Videospiele-Designer Fumito Ueda sprach in einem Interview über The Last Guardian und warum er Sony Computer Entertainment verlassen hat.

The Last Guardian - Fumito Ueda: Es tut mir schrecklich leid, dass ich mein Publikum so lange warten ließ

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The Last Guardian lässt lange auf sich warten
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The Last Guardian entwickelt sich langsam zu einem zweiten Duke Nukem Forever. 2007 wurde das Spiel von Team ICO, das neben ICO auch das phänomenale Shadow of the Colossus entwickelt hat, im japanischen Famitsu-Magazin das erste Mal genannt. Seither sind nun bald sieben Jahre vergangen. 2011 verließ Ueda Team ICO und Sony Computer Entertainment aus ungenannten Gründen, sicherte aber zu, dass er The Last Guardian als Freelancer fertigstellen würde.

Wie es derzeit um den Titel steht, weiß niemand so genau. Und die, die es wissen könnten, wollen nichts verraten. Die letzte Info stammt von Sonys President of Worldwide Studios Shuhei Yoshida, der beim PS4-Special von Spike TVs All Access vergangenen Freitag mitteilte, dass er das Spiel bereits antesten konnte und die Grafik wunderschön finde. Auf den Versuch von Host Geoff Keighley, ihn mit der Frage nach dem Controller aus der Reserve zu locken, geht Yoshida nicht darauf ein. Hätte er gesagt, ob er das Spiel mit einem Dualshock 3 oder einem Dualshock 4 gespielt hat, wäre zumindest klar gewesen, ob The Last Guardian noch als PS3- oder nun schon als PS4-Titel konzipiert ist.

In einem kurzen Interview mit Edge zeigte sich Director und Lead-Designer Fumito Ueda untröstlich ob der langen Wartezeit. "Von kleineren Veröffentlichungen abgesehen, tut es mir schrecklich leid, dass ich aus unterschiedlichen Gründen mein Publikum schon so eine lange Zeit warten lasse", so Ueda.

Bei einer so langen Entwicklungszeit stellt sich natürlich die berechtigte Frage, wie man ein Team so lange motiviert halten kann. Das sei auch das Wichtigste bei der Produktion von etwas Großartigem. "Ein Hobby oder Alkohol helfen vielleicht dabei, einen temporär aufzufrischen, aber sie helfen nicht bei der Kreativität. Außerdem sind die Team-Mitglieder von ICO und Shadow of the Colossus ebenso detailversessen wie ich. Ich möchte immer schnell entwickeln und die Produktionsrate steigern. Im Fall von The Last Guardian war meine kreative Arbeit schon vor einer langen Zeit beendet, aber die Details darüber, wann, wo und wie es beendet sein wird, sind jenseits meiner Kontrolle."

Die Entscheidung, Sony Computer Entertainment und Team ICo zu verlassen, habe nichts mit seinem ehemaligen Arbeitgeber zu tun. Vielmehr habe er aus vielerlei Gründen mit sich selbst gehadert und sich daher zu diesem Schritt entschieden. Seine Zeit bei Sony basierte aber auch lediglich auf einem jährlich befristeten Vertrag. Daher sei sein Weggang nicht einmal besonders einschneidend gewesen. Sony habe zwar nicht erfreut reagiert, er könne zu diesem Zeitpunkt aber keine weiteren Details teilen.

Derzeit arbeite Ueda an The Last Guardian und an einigen weiteren, geheimen Projekten. Jedoch ließ Ueda schon einmal wissen, dass er nach The Last Guardian gerne an einem First-Person-Shooter im Stile von Half-Life 2 arbeiten würde.

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