Hinter dem Titel Wheelman verbirgt sich nicht etwa eine Rollstuhl-Simulation, sondern ein benzingeladener Action-Titel um deutlich PS-stärkere Boliden. Schwingt euch hinters Steuer, schnappt euch eine Knarre, legt Barcelona in Schutt und Asche und vernichtet gleich drei rivalisierende Gangs.

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Ich geb’ Gas, ich will Spaß!

In Wheelman geht es um den Undercover-Cop Milo Burik (Vin Diesel), der es gleich mit drei verschiedenen Gangs zu tun bekommt. Um erfolgreich zu sein, muss er sie aber zunächst infiltrieren – als Fahrer übernimmt er die verschiedensten Aufträge, um sich in der Gunst der bösen Jungs nach oben zu arbeiten. Ihr bewegt euch dafür frei durch ein, was die Eckpunkte angeht, realistisches Barcelona und könnt verschiedene (Neben-)Missionen übernehmen, durch die ihr ein paar Charaktereigenschaften verbessern könnt. Natürlich gibt es auch noch eine Hauptstory zu erledigen. Das ganze erinnert irgendwie an GTA – dabei liegt der Fokus aber eindeutig auf den fahrbaren Untersätzen.

The Wheelman - Mit Vin Diesel auf Probefahrt

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Fußfauler Actionheld: Nur knapp ein Fünftel der Spielzeit seid ihr auf den Beinen unterwegs.
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Nur etwa 20 Prozent der Missionen erledigt Milo per Pedes, den Rest der Zeit verbringt der fußfaule Actionheld hinter dem Steuer eines der zahlreichen Boliden. 24 verschiedene Vehikel wollen befahren werden, vom flinken Bike bis hin zum trägen Brummi ist alles dabei. Mit den Autos wird dann geheizt, was das Zeug hält, wobei immer eine Heerschar von Polizei- und Gang-Gegner sowie bemitleidenswerte Zivilisten für rasante Action sorgen. Alle wollen Milo ans Sitzleder, doch der weiß sich gut zu wehren, und glücklicherweise halten seine Karren auch immer einiges aus. Und wenn die Schüssel dann doch mal klappert, kann er sich schnell irgendeinen anderen fahrbaren Untersatz krallen – das geht sogar in voller Fahrt.

Bei diesem Manöver wird klar, was die Entwickler vor Augen haben – ein rasantes Actionspiel, das stark an die Autoaction in Filmen erinnert. Und so wird hier immer mit Bleifuß gefahren, während man noch locker eine Hand aus dem Fenster stecken und ballern kann. Dazu kommen kurze Cut-Scenes in der Action, Zwischensequenzen und Super Moves wie im Kino – beispielsweise Handbremse rein, eine Schleuderdrehung machen und dabei die Gegner wegballern. Und nicht nur das – auch die Vehikel selber können sich rammen und richtiggehend als Waffe eingesetzt werden.

Crash, Boom, Bang!

Der Entwickler erzählt die Story dahinter in etwa so: Herr Diesel – ein bekennender Gamer – soll persönlich in einer frühen Phase der Game-Entwicklung Fighting-Anteile im Spiel verlangt haben. Nun habe aber ein Prügelspiel nicht ins Konzept gepasst, und nach einigem Nachgrübeln sei man auf eine andere Lösung gekommen: Man lässt die Autos kämpfen! Wie in einem Prügelspiel kann man leichte, mittlere oder schwere Angriffe mit seinem fahrbaren Untersatz austeilen, wobei dies üblicherweise über seitliche Rammmanöver geht.

The Wheelman - Mit Vin Diesel auf Probefahrt

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Autoscooter mal anders: Je schwerer die Karre, umso größer das Schädeltrauma eures Gegners.
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Je schwerer das Gefährt, desto wirkungsvoller der Angriff. Gleichzeitig kann man aber auch beim Gegner erkennen, wenn er zu einem entsprechenden Manöver ansetzt, und dem Angriff ausweichen oder ihn blocken. Man hat auch noch verschiedene Spezialaktionen zur Verfügung, die über den Fokus-Modus ausgelöst werden können. Sobald die Anzeige aufgeladen ist, kann man etwa in Zeitlupe wechseln oder einen Boost geben.

Wer bei GTA am liebsten Auto fährt, wird Wheelman lieben!Ausblick lesen

Der Schwerpunkt auf Auto-Action bringt natürlich auch so einige Nachteile mit, so ist die Szenerie trotz unterschiedlicher Tageszeiten auf die Dauer etwas eintönig – immerhin die Hauptmissionen versprechen etwas Abwechslung, hier geht es beispielsweise auch mal unter die Erde in die U-Bahn-Tunnel. Aber alles immer nur im Alleingang – einen Multiplayer-Modus sucht man vergebens.

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Eher Durchschnitt, statt echter Grafik-Revolution. Wheelman dürfte niemanden so richtig vom Hocker reißen.
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Die Technik geht ok, setzt aber auch keine Meilensteine: Die Steuerung ist intuitiv und geht voll in Ordnung. Die große Besonderheit dabei: Über den rechten Stick (getestet: Xbox 360) führt man die Angriffe mit dem Auto aus, kann so aber auch schnell mal in die Nachbarspur hüpfen. Die Grafik konnte uns beim Probespiel nicht wirklich vom Hocker reißen und bleibt durchschnittlich. Immerhin sehen Vin Diesel wie Vin Diesel und Barcelona wie Barcelona aus, die versprochenen „eindrucksvollen Grafikeffekte“ haben bei uns aber zumindest keinen Eindruck hinterlassen. Bei der Synchro gibt’s im Englischen Herrn Diesel und im Deutschen seine Synchronstimme Martin Kessler zu hören, dafür hat man dann an den Nebenrollen gespart. Aber hey, man will schließlich fahren und kein Hörbuch vorgelesen bekommen.