Überrascht waren wir, dass CD Projekt sogar in der Königsdisziplin des Witchers nachgebessert hat – der Atmosphäre. Besonders auffällig wirkt dies in den zahlreichen Dialogsequenzen: Sämtliche Charaktere besitzen nun ein größeres Animationsspektrum. Durch zusätzliche Gestiken wirken die ehemals recht sterilen Gespräche nun dynamischer. Zudem wurde die Kameraführung dieser Szenen leicht geändert – so entsteht jetzt echtes Kinoflair.
Die Enhanced Edition bietet noch mehr Atmosphäre.Manche Änderungen bemerkt man jedoch erst auf den zweiten Blick: Dass uns die NPCs mit ihren Blicken neugierig folgen, wenn sie unser grimmiger Hexer passiert, fiel uns z.B. erst nach einigen Spielstunden auf. Die ohnehin sehr detaillierte Witcher-Spielwelt wird so jedoch mit noch mehr Leben gefüllt. Übrigens: Die NPCs sehen nun nicht mehr aus, als kämen sie direkt aus einer Klonfabrik für Rollenspiel-Stadtbewohner.
Im Ur-Witcher konnte man in den belebten Regionen keine zwei Meter weit laufen, ohne auf zwei NPCs mit demselben Charaktermodell zu treffen. Die Witcher Enhanced Edition löst dieses Problem weitaus intelligenter: Dank zufallsgenerierter Kleider (bzw. Texturen) unterscheiden sich jetzt viele Charaktere sehr viel stärker voneinander, obwohl die gleichen Personen darunter stecken.
Die Dialoge wurden für die Enhanced Edition neu vertont.Im Gegensatz zu manchem Kollegen waren wir mit der deutschen Sprachausgabe des Witchers übrigens sehr zufrieden, standen mit dieser Meinung aber wohl recht alleine da. CD Projekt nahm diesen Kritikpunkt jedenfalls zum Anlass, eine komplett neue Vertonung einsprechen zu lassen. Für Witcher-Fans klingt die zwar zunächst gewöhnungsbedürftig, dank sehr viel professioneller auftretender Sprecher lernt man die neue Synchronisation aber schnell lieben.
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