Nachdem wir kürzlich darüber berichteten, dass THQ Mitarbeiter entlassen will, da man die Kinderspiel-Sparte verlassen und sich Core-Games zuwenden wolle, liegen nun konkrete Zahlen vor. Es scheint eine recht umfangreiche Restrukturierung des Unternehmens vor sich zu gehen.

THQ - 240 Mitarbeiter entlassen

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Nachdem Rücktrittsforderungen laut wurden, halbiert auch der Chef sein Gehalt.
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Über 240 Mitarbeiter werden im Rahmen von Einsparmaßnahmen und der angedachten Restrukturierung vor die Tür gesetzt. Hauptsächlich auf Verwaltungsebene, sodass die Entwicklerteams am wenigsten betroffen sein dürften. Auch THQs Geschäftsführer Brian Farrell, dem Rücktrittsforderungen entgegengebracht wurden, hat sein Gehalt um etwas die Hälfte reduziert. Statt einem Jahresgehalt von 720.000 Dollar, bekommt er "nur" noch 360.000 Dollar.

Die neue Strukturierung wird THQ insgesamt über 11 Millionen Dollar kosten, wobei das meiste Geld wohl in Abfindungszahlungen an ehemalige Mitarbeiter fließen wird. Die Zeiten scheinen insgesamt nicht gut zu sein - das Unternehmen, welches weltweit über 1.700 Mitarbeiter beschäftigt, wurde sogar schon damit bedroht, aus dem Nasdaq-Index gestrichen zu werden.

Maßgebliches Problem ist die Kinder-Sparte. Insbesondere die Verkaufszahlen von U Draw verschlechterten sich um die Weihnachtszeit im Jahr 2011 massiv, nachdem es 2010 in den USA und Anfang 2011 in Europa auf den Markt gebracht wurde. Der Relaunch des Produktes Ende 2011 scheiterte jedoch völlig, sodass die Einnahmen deutlich hinter den Erwartungen zurückblieben. Das führte dazu, dass THQ beschloss, das Entwicklerteam dahinter zu entlassen - inklusive des Chefs für die Kinder- und Famliensparte Martin Good.

Innerhalb der letzten 12 Monate schloss THQ weltweit mehrere Studios. Darunter auch Kaos in New York sowie Studios in Groß Britannien und Australien. Vermutlich will der Publisher alles auf das riesige Studio in Montreal setzen, in dem mehrere Hundert Entwickler einen Toptitel nach dem anderen produzieren sollen.