TimeSplitters - Future Perfexct (XBox)
(von Andreas Spies)

Am 24. November 2000 war es endlich soweit: Pünktlich zur Markteinführung der PlayStation 2 zierte mit »TimeSplitters« das erste Videospiel-Projekt der noch jungen Spieleschmiede Free Radical Design die Regale unserer heimischen

Händler. Begünstigt durch die Tatsache, dass zum damaligen Launch nur ein Ego-Shooter zur Verfügung stand, konnte das in Großbritannien ansässige Unternehmen einen grandiosen Verkaufserfolg einfahren. Die Weichen für ein erstes Sequel

waren also gestellt, das im Oktober 2002 schließlich Tausende Videospieler in seinen Bann ziehen konnte. Mittlerweile befindet sich der dritte Ableger rund um die Abenteuer von Sergeant Cortéz im Handel, der neben Halo 2 von vielen als Referenztitel dieses Jahres gehandelt wird. Ob das vielversprechende Action-Spektakel wirklich in der Referenzklasse platznehmen darf? Wir sagen es euch!

Getreu dem Motto "Alle guten Dinge sind drei" nahmen die Programmierer von Free Radical Design erneut anstrengende Entwicklungsarbeiten auf sich, um der berühmten Franchise in einem spektakulären Showdown ein letztes Mal die Krone aufzusetzen. Nun ist es endlich soweit, denn mit TimeSplitters: Future Perfect veröffentlichte Publisher Electronic Arts vor kurzem auch den dritten Ableger offiziell in Deutschland. Zahlreiche neue Features, wie eine aufgebohrte Grafik, eine Story mit vielen überraschenden Wendungen sowie Xbox-Live Support versprechen unterhaltsame Spielstunden vor dem

heimischen Fernseher und sollen den Titel endgültig an die Spitze des Genres katapultieren.

Zurück in die Zukunft ... oder doch Vergangenheit?
Wir schreiben das Jahr 2401: Wie schon in den Vorgängern, schlüpft ihr auch in TimeSplitters: Future Perfect in die Haut von Sergeant Cortéz. Als Anführer einer kleinen Widerstandsgruppe befindet sich unser Held gerade auf dem Rückweg von einem Einsatzes auf der Raumstation der Timesplitter.

Während seines Fluges zum Hauptquartier der Spacetime Marines wird Cortéz allerdings von seinem Kontrahenten abgeschossen.

Dem tapferen Soldaten bleibt nur eine Notlandung auf einem fremden Planeten. Verantwortlich für das Debakel sind die Zeit-Kristalle, die unser Protagonist während seines Besuchs bei den Aliens hat mitgehen lassen. Mit der Hilfe dieser einzigartigen Edelsteine ist es den Marines nämlich möglich, in die

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Vergangenheit zu reisen, um den Ausbruch eines verheerenden Krieges zu verhindern. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, der Cortéz in den 20er-, 60er- und 90er Jahren sowie in der nahen und fernen Zukunft nach dem Ursprung der Timesplitter forschen lässt.

Zugegeben, mit der Story präsentieren uns die Entwickler von Free Radical Design wenig Innovatives, schließlich ist ein solches Szenario in ähnlicher Form bereits oft in Hollywood-Streifen oder anderen Videospielen vorgekommen. Deshalb ist es umso erstaunlicher, dass euch der Singleplayer-Modus von der ersten Minute an fesselt und eine glänzende Unterhaltung verspricht. Dafür sind vor allem die witzigen Zwischensequenzen verantwortlich, die jede der insgesamt 13 Missionen gekonnt verbinden und Sergeant Cortéz durch fünf Zeitepisoden führt - angefangen im Jahre 1900 bis hin zur Gegenwart des Spiels. 1924 besucht ihr beispielsweise eine schöne alte schottische Burg, während ihr im Jahre 1994 ein verseuchtes Haus voller Monster säubern müsst.

Packshot zu TimeSplitters: Future PerfectTimeSplitters: Future PerfectErschienen für GameCube, PS2 und XBox kaufen: Jetzt kaufen:

Zeitgemäßes Waffenarsenal
Bei der Programmierung von TimeSplitters: Future Perfect legten die Entwickler besonders viel Wert auf ein abwechslungsreiches Spielgeschehen. Das zeigt sich auch an dem euch zur Verfügung stehenden Waffenarsenal:

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Dass Cortéz zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht mit einer Laserwaffe auf die Jagd gehen kann, dürfte klar sein. Hier müsst ihr erst einmal mit Pistolen und Schrotflinten zurechtkommen.

Befindet ihr euch hingegen in einer weit entfernten Zukunft, kommt ihr in den Genuss zahlreicher Hightech-Wummen und könnt euren Gegnern unter anderem mit Plasmagewehren das Fürchten lehren. Jede der fünf Zeitepisoden bringt also ein eigenes Arsenal an Waffen mit sich, von denen jede auch über einen sekundären Feuermodus verfügt. Für ausreichend Feuergewalt sollte somit gesorgt sein ...Steuerung vom Feinsten
Auch bei der Steuerung haben sich die Entwickler wieder besonders viel Mühe gegeben. In keinem anderen Konsolen-Shooter könnt ihr mit eurem Steuerknüppel derartig präzise agieren, wie in TimeSplitters: Future Perfect. Dabei kann Free Radical Design vor allem auf die Erfahrungen der ersten beiden Shooter-Ableger zurückgreifen und übernimmt die meisten Einstellungen gleich das jüngstes Projekt.

Mittels linkem Stick bewegt ihr Cortéz, ein Druck lässt ihn kriechen. Der rechte Stick dient zur Kamerajustierung und zum Zielen.

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Die linke Schultertaste benutzt ihr, um eine Granate zu werfen und mit Hilfe der rechten Schultertaste nehmt ihr euer Gegenüber unter Beschuss. Somit sollte die Steuerung selbst ungeübten Spielern in wenigen Minuten in Fleisch und Blut übergehen.Mehrspieler-Action vom Feinsten?
Nachdem die ersten beiden Teile der Shooter-Serie ihr Augenmerk hauptsächlich auf den Singleplayer-Modus richten, fokussiert TimeSplitters: Future Perfect erstmals den Mehrspieler-Part. So geben euch die Entwickler die Möglichkeit, die

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Story mit bis zu drei Gleichgesinnten in Angriff zu nehmen - Koop sei dank. Im Arcade-Modus dürft ihr euch hingegen mit insgesamt vier Spielern via Splitscreen heiße Offline-Gefechte liefern, bei denen ihr auf 13 unterschiedliche Spielmodi zurückgreifen dürft. Klassische Multiplayer-Modi wie Deathmatch, Team Deathmatch oder Capture the Bag (ja wirklich - nicht "Flag"!) haben den Weg in das Spielgeschehen ebenso gefunden, wie weitere, etwas abgefahrene und vor allem spaßigere Varianten. Befindet ihr euch beispielsweise im Monkey Assistant-Modus, eilt einem verwundeten Spieler prompt ein Schimpanse zur Hilfe, der euch mit seinem fachlichen Know-How das Leben rettet - zumindest das ein oder andere Mal. Wollt ihr euch hingegen im Virus-Modus beweisen, müsst ihr Zombie-Bots in bester Resident Evil-Manier in die ewigen Jagdgründe schicken.

Wie es sich für einen aktuellen Konsolen-Titel gehört, unterstütz der Ego-Shooter natürlich auch die Onlineplattform Xbox Live, dank der ihr euch mit bis zu 16 Spielern atemberaubende Gefechte liefern könnt. Hier stehen euch ebenfalls die zahlreichen Arcade-Modi zur Verfügung. Hinter der sogenannten Challenge verbergen sich hingegen einige unterhaltsame Minispiele, bei denen ihr Punkte für eine Highscoreliste sammeln dürft. Wem das alles noch nicht genug sein sollte, der darf sich im sogenannten MapMaker Karten nach seinem Geschmack zusammenstellen.

Habt ihr euch erst einmal ein wenig im Menü umgesehen, sollte das Erstellen ziemlich locker von der Hand gehen. Dabei lassen euch die Entwickler einen großen Spielraum: Ihr bestimmt das Wetter, die Landschaft und dürft sogar auf zahlreiche vorhandene Modifikationen zurückgreifen.Grafischer Quantensprung? Leider nicht ...
Auf grafischer Seite haben sich die Entwickler leider weniger Mühe gegeben. So kommt in TimeSplitters: Future Perfect die schon aus dem zweiten Teil bekannte Grafikengine in aufgebohrter Form zum Einsatz und

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kann somit nicht mit aktuellen Genre-Vertretern mithalten. Leicht verwaschene Texturen trüben ebenso den Gesamteindruck, wie einige Frameeinbrüche, die vor allem bei einem großen Gegneraufkommen mit Explosionen im Hintergrund auftreten können.TimeSplitters: Future Perfect macht aber trotz dieser kleinen Mankos einen ziemlich guten Eindruck und braucht sich auf keinen Fall vor aktuellen Genre-Kollegen zu verstecken. Vor allem die filmreife Präsentation mit fein animierter Mimik und Gestik der Akteure kann beeindrucken.

Betrachtet man die akustische Seite des Action-Spektakels etwas genauer, muss man den Entwicklern wieder zu ihrer tollen Arbeit gratulieren. Grandiose Soundeffekte vermitteln das Gefühl, sich inmitten der tobenden Schlachten zu befinden. Tödliche Projektile pfeifen beispielsweise haarscharf an eurem Kopf vorbei, während im Hintergrund eine Explosion unseren Subwoofer zum Beben bringt - Dolby Digital sei dank. Die Synchronsprecher leisten ebenfalls wirklich gute Arbeit, besonders Harry Tippers Stimme weiß zu gefallen. Die Waffen- und Umgebungsgeräusche fügen sich nahtlos ein.Pro & Contra

Wertung im Schnellüberblick:

Pro:
+ abwechslungsreiches Leveldesign + enormer Umfang + hoher Wiederspielwert + großes Waffenarsenal + Map-Editor inklusive + geniale Steuerung

Contra:

- KI - Gelegentliche Frameeinbrüche - "veraltete" Grafikengine - Unstimmigkeiten mit der GegnerTimeSplitters: Future Perfect macht aber trotz dieser kleinen Mankos einen ziemlich guten Eindruck und braucht sich auf keinen Fall vor aktuellen Genre-Kollegen zu verstecken. Vor allem die filmreife Präsentation mit fein animierter Mimik und Gestik der Akteure kann beeindrucken.

Betrachtet man die akustische Seite des Action-Spektakels etwas genauer, muss man den Entwicklern wieder zu ihrer tollen Arbeit gratulieren. Grandiose Soundeffekte vermitteln das Gefühl, sich inmitten der tobenden Schlachten zu befinden. Tödliche Projektile pfeifen beispielsweise haarscharf an eurem Kopf vorbei, während im Hintergrund eine Explosion unseren Subwoofer zum Beben bringt - Dolby Digital sei dank. Die Synchronsprecher leisten ebenfalls wirklich gute Arbeit, besonders Harry Tippers Stimme weiß zu gefallen. Die Waffen- und Umgebungsgeräusche fügen sich nahtlos ein.

Pro & Contra

Wertung im Schnellüberblick:

Pro:
+ abwechslungsreiches Leveldesign + enormer Umfang + hoher Wiederspielwert + großes Waffenarsenal + Map-Editor inklusive + geniale Steuerung

Contra:

- KI - Gelegentliche Frameeinbrüche - "veraltete" Grafikengine - Unstimmigkeiten mit der Gegner