
Als ich von der „Witcher 2“-Präsentation aus Barcelona in die Redaktion zurückgekehrt war, blickten mich die sehnsüchtig nach neuen Infos lechzenden Blicke der Kollegen an. „Naja“, war meine verlegene Antwort, „so viel Neues war jetzt eigentlich gar nicht zu sehen. Am Anfang schlappt Geralt halt so durch den Wald…“ – was schon genügte, um frenetischen Jubel hervorzurufen. Denn allein die Tatsache, dass er wirklich „schlappte“ und nicht an jedem Grashalm, jedem Stein und jeder noch so kleinen Anhöhe hängen blieb, lässt hoffen, dass damit der größte und einzig heikle Kritikpunkt des Vorgängers bereits beseitigt sein könnte: Bugs.
Der Rest von Witcher 2 ist eben Witcher, wie man es kennt und liebt – in vielen Details dezent verbessert, aber immer noch rau, ungeschliffen, vulgär, brutal, erotisch. Das neue Kampfsystem muss sich in der Praxis erst beweisen, von der Story ist noch zu wenig bekannt, und die Erweiterung um Party-Mitglieder und Quicktime-Events könnten Fans missfallen. Ich bin jedenfalls zuversichtlich. Es wäre schon echt verhext, wenn CD Projekt ihren Witcher unter solchen Voraussetzungen versauen würden…
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