und jene Person auf meiner Freundesliste erscheint, selbst wenn ich alleine spiele, bin ich online und steck in diesem sozialen Netz. Solange man nicht alle Benachrichtigungen deaktiviert und die gesamte Welt ignoriert."

Da sie viel auf Reisen sei, spiele sie nun mal sehr oft auf ihrem Smartphone und selbst wenn sie auf ihrem Smartphone spiele, sei sie permanent online. Und das gelte heute auch schon für reine Singleplayer-Spiele. Das Problem sei, dass die sozialen Features heutzutage dermaßen an Bedeutung im Spieldesign hinzugewonnen haben, dass man selbst bei Singleplayer-Spielen permanent online sei.

Doch nur weil das der allgemeine Trend sei, bedeute das nicht, dass sich nun jeder einzelne Entwickler dazu genötigt fühlen müsse, ebenfalls solche Features einzubauen. "Wir haben eine einfache Ausrede, 'Wir haben ein Online-Spiel'. Aber ich glaube auch, dass es genügend Raum für ein Singleplayer-Erlebnis gibt, und auch für andere Dinge, die nicht notwendig online sein müssen. Ich glaube, man wird mehr Multiplayer sehen. Selbst wenn es sich um ein Singleplayer-Spiel handelt, wollen die Entwickler Multiplayer-Komponenten sehen, was an sich schon dumm ist, weil ich denke, dass die Entwickler tun sollten, worin sie am besten sind. Und ich hasse die Vorstellung, dass jemand dazu gezwungen wird, gewisse Features in sein Spiel zu implementieren, die er gar nicht haben will."

Titanfall ist für PC, Xbox One und seit dem 11. April 2014 für Xbox 360 erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen.