Um die Aktien von THQ ist es zur Zeit nicht gut bestellt. Gestern fielen sie um weitere 28 Prozent auf ein neues Jahrestief. Aktuell ist eine Aktie des Publishers noch 0,45 Dollar wert.

THQ - Aktien auf neuem Tiefststand

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Dem angeschlagenen Publisher geht es immer schlechter - die Aktien stehen auf dem Tiefststand.
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Schon im Januar wurde THQ damit gedroht, dass man sie aus dem NASDAQ herauswerfen würde, sofern sie ihre aktuellen Leistungen nicht wiederherstellen könnten. Allerdings setzte sich die Abwärtsspirale weiter fort, obwohl es zu Kündigungen und Restrukturierungen im letzten Monat kam.

Anfang der Woche hatten die Aktien noch einen Wert von 0,51%. Da zeigte sich schon ein Wertverfall von 11,8 Prozent innerhalb der letzten sieben Tage. Nun haben sie annähernd 28 Prozent Wertverlust hingelegt und befinden sich auf dem tiefsten Stand innerhalb einer 52-Wochen-Periode.

Die Probleme des Publishers fingen an, als er letztes Jahr das Casual-Spiel U Draw veröffentlichte, mit dem die Einnahmen deutlich hinter den Erwartungen zurückblieben, obwohl es über mehrere Plattformen hinweg erschien.

In verschiedenen Studios, wie Kaos in New York, Großbritannien und Australien kam es zu einer ganzen Reihe von Entlassungen. Der komplette japanische Veröffentlichungsarm wurde geschlossen und die Operationen bei Vigil Games und Relic Entertainment wurden zurückgefahren. Bis zu 120 Mitarbeiter verloren dort ihre Jobs.

All das führte zu Unkenrufen seitens des konkurrierenden Publishers Take-Two, dessen Geschäftsführer vorhersagte, dass es das angeschlagene Unternehmen keine sechs Monate mehr geben würde. „Qualität ist wirklich, wirklich, wirklich wichtig“, kommentierte Zelnick das.

„THQ hatte ein paar sehr gute Spiele, aber ihre Qualität hat sich nicht all zu sehr verbessert. Die Strategie ging nicht auf und die Führung war schlecht. Um es anders auszudrücken: Das Essen war nicht gut und die Portionen waren klein.“

Obwohl der Publisher Probleme hat und einen Verlust von 56 Millionen Dollar veröffentlichte, zeigte THQ einen Rettungsplan mit 17 Spielen, inklusive Homefront 2, Metro: Last Light, Darksiders 2 und South Park: The Game, um den Investoren die Zukunft des Unternehmens zu versichern.