Frage: Nenne den mit Abstand falschesten Ort auf dieser Welt, wenn du nur 50 Dollar in der Tasche hast. Antwort: Na klar – Las Vegas! In der amerikanischen Zockermetropole geht ohne Kohle gar nichts. Nicht an der Bar, nicht beim Blackjack, Roulette oder Poker – und schon gar nicht bei den Frauen. Leider verschlägt es euch in „This is Vegas“ mit genau dieser mageren Barschaft in die Stadt der Sünde. Wir haben beim Midway Gamers Day – natürlich in Las Vegas – Hand an das ehrgeizige Òpen-World-Projekt gelegt.

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Genre-üblich fangt ihr auch in „This is Vegas“ als namenloser Nobody an und müsst euch im Laufe des Spiels immer weiter hocharbeiten – bis euch jeder spielsüchtige Saufbold kennt. Der Weg dahin ist jedoch steinig und gepflastert mit unzähligen Herausforderungen.

This is Vegas - Heiße Nächte in der Stadt der Sünde - wir haben Probe gezockt.

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Unliebsame Besucher werden kurzerhand zu Boden gestreckt.
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Las Vegas ist nämlich in der Hand von vier Interessensgruppen, die auf so schöne Namen wie „Diamonds“ oder„Hearts“ hören. Jede Gruppe steht für eine der vier Gameplay-Säulen von „This is Vegas“: Party, Gamble (Zocken), Race (Rennen fahren) und Fight (Kämpfen). Die offene Spielwelt bietet eine Menge von jedem der vier – welchem Laster ihr euch dabei zuerst bzw. mit dem größten Eifer widmet dürft ihr frei entscheiden. So wachsen nach und nach Ansehen und Einfluss bei den entsprechenden Gruppierungen.

So spielt sich eine Party-Mission

Ein Beispiel für eine typische Mission der „Party“-Fraktion konnten wir bereits selbst anspielen: Ihr kommt in einen Club, wo eine Freundin als DJ verzweifelt versucht, die Stimmung anzuheizen. Leider scheinen die wenigen Gäste allesamt unter Valium zu stehen und sorgen für gepflegte Totengräberstimmung. Ms. DJ schickt uns also auf die Tanzfläche, um dort eine heiße Sohle aufs Parket zu legen.

Umgesetzt wurde die Tanznummer als Minispiel, bei dem ihr zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Knöpfe drücken müsst. Gutes Timing und einen flinken Finger vorausgesetzt sammelt ihr Punkte und füllt nach und nach die Tanzfläche. Für Combos und ähnliches (z.B. Gruppentanz) gibt’s Bonuspunkte – bis die vorgegebene Punktzahl erreicht ist und die Tanzfläche bebt.

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Auf der Tanzfläche sind vor allem flinke Finger und das richtige Timing wichtig.
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Weil tanzende Gäste Durst kriegen, verschlägt es euch im nächsten Schritt hinter die Bar. Champagner ausschenken, Zigaretten anzünden oder Betrunkene mit der Stirn auf den Tresen knallen: Mann, was hat so ein Barmann doch Spaß. Erneut müssen die richtigen Buttons gedrückt werden, außerdem solltet ihr euch nicht allzu viel Zeit lassen – ansonsten ziehen die anspruchsvollen Gäste nämlich schnell beleidigt von dannen. Witzig: Wer beim falschen Gast auf den „Feuer geben“-Button drückt, wird mit einer wundervoll brennenden Friseur belohnt. Punkte gibt’s für derlei „Abwechslung“ aber nicht.

Nasse T-Shirt, coole Drinks, gute Optik

Abschließend steht euch noch das Highlight eines jeden Club-Besuchs bevor: Beim Wet-T-Shirt-Contest müsst ihr auf Zeit zielen und spritzen was das Zeug hält, bis die drei vollbusigen Damen vor Vergnügen kreischen. Übrigens: Im Gegensatz zu Age of Conan gibt’s in „This is Vegas“ keine Nippel zu sehen.

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Bleifuß: Auch illegale Straßenrennen gehören zum Reportoire.
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Wer übrigens nebenbei zu sehr dem Alkohol zuspricht, findet sich schnell in hohem Bogen reiernd auf der Tanzfläche oder sonst wo wieder. Mit Rahmenprogramm dieser Art handelt ihr euch aber einen saftigen Punktabzug und den Unbill der Gäste zu. Deswegen also lieber kurz aufs stille Örtchen verschwinden, wenn der Pegel zu hoch wird. Fliegen müsst ihr allerdings keine treffen – derlei Ekeleien bleiben anderen Spielen vorbehalten.

Die Unreal-Engine setzt „This is Vegas“ mehr als ordentlich in Szene. Schöne Lichteffekte, detaillierte Texturen und atmosphärische Locations versprechen optisch mehr als solide Unterhaltung. Am Look der Figuren arbeitet man laut Midway noch – besonders die „Plastikhaut“ der Charaktere hinterließ bei der Präsentation keinen guten Eindruck.