The Great Escape (XBox-Test)
(von Carsten Görig)

Es wird nicht mehr lange dauern, bis man erstaunt sein wird ein Spiel in den Händen zu halten, das keine Filmlizenz besitzt. Diesmal also »The Great Escape« oder auf Deutsch »Gesprengte Ketten«, ein Klassiker mit dem King of Cool, Steve McQueen in der Hauptrolle -

gedreht 1963. »The Great Escape« bietet eine Geschichte, die im Umfeld der momentan so angesagten Schleich- und Action-Spiele angesiedelt ist: Eine Gruppe alliierter Kriegsgefangener setzt alles daran, aus einem deutschen Lager auszubrechen.

Immer wieder versuchen sie auf den unterschiedlichsten Wegen die deutschen Wachen zu überlisten.

Atmosphäre pur
Die Atmosphäre des Films ist sehr schön umgesetzt - nicht zuletzt durch die Übernahme des Original-Soundtracks, der den Charme der frühen 60-er Jahre mit ins Spiel bringt. Auch die Übernahme der Schauplätze und die Verwendung von Steve McQueen als Spielfigur sorgen für stimmige Authentizität.

Das Gameplay ist vielseitig, doch dominieren die dem Titel angemessenen Schleichpassagen. Aufgelockert werden diese durch ein paar Verfolgungsjagden: Zu Fuß und an Bord verschiedener Fahrzeuge - Armeelaster oder Motorrad - muss der Spieler Wachen entkommen.

Steuerungsprobleme
Leider aber sind die guten Ideen in Gameplay und Grafik nur halbgar umgesetzt worden. Die ungelenken Animationen und sehr groben Gesichtszüge der Figuren lassen sich noch verzeihen.

The Great Escape - Gelungene Umsetzung eines Filmklassikers?

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Immerhin erkennt man Steve McQueen, auch wenn er die Haltung eines halbvollen Kleidersacks hat. Die vielen Probleme mit Steuerung und Künstlicher Intelligenz dagegen stören das Spielvergnügen doch sehr. Auch wenn die Tastenbelegung schnell verinnerlicht ist:
Da hilft es wenig, wenn das Spiel langsam bis gar nicht reagiert. Die Steuerung der Fahrzeuge ist noch recht gut zu meistern, aber vor allem in den Schleichpassagen stört die Trägheit: Bis sich die eigene Figur geduckt hat - ungefähr fünf Sekunden, nachdem man ihr den Befehl dazu gegeben hat - sind die gegnerischen Wachen schon längst aufmerksam geworden.

Gilt es, auf einer schnellen Flucht über Gegenstände zu springen, so funktioniert das nur an genau festgelegten Stellen. Warum allerdings jemand lieber über einen hohen Stapel Koffer springt, als über eine Sitzbank zu flanken, ist nicht einsichtig.

Packshot zu The Great EscapeThe Great EscapeErschienen für PC, PS2 und XBox kaufen: Jetzt kaufen:

Willkürliche Gegner-Flut
Ein Geheimnis der Programmierer bleibt es wohl, wo im letzten Wagon eines sehr schnell fahrenden Zuges immer wieder Gestapo-Schergen herkommen. Offensichtlich ist die Zugtoilette sehr groß.

Auch Wachen, die aus zuvor untersuchten und für leer befundenen Hütten stürmen, können erst für Verwunderung und darauf für das erneute Laden des letzten Spielstandes sorgen.

Schlimmer noch als dieses willkürliche Auftauchen von Gegnern ist deren äußerst niedriger IQ. Kann man teilweise direkt vor ihnen entlanglaufen, ohne bemerkt zu werden, so scheinen andere über einen Sensor zu verfügen, der Gegner auch durch geschlossene Türen und hinter Wänden errät.

Viel zu oft ähnelt »The Great Escape« dadurch einem Glücksspiel, wobei sich die sehr begrenzte Anzahl von Speicherplätzen zusätzlich frustrierend auswirkt.Willkürliche Gegner-Flut
Ein Geheimnis der Programmierer bleibt es wohl, wo im letzten Wagon eines sehr schnell fahrenden Zuges immer wieder Gestapo-Schergen herkommen. Offensichtlich ist die Zugtoilette sehr groß.

Auch Wachen, die aus zuvor untersuchten und für leer befundenen Hütten stürmen, können erst für Verwunderung und darauf für das erneute Laden des letzten Spielstandes sorgen.

Schlimmer noch als dieses willkürliche Auftauchen von Gegnern ist deren äußerst niedriger IQ. Kann man teilweise direkt vor ihnen entlanglaufen, ohne bemerkt zu werden, so scheinen andere über einen Sensor zu verfügen, der Gegner auch durch geschlossene Türen und hinter Wänden errät.

Viel zu oft ähnelt »The Great Escape« dadurch einem Glücksspiel, wobei sich die sehr begrenzte Anzahl von Speicherplätzen zusätzlich frustrierend auswirkt.