



So macht Rollenspiel Spaß – The Witcher gehört zu den besten RPGs der letzten Jahre. Schließlich gibt es jede Menge Gründe den polnischen Herbst-Kracher zu lieben – für die liebevolle Gestaltung, die vielen stimmungsvollen Details am Rande und die grandiose Atmosphäre, die den Jungs von CD Projekt so schnell niemand nachmacht. Die Charaktere haben Profil, die deutschen Sprecher treffen meist den Ton, Design und Sound sind ohnehin erstklassig.
Doch immer wieder gibt es auch Grund sich zu ärgern. Dabei sind es gar nicht mal die vielen kleinen Programmfehler (von denen der erste Patch zum Glück die meisten bereits ausmerzt), sondern elementare Designschwächen, die den Spielfluss teils stark hemmen und das Vorrankommen zu einer äußerst zähen Angelegenheit machen. Ohne diese künstlichen Spaßbremsen wäre eine Wertung in 90er-Sphären garantiert gewesen.
Für unseren Test haben wir übrigens den ersten Patch, der schon am Erscheinungstag verfügbar sein soll, berücksichtigt – an unserer Wertung ändert dies jedoch nichts. Schließlich ist The Witcher schon in der ungepatchten Version relativ entspannt spielbar. Trotzdem gibt es auch nach dem Update immer noch kleine Probleme. So hatten wir mit gelegentlichen Abstürzen zu kämpfen oder haben im Angriffsmodus schon Mal aus Versehen auf unschuldige Passanten eingedroschen. Doch keine Panik: Von einem Bug-Desaster eines Gothic 3 ist „The Witcher“ meilenweit entfernt.
Technisch vielleicht nicht ganz auf der Höhe der Zeit, dafür aber sehr detailverliebt und atmosphärisch. Manche Settings wirken wie gemalt.
Ein Wort: großartig! Toller Score mit abwechslungsreichen Stücken, klare Effekte, meist gelungene Vertonung.
Rollenspiel wie gehabt: Das Magie- und Kampfsystem kennt man so zur Genüge, ebenso die Quests - dafür fesselt die Geschichte.
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