Naughty Dogs Uncharted-Trilogie für die PS3 hat dem Entwicklerstudio nicht nur viel Lob von Seiten der Kritiker und Spieler eingebracht, das Studio konnte sich auch von dem Image trennen, 'nur' das Studio zu sein, das die Crash Bandicoot- und Jak-Spiele entwickelt. Doch es schien, als würde sich Uncharted ebenfalls zu einem Stigma entwickeln, weswegen die Premiere von The Last of Us bei den VGA 2011 zuerst an ein neues Uncharted-Spiel denken ließ. Mittlerweile weiß man allerdings, dass The Last of Us eine ganz andere Sorte Spiel ist. Weit entfernt von Uncharted und noch weiter entfernt von den lieblichen Crash Bandicoot- und Jak-Spielen. Vor allem in Sachen Gewaltgrad.

The Last of Us - Creative Director verteidigt die Gewalt im Spiel

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Diese Szene gilt in The Last of Us wohl noch als idyllisch
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Und die scheint so heftig, dass sich nun Creative Director Neil Druckmann dafür rechtfertigen muss. Oder vielleicht auch wegen dem kürzlichen Newtown-Massaker. Wer weiß? Naughty Dog will schließlich ganz sicher nicht, dass die Medien das Spiel nur auf seine Gewaltdarstellung reduzieren oder gar findige Politiker The Last of Us demnächst in ihren Hasstiraden in einem Atemzug zusammen mit Postal 2 oder Kindergarten Killer nennen.

So gebe es seiner Meinung nach Gründe für die exzessive Gewalt. "Die Gewalt, die Ihr innerhalb dieser Welt seht, ist nicht grundlos und übertrieben oder gar nur der Gewalt wegen vorhanden. Die Gewalt sorgt für eine gewisse Stimmung. eine gewisse Atmosphäre. Es ist eine Realität, der Joel und Ellie ins Gesicht blicken müssen. Der Grund, warum wir so eine realistische Gewalt anstreben, is der, dass wir Euch glaubhaft vermitteln wollen, dass für Ellie und Joel viel auf dem Spiel steht," so Neil Druckmann.

Jedoch werde Ellie, obwohl sie durch die postapokalyptische Welt, in der sie aufgewachsen ist, abgehärtet sein sollte, immer wieder als eine Art moralischer Anker fungieren. "In ihren Augen wird die Gewalt anders interpretiert als bei Euch oder bei mir. Sie lebt in einer Welt, in der Menschen hingerichtet werden, in der Menschen infiziert werden und sie hat gesehen, wie infizierten Menschen die Köpfe abgerissen wurden," erläutert Druckmann. "Es wird noch immer Situationen geben, in denen Joel Dinge tut, die ihr nicht gefallen, aber das sind Situationen, die sich jenseits unserer moralischen Grenzen befinden."

So seien Kämpfe zwar umgehbar, die Gewalt an sich sei aber unvermeidbar, aufgrund des Spieldesigns. So müsse man zwar Kämpfen, um voranzukommen, aber laut Druckmann, solle man sich dabei schlecht fühlen, diese Leute umbringen zu müssen, da sie auch nur zu Überleben versuchten.

The Last of Us wird am 7. Mai 2013 für die Playstation 3 erhältlich sein.

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