Noch immer warten die Fans ungeduldig auf den nächsten Haupttitel von Final Fantasy. Bis aber der angekündigte 15. Teil in wirklich greifbare Nähe rückt, besteht noch genug Zeit, die sich bei Bedarf mit diversen Ablegern verkürzen lässt. Ein Must-Have stellen sie meist nicht dar, doch wer die Spielreihe vor allem für seinen vielseitigen Soundtrack liebt, findet im Rhythmusspiel "Theatrhythm: Final Fantasy: Curtain Call" eventuell eine schöne Alternative.

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Epischer Ohrenschmaus

Als vor ein paar Jahren der erste Teil, "Theatrhythm - Final Fantasy" angekündigt wurde, glaubten viele Fans an einen Scherz, als es hieß, das Spiel solle eine Kombination aus Rhythmusspiel und den altbekannten RPG-Elementen der Reihe werden. Es gibt sogar eine Geschichte, die aber eher als Alibi für das Spielprinzip herhält und sich an das Szenario des anderen bekannten Ablegers "Dissidia: Final Fantasy" anlehnt.

Um Chaos, dem Gott der Zwietracht, zu strotzen, entsendet Cosmos, die Göttin der Harmonie, auserwählte Krieger des Lichts, die durch das Verbreiten wohltuender Musik den sogenannten Rhythmus-Kristall stärken. Nur so kann die Welt vom Bösen befreit und wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Bei jenen Kriegern des Lichts handelt es sich natürlich um die verschiedenen Charaktere der "Final Fantasy"-Reihe, welche der Spieler zu einem Vierer-Team zusammenstellen muss.

Theatrhythm - Final Fantasy: Curtain Call - Final-Fantasy-Musik für die Ohren, für flinke Finger und für Zwischendurch

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"Theaterhythm - Final Fantasy Curtain Call" bietet eine noch fettere Musikauswahl als sein Vorgänger.
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Wie so oft bei solchen Ablegern der Fall ist, waren die Meinungen gespalten. Nicht jedem gefiel beispielsweise der verniedlichte Stil der Charaktere. Während die Optik und der Plot nicht der Rede wert sind, macht aber die Spielweise positiv von sich reden. Mit den vier Charakteren bestreitet ihr die einzelnen Rhythmus-Minispiele, die wie ein klassischer Kampf aus den alten Hauptteilen inszeniert werden.

Dabei werden die einzelnen Minispiel-Einheiten von Musikstücken der Spielreihe begleitet. Während diese abgespielt werden, befolgt ihr so gut wie möglich die Anweisungen, anhand derer ihr die entsprechenden Bewegungen ausführt oder die richtigen Knöpfe drückt. Je weniger Fehler ihr macht und je präziser ihr euch an die Vorgaben haltet, desto besser schneidet ihr bei der Punkteberechnung am Ende eines Abschnitts ab.

Packshot zu Theatrhythm - Final Fantasy: Curtain CallTheatrhythm - Final Fantasy: Curtain CallErschienen für 3DS kaufen: Jetzt kaufen:

Neben den optionalen Schwierigkeitsgraden halten alle anwählbaren Musikstücke einen Übungs- und Demo-Modus zum schnellen Einstieg bereit. Dabei sind die Rhythmus-Etappen im Grunde selbsterklärend und stets fair aufgebaut, so dass ihr nach kürzester Zeit mit der Spielmechanik vertraut werdet.

Theatrhythm - Final Fantasy: Curtain Call - Final-Fantasy-Musik für die Ohren, für flinke Finger und für Zwischendurch

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Im Field Music Modus reist eure Charaktergruppe durch die Gegend, während ihr mit den Symbol-Vorgaben den Fortschritt beeinflusst.
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Durch den Abschluss einer Musikstück-Etappe sammelt ihr Erfahrungspunkte, womit eure Charaktere aufleveln können. Das wiederum verschafft euch neue Skills, die euch verschiedene Vorteile in den Minispielen einbringen. So könnt ihr zum Beispiel die Angriffe eurer Charaktere gegen die Gegner im Battle-Modus verstärken. Zudem besitzt ihr ein Gesamtpunktekonto, das sich nach jeder eurer Spielrunden erhöht und dazu dient, den Rhythmus-Kristall zu verstärken.

Ist dann eine bestimmte Anzahl erreicht worden, lassen sich weitere neue Charaktere und Musikstücke freischalten. Dazu kriegt ihr bei besonders guter Leistungen sogar mitten in der Minispielphase einige zusätzliche Items wie auch Sammelkarten-Motive der einzelnen Charaktere. Wer sich leicht der Sammelleidenschaft hingibt, wird somit bestenfalls einen Motivationsschub bekommen.

Unscheinbare Sammelfreude

Es dauert aufgrund der Fülle an freischaltbaren Inhalten nicht lange, bis euch das Sammelfieber packt. Während zu Beginn die Auswahl der Musikstücke sich auf einige Lieder jener Teile beschränkt, aus denen eure anfangs gewählten Charaktere stammen, wird eure Musikbibliothek stetig durch neue Original-Soundtracks und diversen Arrangements erweitert. Das musikalische Repertoire besteht nicht nur aus den Liedern der Hauptteile, sondern reicht auch bis zu Ablegern wie Final Fantasy Tactics und sogar dem "Advent Children"-Film. Im Museumsmenü lassen sich die Bonus-Errungschaften und erweiterten Galerieeinträge begutachten.

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Im Hintergrund wird während des Event Music Modus ein Zusammenschnitt aus Film- oder Spielszenen abgespielt.
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Apropos Film. Musikvideos gibt es im sogenannten Event-Music-Modus auch. Wenn ihr den Modus auswählt, läuft im Hintergrund eine Filmszene oder eine Cutscene aus den Videospielen ab, während ihr wie üblich den Anweisungen folgt. Nett ist die Idee schon. Allerdings kann es ziemlich verwirren, wenn man sich voll und ganz auf die Tastenbefehle konzentrieren will und der animierte Hintergrund das erschwert.

Für Anhänger der "Final Fantasy"-Musik ist dieses Rhythmusspiel ein netter Zeitvertreib für Zwischendurch. Ein Must-Have für Fans ist der Ableger aber nicht.Fazit lesen

Auch ein netter Bonus stellen die Quest-Medleys da, die ursprünglich exklusiv für die iOS-Version beim Vorgänger verfügbar waren. Durch diese wird das Herausforderungsniveau etwas angehoben, indem ihr mit eurem Team mehrere, zufällig ausgesuchte Musikstücke, hintereinander meistern müsst, ohne dass eure Lebensenergie ein einziges Mal auf Null sinken darf. Wirklich dauerhaft für Abwechslung sorgt dies aber nicht. Eine spaßigere Variante stellt hierbei der neu hinzugekommene Versus-Battle-Modus dar, wodurch ihr euch innerhalb der Musik-Minispiele mit anderen Spielern messen könnt.

Es ist nur eine Frage der Zeit bis auch dieser Ableger eine iOS-Alternative bekommt, eignet sich die Spielweise doch nahezu ideal für jene Plattform. Mit dem Antippen per Stylus-Funktion spielt es schließlich sich genauso gut wie mit den analogen Tasteneingaben. Auch ähnlich wie beim ersten Teil verhält es sich mit den DLC-Musikstücken und -Charakteren, die käuflich zu erwerben sind.

Wirklich brauchen tut man sie nicht, was auch für das Spiel an sich gilt. Wer nie wirklich Zeit oder Geld hatte, sich die geballte Final-Fantasy-Musiksammlung anzuschaffen, aber es durchaus schon immer wollte, findet in "Thearhythm - Final Fantasy: Curtain Call" eine super Alternative – mit einer gut funktionierenden, kurzweiligen Spielmechanik.