Tiger Woods PGA Tour 2006 (PSP Review) von Andreas Müller

Nach FIFA und NBA dürft ihr nun mit EAs Tiger Woods den Golfschläger auf eurer PSP schwingen. Auf den Konsolen begeisterte der Titel auch dieses Jahr alle Fans des Genres!

Lizenzspiel
Wie von den anderen EA Sports Serien gewohnt, macht auch Tiger Woods auf der PSP eine erstaunlich gute Figur. Die gesamte Präsentation wirkt vertraut und 12 der populärsten Golfkurse haben es auch auf den kleinen Bildschirm geschafft. Neben Tiger Woods stehen insgesamt 12 reale Golfspieler wie Vijah Singh bereit, den Ball ins Loch zu schlagen.

Technisch ausgereift
Mit Tiger Woods stellt die PSP erneut ihr technisches Potenzial unter Beweis. Zu Beginn eines jeden Lochs sorgt ein ansehnliches Fly-By für Übersicht und hilft, die Gegebenheiten des Lochs einzuschätzen. Bereits hier fällt die gute Weitsicht auf, die zur Früherkennung von kritischen Stellen wie Bepflanzung und Bunkern beiträgt. Nette Belichtungseffekte bei direkter Sonneneinstrahlung und Reflektionen auf Wasseroberflächen runden den hübschen optischen Gesamteindruck ab.

Gut in Schwung
Ebenfalls gelungen sind die Animationen der Golfer!Ein weicher Golfschwung und passende Reaktionen nach dem Schlag hauchen dem Spiel Leben ein. Ist ein Schlag besonders wuchtig, wird dies durch einen hellen Leuchteffekt am Abschlagpunkt symbolisiert. Um die Flugbahn des Balles besser verfolgen zu können, zieht der Ball in der Luft einen dezenten Schweif hinter sich her. Auf diese Weise lassen sich auch die Auswirkungen eines mit Spin geschlagenen Balles besser verfolgen.

Alles unter Kontrolle
Die Steuerung ähnelt stark der Steuerung auf den Heimkonsolen. Der Abschlag wird mit Hilfe des Analogsticks bewerkstelligt. Dazu zieht ihr den Stick zunächst nach unten und haltet ihn dort, bis eine vertikal verlaufende Linie im Display den maximalen Punkt erreicht, dann drückt ihr den Stick nach oben. Wichtig ist dabei zum einen das Timing, um einen möglichst wuchtigen Schlag zu erreichen, und zum anderen die Genauigkeit bei der Bewegung des Sticks.
Ihr solltet den Stick möglichst exakt in der Vertikalen bewegen ohne dabei nach links oder rechts zu verrutschen, da euer Schlag sonst an Präzision verliert.

Spin it!
Wer Tiger Woods von PS2 oder XBox kennt, ist gewohnt dem Schlag per rechtem Analogstick Spin zu verleihen. Da die PSP lediglich über einen Analogstick verfügt, wurde diese Steuerungsoption hier anders realisiert. Sobald der Ball in der Luft ist, könnt ihr dem Ball durch schnelles Drücken der rechten Schultertaste und gleichzeitiges Bewegen des Analogsticks Spin in alle vier Richtungen geben. Die Auswirkungen des Spins zeigen sich vor Allem dann, wenn der Ball auf dem Boden landet - je nach Drall rollt er anschließend in die gewünschte Richtung.

Powerschlag
Wer beim Abschlag schnell die rechte Schultertaste drückt, vollführt einen besonders kräftigen Schlag - die Genauigkeit der Stickbewegung ist dabei allerdings noch wichtiger.

Schön ist auch die Option, vor dem Schlag die Kreis-Taste gedrückt zu halten. Dabei bewegt sich die Kamera zunächst ein Stück weit gerade nach oben und dann schnurstracks zu dem Punkt, wo der nächste Schlag bei einer Schlagkraft von 100% und optimaler Präzision landen wird. Auf diese Weise behaltet ihr stets die Übersicht und könnt euer Spiel perfekt planen.

Bei Wind und Wetter
Auch auf der PSP habt ihr mit Wetterverhältnissen zu kämpfen - starker Wind beeinflusst die Flugbahn des Balles ungemein und muss beim Ausrichten des Schlages unbedingt mit eingeplant werden. Die Entfernung zum Loch wird permanent eingeblendet und euer Caddie drückt euch vor jedem Schlag den passenden Schläger in die Hand - wer davon abweichen möchte, darf den Schläger natürlich per Knopfdruck wechseln. Beim Putten in unmittelbarer Lochnähe wird das Gelände mit einem Gitternetz überzogen, das er erleichtert, Unebenheiten und Gefälle zu erkennen.

Tiger Woods PGA Tour 2006 - Schluss mit Taschenbillard - Golf dir den Wolf!

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Kleine Punkte, die sich entlang der Netzlinien bewegen deuten zudem die Abweichung des Balles an eben diesen Stellen an.

Wenig Spielmodi
Wie bereits von den anderen EA Sports Titel gewohnt, wurde leider auch bei Tiger Woods 06 für PSP der wohl interessanteste Spielmodus gestrichen. Durfte man sich auf PC und Konsolen noch durch die Geschichte des Golfsports bewegen und in verschiedenen Epochen mit teils historischem Equipment an Herausforderungen teilnehmen, so steht hier leider neben dem Quick Play nur ein abgespeckter Rivalenmodus zur Verfügung.

Tiger Woods PGA Tour 2006 - Schluss mit Taschenbillard - Golf dir den Wolf!

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Zumindest dürft ihr auch hier euren eigenen Golfer erstellen, einkleiden und ausrüsten. Bei verschiedenen Wettbewerben wie Turnieren oder direkten Duellen gewinnt ihr Preisgelder, die ihr in den Fähigkeitenausbau des Golfers und die Verbesserung der Ausrüstung investieren könnt. Der historische Aspekt wurde leider komplett weg rationalisiert. Golfen mit Freunden Abgerundet wird das Spiel durch Mehrspielermodi, bei denen sich Spieler an einer PSP abwechseln oder per Wireless Lan gegeneinander antreten. Ein Onlinemodus, wie ihn FIFA 06 bietet, steht leider nicht zur Verfügung.Erwähnt sei auch noch, dass die Ladezeiten erfreulich kurz sind und dem Spielspaß somit keine Steine in den Weg legen. Zudem wurden auch die atmosphärischen und durchaus zur Spannung beitragenden Kommentare des englischsprachigen Golfexpertenteams auf die PSP übernommen.Erwähnt sei auch noch, dass die Ladezeiten erfreulich kurz sind und dem Spielspaß somit keine Steine in den Weg legen. Zudem wurden auch die atmosphärischen und durchaus zur Spannung beitragenden Kommentare des englischsprachigen Golfexpertenteams auf die PSP übernommen.