The Movies (PC Review)
von Jörg Pitschmann

"Willi Schwabes Rumpelkammer" Der berühmteste Filmvorführer der ehemaligen DDR würde vermutlich aus seinem Grab springen und vor Begeisterung in die knochigen Hände klatschen, wenn man ihm "The Movies" vorgeführt hätte, das neueste Spiel aus dem Hause Lionhead.

Denn was Seine Eminenz Sir Peter Molyneux schon vor Jahren ausgeheckt und auf der Games Convention vorab präsentiert hatte, ist nunmehr seit einigen Tagen auf dem Markt erhältlich.

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The Movies - Führt euer Filmimperium an die Weltspitze. Seid ihr besser als Steven Spielberg?

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Ob allerdings unsere Redakteure vor Begeisterung ebenfalls in die Hände klatschen würden, mußte das Programm erst in einem filmreifen Testparcours unter Beweis stellen. Und natürlich auch, ob die schleimigen Titulierungen gerechtfertigt sind, mit denen wir Mr. Molyneux geehrt haben. Also lehnt Euch zurück, lest weiter und genießt die Show…

Flimmerstunde

Und noch so ein Relikt aus der alten Zeit. Gemeint ist aber nicht Professor Flimmrich, der einst im Kinderfernsehen der DDR über Filme erzählte, sondern die himmelschreiend herzerweichenden Stummfilme aus den Anfangstagen der bewegten Bilder.

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Denn "The Movies" schlägt - zumindest im Kampagnenmodus - im Spielverlauf einen Bogen, der mit dem Jahr 1920 beginnt und in der Jetztzeit endet. Wer sich um den Aufbau eines Studios nicht scheren will, sondern lieber gleich erfolgreiche Hardcore-Action oder schmachtende Liebesfetzen produzieren möchte, der wählt statt der Kampagne den "Sandkasten"-Modus im Hauptmenü. Dabei kann man wählen, ob man mit einem voll ausgerüsteten Studio ins Geschehen einsteigen will, oder man baut ohne Zeit- und Konkurrenzdruck seine eigene Traumfabrik.

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Am spannendsten dürfte allerdings die Kampagne sein, denn dabei muß man sich vom Start weg mit anfangs vier, später mehr Konkurrenten herumschlagen. Dreh- und Angelpunkt ist nämlich die Erschaffung und vor allen Dingen erfolgreiche Vermarktung eines florierenden Filmimperiums im guten, alten Hollywood.

Im Grunde genommen beinhaltet die Kampagne zwei unterschiedliche Spiele: im Aufbaupart geht es darum, ein Studio mit allem Zick und Zack aus dem trockenen Sandboden zu stemmen. Dazu baut man zunächst eine Schauspielschule, in der man seine hoffnungsvollen Filmsternchen und cholerische Jungregisseure sowie namenlose Statisten einstellt.

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Bewerber kommen übrigens vollautomatisch und warten vor der Schule auf ihre große Chance, nachdem das Gebäude fertiggestellt wurde.

Man sollte allerdings bei der Auswahl sorgfältig vorgehen. Einzelne Attribute wie Gemüt, Ess- und Trinkverhalten oder soziale Ader werden nämlich angezeigt, sobald man mit der Maus auf einen Bewerber klickt. Und nichts ist ärgerlicher, als bereits zu Beginn einen Star anzuheuern, der neben hervorragenden darstellerischen Fähigkeiten einen ebenso hervorragenden Hang zu Alkoholabstürzen oder Freßattacken hat. Wer mag, kreiert sich übrigens seine eigenen Stars.

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Mit "Star Maker" liegt dem Hauptprogramm nämlich ein Editor bei, der die Erstellung individueller Typen ermöglicht. Auf diese Weise kann man jederzeit seine Lieblingsschauspieler in das Spiel integrieren, denn natürlich dürfen die selbsterstellten Darsteller auch frei benannt werden.

Hat man seine Anfangstruppe beisammen, benötigt man noch eine Drehbuchschreiber-Bude und ein paar Autoren, die ebenfalls vor dem Gelände herumlungern, und schon kann man die ersten Filmchen produzieren. Sobald dann das erste Set gebaut ist und ein paar Handlanger als Crew eingestellt worden sind, steht der Karriere als Filmtycoon nichts mehr im Weg.

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Das führt uns zum zweiten Teil des Spiels, in dem man sich auf die Realisierung von Kassenschlagern konzentriert. Hierbei ist es wichtig, Spielfilme zu produzieren, die sowohl den Geschmack des jeweiligen Publikums treffen, als auch bestimmte, filmhistorische Entwicklungen und technische Neuheiten beinhalten. Anfangs kann man allerdings ausschließlich vorproduzierte Drehbücher verfilmen.

Man hat lediglich die Möglichkeit, zwischen den Genres Komödie, Horror, Sci-Fi, Western und Action zu wählen und dem Streifen einen eigenen Namen zu geben. Sowohl die Handlung als auch die Sets sind vorbestimmt.

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Die erstellten Filmchen sind zwischen 30 Sekunden und einer Minute lang und von fragwürdiger Qualität. Das ist zu Beginn der Kampagne aber nicht weiter von Belang, und um die ersten Kröten zu verdienen, reichen die vorproduzierten Streifen allemal. Außerdem dienen sie natürlich dazu, die eigenen Stars mit der nötigen Erfahrung zu versehen, so dass ihre schauspielerischen Leistungen von Mal zu Mal besser werden.

Wirklich interessant wird das Filmemachen, sobald man sich ein freies Drehbuchbüro bauen kann. Dann nämlich ist es möglich, aus allen verfügbaren Genres frei kombinierbare Schnipsel miteinander zu kombinieren und Faktoren wie

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Beleuchtung, Kamerawinkel und -technik in seine Planung mit einzubeziehen. Außerdem kann man natürlich seine eigene Handlung ersinnen.

Während der Dreharbeiten kann man dann in die Szenen hineinzoomen und einige Parameter unmittelbar verändern. Das macht eine Menge Spaß. Dumm nur, wenn das - virtuelle - Publikum so gar nichts von den kreativen Ideen des Spielers hält und durch Abwesenheit im Kinosaal glänzt…

Starsearch
Aller Anfang ist schwer. Nicht so bei "The Movies", das den Spieler über eine sehr gelungene Einführung mit

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der komplexen Spielarchitektur vertraut macht. Dazu werden umfassende Tooltips eingeblendet, und eine aparte Frauenstimme erzählt in professionellem Deutsch, wie man anfangs am besten vorgehen sollte. Wir empfehlen daher dringend, die Einleitung durchzuspielen, da man auf diese Weise am schnellsten in die verschiedenen Optionen eingeführt wird. Wie schon erwähnt, heuert man seine künftigen Filmstars in der Schauspielschule an und weist ihnen dann möglichst unterschiedlichste Genres zu. Für jedes Genre stehen übrigens mit zunehmender Spieldauer unterschiedliche Sets zur Verfügung, die man nach und nach auf seinem Gelände errichten sollte.

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Überflüssig zu erwähnen, dass die Dinger Geld kosten. Sehr viel Geld. Man sollte sein Studio also maßvoll vergrößern. Ansonsten winkt der schnelle Bankrott.

Wenn die Darsteller und Regisseure gerade nicht mit Drehen beschäftigt sind, sollte man sie an den verschiedenen Sets üben lassen. Dazu schnappt man sich einen Star und lässt ihn einfach in eine seiner vorhandenen Filmkulissen plumpsen. Empfehlenswert ist es im übrigen, seine Schauspieler gezielt in bestimmten Genres üben zu lassen. So kann man sich zielgerichtet kleine Spezialisten für Komödien heranzüchten oder neue Actionstars vom Schlage eines Vin Diesel kreieren.Außerdem verhindert das Üben, dass die künftigen Superstars auf dumme Gedanken kommen. Denn wenn sich die Jungs und Mädchen langweilen, fangen sie an, beispielsweise über ihre Gagenhöhe nachzudenken oder verbringen ihre Zeit bevorzugt in der studioeigenen Bar. Das endet dann meistens böse. Grund genug also, regelmäßig einen Blick auf die Verfassung seiner kleinen Lieblinge zu werfen.

Dazu klickt man mit dem Mauszeiger einfach auf das Portrait des betreffenden Schauspielers oder Regisseurs und bekommt dann nützliche Informationen über dessen Gemütszustand. Übrigens: falls man es doch versäumt hat, rechtzeitig in das Geschehen einzugreifen und sich mit dem Umstand von daueralkoholisierten Schauspielern herumschlagen muß, empfehlen wir die umgehende Errichtung einer Entzugsklinik auf dem Filmgelände.

Darin werden einmal eingewiesene Stars nachhaltig von ihrer Trunksucht kuriert. Bis zum nächsten Mal jedenfalls.Einziger Nachteil: während des Entzugs fallen sie für weitere Dreharbeiten aus. Aber gut, das ist angesichts des immensen Imageschadens verschmerzbar, der ansonsten durch besoffene Filmstars entsteht. Insofern ist die Anschaffung der eigenen Suffklinik keine überflüssige Geldausgabe, sondern eine sehr praktische Einrichtung.

Jeder Star hat unterschiedliche Bedürfnisse. Hat man zu Beginn seine Filmsternchen noch recht gut im Griff, weil deren bescheidene Wünsche ebenso überschaubar sind wie die eigenen finanziellen Möglichkeiten, werden die Extrawürste, die man seinen künftigen Superstars braten muß, immer differenzierter. Ganz wichtig ist es auch, unbedingt auf die Befindlichkeiten seiner Darsteller untereinander Acht zu geben. Denn vielfach können sich die Darsteller und Regieschaffenden nicht riechen. Dann sollte man entweder die Besetzung des Films ändern oder aber das Wohlbefinden der Stars steigern.

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Ansonsten kann es passieren, dass sich die Diven beiderlei Geschlechts eher gegenseitig am Set die Augen auskratzen, als vernünftige schauspielerische Leistungen abzuliefern. Wer mit wem kann oder auch nicht, erkennt man übrigens sehr gut an der Auswertung eines abgedrehten Films und natürlich auch am Verhalten der Herrschaften untereinander. Ein gewisses Maß an Beeinflussung hat man dadurch, dass man bestimmte Figuren miteinander in engeren Kontakt bringt. Dazu arrangiert man zum Beispiel ein Treffen im Restaurant oder in der Bar und verfolgt dann anhand der eingeblendeten Gedankenblasen, ob und wie sehr sich die Protagonisten miteinander verstehen.

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Ein geschicktes Händchen bei der Knüpfung positiver sozialer Kontakte kann entscheidend zum Wohlbefinden der Stars beitragen, was sich wiederum auf die Qualität der schauspielerischen Leistungen niederschlägt.

Plan 9 from Outer Space
Natürlich ist die Chemie der Stars untereinander nicht alles. Wer allerdings glaubt, die soziale Komponente komplett außer Acht lassen zu können, liegt falsch. Denn je länger das Spiel dauert, desto schwieriger wird es, einen publikumswirksamen Film zu drehen.

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Natürlich entscheiden neben den persönlichen Faktoren auch äußere Einflüsse wie Filmtrends, technische Ausstattung und ganz besonders die Qualität des Drehbuchs über Wohl und Wehe eines Films. Um nicht völlig am Zuschauergeschmack vorbei zu planen, empfiehlt sich deshalb ein regelmäßiger Blick in die Kritiken. Die geben Aufschluss über das Können der eigenen Truppe sowie die Erwartung des zahlenden Publikums. Denn liegen gerade Actiondramen in der Gunst der Zuschauer vorn, wäre es ungeschickt, eine Liebesschmonzette abzudrehen. Man sollte sich auch nicht allzu lange auf vorgefertigte Drehbücher verlassen, sondern zügig seinen eigenen Kassenschlager schreiben und produzieren.

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Und dafür bietet das Spiel reichlich Stoff, denn es stehen einige hundert Szenen zur Verfügung, aus denen man sein eigenes Epos zusammenleimen kann. Ed Wood hätte wahrlich seine Freude an dieser Art des Filmemachens gehabt.

Egal ob man nun eigene Machwerke auf Zelluloid bannt oder die geistigen Produkte seiner Schreibsklaven vermarktet, wie unser Chef das ja auch tut, sollte man einen fertigen Film vor dem Dreh in die Postproduction schicken. Dort kann man das gute Stück im Nachhinein mit individuellem Equipment versehen, umschneiden und überhaupt den ganzen Kram soweit verändern und verbiegen, bis vom eigentlichen Skript nur noch das

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Grundgerüst übrigbleibt. Vielleicht sollten die Drehbuchschreiber von RTL ihre Produkte künftig in "The Movies" nachbearbeiten. Es kann der Qualität nur zugute kommen…

Stutenbeißen
Frauen sind ja untereinander wie die Tiere. Sagt man. Und wir fügen hinzu: Männer auch. Jedenfalls diejenigen im Spiel. Denn, wir erwähnten es bereits, je höher die Reputation des Schützlings steigt, desto größer werden auch seine Ansprüche. Während sich motivierte Jungstars und Frischlinge noch mit klapprigen Trailern zufriedengeben, in denen sie ihre Drehpausen verbringen, müssen es im Laufe der Zeit immer aufwendigere und teurere Behausungen sein.

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Damit nicht genug, sollte man stets und ständig für Abwechslung sorgen, indem man nützliche Gadgets auf dem Filmgelände und in unmittelbarer Nähe der Wohnwagen plaziert. In Betracht kommen entspannende Liegestühle, Sportgeräte jeder Art, aparte Blumen und Heckenpflanzungen sowie Telefonzellen, damit die Damen und Herren Divas mit ihren Liebsten und besten Freundinnen telefonieren können.

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Was ein echter Star ist, der hat ein Gefolge namenloser Hilfskräfte in seinem Tross, die ihm jeden Wunsch von den Lippen ablesen, sich erniedrigen und beleidigen lassen sowie jede erdenkliche Drecksarbeit machen, damit sich der Meister nicht überanstrengt. Das kennen wir auch. Bei uns heißen solche Leute Praktikanten. Im Spiel erlangen sie mit zunehmender Dauer ein recht hohes Maß an Wichtigkeit, denn je berühmter ein Star oder Regisseur wird, desto mehr fordert er sein eigenes Gefolge. Insofern sollte man nicht jeden Arbeitslosen, der sich auf dem eigenen Filmgelände blicken läßt, als Crew, Handwerker oder gar Schauspieler einstellen, sondern weist ihn besser einem vorhandenen Darsteller als Gefolge zu.

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Das bessert dessen Laune und damit wiederum die schauspielerischen Fähigkeiten. Jaja, die Welt ist soooo einfach…

Filmriß
Wo soviel Licht ist, ist auch Schatten. Und ein Spiel von Peter Molyneux wäre kein solches, wenn sich hinter der amüsanten und wohldurchdachten Fassade der Spielmechanik nicht auch ein paar Fehlerteufel eingeschlichen hätten.

Im vorliegenden Falle ist es die zunehmende Kleinteiligkeit, die den Spielfluß im späteren Verlauf erheblich ausbremst und für leichte Gereiztheit beim Spieler sorgt.

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Da es keine automatisierten Vorgänge gibt, - Wartungs- und Reparaturarbeiten ausgenommen, die von den Handwerkern selbstständig vorgenommen werden - zieht sich der Kampagnenmodus über die Jahrzehnte hin wie zähes Leder.

Hat man nämlich alle Bauten errichtet und auch jede Personalkategorie abgedeckt, kann man eigentlich nur immer und immer wieder neue Filme produzieren, die bis zu ihrem Verfallsdatum mehr oder weniger ordentlich Geld in die Kassen spülen. Da aber gleichzeitig jede Menge Kleinkram zu managen ist, verzettelt man sich leicht. Hier wäre weniger deutlich mehr gewesen.

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Hinzu kommt, dass eine ordentliche Übersichtsfunktion fehlt. Zwar werden bestimmte Aktionen durch eingeblendete Blinksymbole eingefordert, über die man bei Mausklick automatisch zum Ort des Geschehens springt. Doch wenn man beispielsweise einen bestimmten Ort wie das Restaurant, eine Kulisse oder ähnliches sucht, tut man gut daran, sich gemerkt zu haben, in welcher Ecke des Geländes man das Teil errichtet hat. Hinzu kommt eine recht unbefriedigende Zoomfunktion. Zwar kann man bis auf Augenhöhe in das Gelände hereinzoomen und sich dann quasi in Egoperspektive durch das Studio bewegen, doch eine simple Mapfunktion zur Übersichtserleichterung fehlt völlig. Das ist mehr als ärgerlich.

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Auch die oft eingeblendeten Tooltips sind zwar nützlich, erleichtern aber das Fortkommen nur sehr bedingt.

Um den Anreiz im Kampagnenmodus zu steigern, wurde eine Zeitleiste integriert, auf der dem Spieler frühzeitig historische Ereignisse oder Erfindungen mitgeteilt werden. Ist eine neue Technik verfügbar, kann diese im eigenen Forschungslabor erforscht werden und steht künftig bei der Produktion der Filme zur Verfügung.

Da jedoch konkurrierenden Studios ebenfalls fleißig an Neuerungen forschen, hinkt man als Spieler oft hinterher. Denn auf wundersame Weise haben die lieben Mitbewerber oft die Nase vorn.

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Während man sich noch redlich bemüht, eine Neuerung einzuführen, haben die anderen längst reagiert und der Ruf sinkt. Genau da liegt auch der Hase im Pfeffer. Neue Stars und Personal heuern nämlich im eigenen Studio nur an, wenn die eigene Reputation groß genug ist. Da jedoch zur Steigerung des Ansehens zwangsläufig auch ein immer größer werdender Personalstamm nötig ist, zieht sich der Aufstieg des eigenen Filmimperiums hin.

Denn je weniger Leute man in seiner Truppe hat, desto langsamer kann man auch nur an Neuheiten und Upgrades forschen und desto weniger Leute stehen vor der eigenen Tür Schlange.

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Auf diese Weise stagniert das Spielgeschehen ohne eigenes Verschulden mehr als einmal, während das mühsam errichtete Filmimperium das Schlußlicht in der Reihe der großen Studios bildet. Wer diesem Konkurrenzdruck aus dem Weg gehen will, hat nur die Möglichkeit, das Spiel im Sandkastenmodus zu spielen.

Hier kann frei von der Leber weg nach Herzenslust geschrieben, gedreht und postproduziert werden. Und wer will, lässt dabei Forschungen und Upgrades komplett außen vor und konzentriert sich ganz aufs Filmemachen. Die Frage bleibt allerdings, wie lange der Sandkastenbetrieb Spaß macht.

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Einen Großteil seines Reizes bezieht "The Movies" nämlich aus der zeitlichen und geschichtlichen Abfolge der Geschehnisse.

Technisch präsentiert sich das Spiel leider durchwachsen. So gelungen die Vertonung ist, so bescheiden nimmt sich die Grafik aus, die insbesondere in der Kantigkeit der Gesichter eher an den ersten Sims-Teil erinnert als an ein PC-Spiel des Jahres 2005. Auch die erstellten Filme präsentieren sich - unabhängig von gewollten Effekten wie Körnigkeit oder schlechten Farben - eher schlicht und gewinnen nur durch eine mehr oder originelle Handlung.

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Das ist schade, denn hier wäre sicherlich erheblich mehr möglich gewesen. Dafür verwöhnt der Sound mit gelungener Musikuntermalung und herrlich schräger Geräuschkulisse sowie einer professionellen Lokalisierung.

Nichtsdestoweniger ist "The Movies" fraglos einer der interessantesten und originellsten Titel, der in den letzten Monaten unseren Testparcours durchlaufen hat. Wer ein Faible für Aufbau- und Wirtschaftsstrategie hat, schrägen Humor und ebensolche Einfälle liebt und schon immer mal seine eigenen Filme drehen wollte, der sollte das Spiel kaufen. Und für Fans von Sir Peter gibt es sowieso keine Alternative.

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Das ist schade, denn hier wäre sicherlich erheblich mehr möglich gewesen. Dafür verwöhnt der Sound mit gelungener Musikuntermalung und herrlich schräger Geräuschkulisse sowie einer professionellen Lokalisierung.

Nichtsdestoweniger ist "The Movies" fraglos einer der interessantesten und originellsten Titel, der in den letzten Monaten unseren Testparcours durchlaufen hat. Wer ein Faible für Aufbau- und Wirtschaftsstrategie hat, schrägen Humor und ebensolche Einfälle liebt und schon immer mal seine eigenen Filme drehen wollte, der sollte das Spiel kaufen. Und für Fans von Sir Peter gibt es sowieso keine Alternative.