The Suffering: Ties That Bind (PS2-Test)
von Nedzad Hurabasic

Im vergangenen Jahr veröffentlichte Midway mit dem Horror-Shooter »The Suffering« einen der eher besseren - weil storylastigeren - Vertreter des Genres. Zwar konnte das Spiel nicht mit Highend-Grafik wie beispielsweise »Doom 3«

aufwarten, dafür wurde die Geschichte viel spannender erzählt und beschränkte sich nicht ausnahmslos auf das Metzeln von Monstern und Mutationen. Nun hat der Publisher mit »The Suffering: Ties That Bind« den Nachfolger veröffentlicht, der im Prinzip genau dort anschließt, wo der Vorgänger aufhört.

Rückblick
In Teil eins war der Spieler damit beschäftigt, auf der Gefängnisinsel Eastern Baltimore gegen Horden von Monstern ums Überleben zu kämpfen und war dabei in der Wahl der Mittel auch nicht unbedingt zimperlich. Am Ende gelang trotz aller monströsen Widrigkeiten die Flucht und per Schnellboot setzte sich der Protagonist "Torque" von der Insel ab.

Leicht irritierend ist deshalb der Einstieg in "Ties That Bind": Wir befinden uns wieder zurück auf der verhassten Gefängnisinsel und müssen uns in einem, allerdings sehr kurzen, Abschnitt erneut den Weg in die Freiheit freischießen. Nachdem das problemlos geschafft ist, wird schnell klar: Dies war nur das Intro des Spiels, das uns die Geschehnisse des ersten Teils noch einmal in Erinnerung rufen soll. Außerdem dient der Mini-Level als Tutorial. Die wichtigsten Grundfunktionen des Spiels werden dabei per Bildschirmeinblendungen im Schnellverfahren vermittelt und lassen eigentlich keine Fragen offen.

Das heißt aber nicht, dass die Steuerung des Helden einfach zu beherrschen wäre. Per Knopfdruck kann zwar schnell von der Ego- in die Beobachterperspektive gewechselt werden. Gewöhnungsbedürftig ist aber in erster Linie die Ausrichtung von Torque, die auf der PlayStation per rechtem Stick erfolgt. Erstens dreht sich die Figur zu langsam, um wirklich effektiv zu sein und zweitens war es schon immer schwierig die Figur mit dem linken Stick vorwärts zu bewegen und mit dem rechten das Fadenkreuz auszurichten. Die Zielausrichtung geht per Tastatur/Maus-Kombination deutlich einfacher und intuitiver. Nun gut, dafür kann das Spiel nicht wirklich etwas. Nach einiger Eingewöhnungszeit klappt das Zielen auch einigermaßen.

Vom Regen in die Traufe
Zurück zur Story: Torque entkommt der Insel und wähnt sich im nahe gelegenen Baltimore in Sicherheit. Doch Pustekuchen! Auch dort wimmelt es von freakigen Monstern, die statt Armen rasiermesserscharfe Klingen haben und die Bevölkerung ausradieren.

The Suffering: Ties That Bind - Die Leiden des jungen... Torque

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"Holy Shit", denkt sich der Held und wird kurz darauf von einer Spezialeinheit festgenommen, die ihm wegen seiner mysteriösen Vergangenheit auf den Fersen ist. Dumm gelaufen - aber nur kurz. Die Wachmannschaft wird natürlich auch umgehend von den Monstern beseitigt und so steigt der kriminelle Held endlich ins richtige Spiel ein.

Allein gelassen in einer unmenschlichen Stadt, auf der Suche nach seiner Vergangenheit und Erlösung. Seine Vergangenheit holt ihn immer wieder in Form von Visionen ein, die frühere Erlebnisse in ihm wachrufen. Schlimme Erlebnisse, die das Spielgeschehen immer wieder unterbrechen und um das Seelenheil des Protagonisten fürchten lassen. Blutige Video-Einsprengsel sorgen dafür, dass der Spieler bald nicht mehr genau weiß, welche Storyelemente der Vergangenheit angehören und welche den Geschehnissen der Gegenwart zuzuordnen sind.

Einige der Visionen leiten Torque auch auf seinem gefährlichen Weg durch die Stadt, allerdings kann der Spieler auf seiner Odyssee durch das chaotische Baltimore nicht wirklich etwas falsch machen. Erstens erhält der Held an vielen Orten Maps, die die Orientierung erleichtern sollen und zweitens eigentlich nicht benötigt werden. Das Spielgeschehen ist nämlich bis auf wenige Ausnahmen absolut linear gehalten und lässt für Ausflüge und Erkundungstouren keinen Platz. Meist gibt es aus einem Raum bzw. Bereich nur einen möglichen Ausgang, der sich teilweise nur dann öffnet, wenn ein Feind oder mehrere Wellen von Monstern besiegt wurden.

Packshot zu The Suffering: Ties That BindThe Suffering: Ties That BindErschienen für PC, PS2 und XBox kaufen: Jetzt kaufen:

Unterwegs sammelt man diverse Waffen, Schlaggegenstände und eine Taschenlampe auf, für die immer genug Energie vorhanden sein muss, damit sie funktioniert. Sobald Torque zwei Waffen einer Sorte erhalten hat, führt er diese auch gleichzeitig in beiden Händen. Allerdings können immer nur zwei verschiedene Waffen gleichzeitig im Inventar mitgeführt werden. Munition und Gegenstände werden übrigens automatisch aufgenommen, sobald der Held daran vorbei läuft. Entweder sind aber die Monster im Vergleich zu Teil eins widerstandsfähiger geworden oder die Effizienz der Waffen wurde herabgesetzt. Anders ist nicht zu erklären, dass teilweise mehrere Magazine geleert werden müssen, bis die Monstrositäten zu Boden gehen.

Das Tier im Manne
Das Spiel wartet mit einer ganze Reihe von unterschiedlichen Feinden auf, die mehr oder weniger intelligent vorgehen. Meist greifen sie den Spieler in Rudeln an und bringen ihn daher eher aufgrund ihrer Anzahl anstatt ihrer Stärke in Bedrängnis. Oft genug sorgen aber die gut getimten Angriffe aus dem Hinterhalt für

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Schockeffekte und tragen einen guten Teil zum beängstigenden Schreckenszenario bei. Die Entwickler haben sich dabei einiges einfallen lassen, auch wenn viele Monster bereits so oder ähnlich aus dem ersten Teil bekannt sind. Wem die normalen Waffen wie Scorpion-Maschinenpistole, abgesägte Schrotflinte oder Colts nicht ausreichen, der kann nach einiger Zeit im wahrsten Sinne des Wortes das Tier im Manne zum Vorschein bringen. Nachdem Torque genug Wut aufgestaut hat (ersichtlich an einem Energiebalken), kann er sich per Knopfdruck in ein Monster verwandeln, das nicht nur fürchterlich aussieht, sondern auch genauso zuschlägt.

Das so genannte "Ausrasten" wird aber auch für einige Gameplay-Elemente genutzt und dient nicht nur als Selbstzweck. So gibt es Monster, die nur in dieser Form bezwungen werden können und auch bestimmte Wände lassen sich nur einreißen, wenn der Hauptcharakter sich in Rage befindet. Dieser Modus schützt ihn aber weder vor Verletzungen noch macht er unsterblich.

Regt er sich nicht schnell genug wieder ab (was der Spieler rechtzeitig per Knopfdruck herbeiführen kann), so erleidet er bei der erzwungenen Rücktransformierung Schaden. Auch insgesamt nimmt die Spielfigur Treffer der Feinde ziemlich übel und geht schneller zu Boden, als man sich wünschen würde. In Kombination mit der eher geringen Durchschlagskraft der Waffen führt das recht schnell zum Ableben des Helden. Frustige Dauerwiederholungen von schwierigen Spielabschnitten können glücklicherweise vermieden werden, da jederzeit der Spielstand gesichert werden kann.

Teilweise erhält Torque auch Unterstützung von überlebenden Einwohnern der Stadt oder muss diese gegen Angriffe beschützen, was das streng lineare Gameplay immer wieder ein wenig auflockert. Im Grunde genommen kämpft sich der Spieler aber wie auch schon im Vorgänger von einem Raum zum nächsten und muss Horden von fiesen Monstern abschlachten. Dabei setzt sich das mysteriöse Story-Puzzle immer weiter zu einer verständlichen Hintergrundgeschichte zusammen, die auch per Notizbuch-Funktion mitverfolgt werden kann.

Visuell hat sich im Vergleich zum Vorgänger außer dem leicht veränderten Szenario nicht viel verändert. Das chaotische Baltimore gibt das schreckliche Geschehen recht plastisch wieder, auch wenn die Grafik kantig und die Spielfiguren etwas hölzern wirken. Das blutige, ja geradezu splatterhafte, Spielgeschehen ist zwar gekonnt in Szene gesetzt und passt hervorragend in die apokalyptische Umgebung, lässt aber Details bei Texturen vermissen.

Dafür sind die Visionen des Helden bestens ins Spiel integriert und lassen atmosphärisch fast schon Spielfilm-Stimmung aufkommen. In Kinderhände gehört das Spiel aufgrund der ausschweifenden und brutalen Gewaltdarstellungen natürlich keineswegs! »Ties that bind« bietet keinen erwähnenswerten musikalischen Soundtrack, weiß aber andererseits durch die Soundeffekte zu überzeugen: Weinende Babys im Hintergrund, klingelnde Telefone im Niemandsland, erschreckendes Geröchel, Klingen, die über den Asphalt gezogen werden. Kurzum: Schauerhaft gut! sich wünschen würde. In Kombination mit der eher geringen Durchschlagskraft der Waffen führt das recht schnell zum Ableben des Helden. Frustige Dauerwiederholungen von schwierigen Spielabschnitten können glücklicherweise vermieden werden, da jederzeit der Spielstand gesichert werden kann.

Teilweise erhält Torque auch Unterstützung von überlebenden Einwohnern der Stadt oder muss diese gegen Angriffe beschützen, was das streng lineare Gameplay immer wieder ein wenig auflockert. Im Grunde genommen kämpft sich der Spieler aber wie auch schon im Vorgänger von einem Raum zum nächsten und muss Horden von fiesen Monstern abschlachten. Dabei setzt sich das mysteriöse Story-Puzzle immer weiter zu einer verständlichen Hintergrundgeschichte zusammen, die auch per Notizbuch-Funktion mitverfolgt werden kann.

Visuell hat sich im Vergleich zum Vorgänger außer dem leicht veränderten Szenario nicht viel verändert. Das chaotische Baltimore gibt das schreckliche Geschehen recht plastisch wieder, auch wenn die Grafik kantig und die Spielfiguren etwas hölzern wirken. Das blutige, ja geradezu splatterhafte, Spielgeschehen ist zwar gekonnt in Szene gesetzt und passt hervorragend in die apokalyptische Umgebung, lässt aber Details bei Texturen vermissen.

Dafür sind die Visionen des Helden bestens ins Spiel integriert und lassen atmosphärisch fast schon Spielfilm-Stimmung aufkommen. In Kinderhände gehört das Spiel aufgrund der ausschweifenden und brutalen Gewaltdarstellungen natürlich keineswegs! »Ties that bind« bietet keinen erwähnenswerten musikalischen Soundtrack, weiß aber andererseits durch die Soundeffekte zu überzeugen: Weinende Babys im Hintergrund, klingelnde Telefone im Niemandsland, erschreckendes Geröchel, Klingen, die über den Asphalt gezogen werden. Kurzum: Schauerhaft gut! sich wünschen würde. In Kombination mit der eher geringen Durchschlagskraft der Waffen führt das recht schnell zum Ableben des Helden. Frustige Dauerwiederholungen von schwierigen Spielabschnitten können glücklicherweise vermieden werden, da jederzeit der Spielstand gesichert werden kann.

Teilweise erhält Torque auch Unterstützung von überlebenden Einwohnern der Stadt oder muss diese gegen Angriffe beschützen, was das streng lineare Gameplay immer wieder ein wenig auflockert. Im Grunde genommen kämpft sich der Spieler aber wie auch schon im Vorgänger von einem Raum zum nächsten und muss Horden von fiesen Monstern abschlachten. Dabei setzt sich das mysteriöse Story-Puzzle immer weiter zu einer verständlichen Hintergrundgeschichte zusammen, die auch per Notizbuch-Funktion mitverfolgt werden kann.

Visuell hat sich im Vergleich zum Vorgänger außer dem leicht veränderten Szenario nicht viel verändert. Das chaotische Baltimore gibt das schreckliche Geschehen recht plastisch wieder, auch wenn die Grafik kantig und die Spielfiguren etwas hölzern wirken. Das blutige, ja geradezu splatterhafte, Spielgeschehen ist zwar gekonnt in Szene gesetzt und passt hervorragend in die apokalyptische Umgebung, lässt aber Details bei Texturen vermissen.

Dafür sind die Visionen des Helden bestens ins Spiel integriert und lassen atmosphärisch fast schon Spielfilm-Stimmung aufkommen. In Kinderhände gehört das Spiel aufgrund der ausschweifenden und brutalen Gewaltdarstellungen natürlich keineswegs! »Ties that bind« bietet keinen erwähnenswerten musikalischen Soundtrack, weiß aber andererseits durch die Soundeffekte zu überzeugen: Weinende Babys im Hintergrund, klingelnde Telefone im Niemandsland, erschreckendes Geröchel, Klingen, die über den Asphalt gezogen werden. Kurzum: Schauerhaft gut!