Was haben die Entwickler von „Hindustan Electronics Company“ mit ihrem verrückten Trailer da nur für eine Lawine der Vorfreude und Verwirrung losgerissen: „Ein Spiel, das auf Google Earth basiert? Was soll das denn!?“, so hieß es unter anderem aus der Videospielcommunity. Viele glauben sogar, es handle sich dabei um einen Scherz. The Last Guy ist ein Spiel, das sich zwischen Pacman, Lemmings und dem eingangs erwähnten virtuellen Globus des Internet-Riesen Google bewegt. Kann das gut gehen?

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Kurze Rede, kurzer Sinn

Bevor es los geht, wollen wir natürlich wissen, warum sich fast alle Menschen in hirnlose Zombies verwandelt haben und warum ausgerechnet wir „der letzte Typ“ sind – und warum müssen wir so verdammt viele Menschen retten? Das lässt sich, zumindest wenn es nach Meinung der Entwickler geht, schnell erklären: Als die Erde von einem mysteriösen lilafarbenen Licht getroffen wurde, verwandelten sich alle, die sich nicht gerade in einem Gebäude aufhielten, in fiese Hirnnager. Das war's. Ehrlich!

The Last Guy - Wenn sich Pacman und Google Earth die Hand reichen

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Überall verstecken sich verängstigte Menschen. Und ihr müsst sie retten!
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Die Überlebenden müssen also schnellstmöglich gerettet werden. Und dafür gibt es die Sondereinheit URF, in deren fähigsten Mannes Rolle ihr schlüpfen dürft: The Last Guy. Wen würde es bei dieser Oskar-verdächtigen Geschichte noch wundern, wären die Missionsbeschreibungen lang gehalten. Meist mit einem simplen Satz instruiert euch die Führung des Sondereinsatzkommandos über euer immergleiches Missionsziel: Rette die Menschen!

Ähnlich schnell erklärt sich auch das Spielprinzip. Ihr seid der Typ mit dem roten Umhang. Der mag zwar keine Superkräfte besitzen, doch dafür hat er eine unheimlich anziehende Wirkung auf verängstigte Menschen. Deshalb hängen sich auch alle Überlebenden an seine Fersen, die sich in seiner unmittelbaren Nähe befinden. Und so bildet sich eine immer länger werdende Menschen-Schlange. Diese muss dann nur noch in der sogenannten „Escape Zone“ abgeladen werden.

Menschen in Schlangen

Was teilweise so aussieht, als hätte Aldi wieder einen neuen Billig-Computer im Angebot, entpuppt sich schnell als Dreh- und Wendepunkt des Spielgeschehens. Je mehr Menschen ihr einsammelt, umso länger wird auch die Schlange und die damit verdienten Punkte, die es bei Errettung hagelt. Doch Vorsicht, mehr Menschen erregen auch mehr Aufmerksamkeit. Und die fiesen Zombies sind hungrig!

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Je länger die Schlange, desto mehr Punkte gibt es auf das Konto.
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Die besagten Hirnlutscher sind übrigens zahlreich vertreten. Sie schleichen auf der Straße, verstecken sich in dunklen Gassen oder blockieren euch gar den Weg. Kaputt machen geht nicht – Die Devise lautet: Bei Gefahr, rennen! Erwischt euch nämlich einer der Zombies, ist das Spiel vorbei. Und hier fängt The Last Guy an, euer taktisches Geschick zu fordern. Wer clever zwischen Gebäuden und Straßen manövriert, wird auch den fiesesten Untoten entgehen können.

The Last Guy! Number One Game... in the Woooorld! ... Naja, doch nicht ganz.Fazit lesen

Spätestens jetzt ist klar: The Last Guy kommt mit unglaublich knackigem Schwierigkeitsgrad daher. An dieser Stelle merkt auch der Gelegenheitsspieler schnell, dass The Last Guy vermutlich nicht sein Lieblingsspiel wird. Es bedarf einer gehörigen Portion Planung, Geschick und Glück, um nicht nur in den ersten beiden von insgesamt fünfzehn Großstädten zu gewinnen und dann den Controller enttäuscht in die Ecke zu werfen.

Superkräfte? Wer braucht die schon...

The Last Guy besitzt keine Superkräfte. Eine denkbar verzwickte Lage für einen angehenden Helden. Das ist vermutlich auch der Grund, weshalb ihm die Entwickler doch eine Hand voll Spielhilfen spendieren. So lassen sich mit einer Wärmebildkamera in Häusern versteckte Menschen ausmachen und verschiendene Power Ups ermöglichen Unsichtbarkeit, einen Zeitstopp oder auch mehr Ausdauer für „den letzten Typen“.

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Die Wärmebildkamera zeigt an, wo sich potentielles Zombiefutter versteckt.
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Die Ausdauer wird dann wichtig, wenn sich ein Zombie nähert. Mit ihr kann der Mann im roten Cape auf Knopfdruck sprinten oder die hinter ihm versammelte Menschenmasse auf einen Punkt konzentrieren. Je mehr potentielles Zombiefutter sich im Anhang befindet, umso größer wird auch die Ausdauer des Helden. Das ermutigt schnell, neben den zusätzlich winkenden Punkten, eine möglichst große Menschenschlange zu bauen.

Das verrückte Mashup aus alten Arcade-Klassikern lässt sich nur im PlayStation-Network erwerben. Ein weiterer Haken ist die fehlende Lokalisation: The Last Guy ist komplett in Englisch gehalten. Doch bei einem Preis von schlappen 7,99€ sollte man auch nicht zu viel erwarten. Und ehrlich gesagt, viel geredet wird in The Last Guy sowieso nicht.