The Elder Scrolls IV: Oblivion (PC-Preview)
von Valentin Rahmel

Der Nachfolger zum RPG-Hit The Elder Scrolls III: Morrowind flattert sehr wahrscheinlich pünktlich zum Weihnachtsgeschäft bei unzähligen virtuellen Abenteurern ins Haus. Seit Sommer 2002 werkeln die Jungs

von Bethesda am Fantasy-Projekt, das auch für die kommende High-End Konsole Xbox 360 produziert wird. Wie die kreativen Designer den anspruchsvollen Zocker zum Spielen animieren wollen? Weiterlesen!

The Elder Scrolls IV: Oblivion - PS3 Trailer15 weitere Videos

Krieger, Magier und andere Draufgänger
Traditionell starten Rollenspiele mit der Generierung des eigenen Charakters. Das ändern auch die Mannen von Bethesda nicht und bieten wählerischen Gesellen möglichst viel Spielraum. Anders als die meisten Genrevertreter knüpft Oblivion nicht an ein gängiges Levelprinzip an, sondern wartet mit einer völlig unabhängigen Charakterentfaltung auf.

Fertigkeiten entscheiden, ob der Spieler den Weg eines Magiers, Kriegers oder gar Meuchelmörders beschreitet. Unzählige Möglichkeiten stehen offen, gesteigert werden insbesondere jene Fähigkeiten, die der Abenteurer gebraucht.

Wer seine Klinge also öfter für das ein oder andere Monster schärft, ist nach einer gewissen Zeit der König im Fechtkurs. Ganz nach dem Motto: "Learning by doing". Die visuellen Gestaltungsmöglichkeiten des Charakters können sich ebenfalls sehen lassen. Abgesehen von Gesichtszügen, Rasse und

Körperbau ist auch das Alter des Protagonisten einstellbar. Auf Wunsch zieren ein paar Falten das Antlitz des kühnen Recken. Glücklicherweise handelt es sich hier nur um ein grafisches Feature. Der Held genießt sein letztes Stündchen nicht irgendwann als alter Greis im Schaukelstuhl.

Tamriel und Oblivion
Die Geschichte um die sagenumwobenen Schauplätze hat nicht mehr viel mit Morrowind zu tun. Der Imperator des Landes ist gestorben und eine Invasion von Zombies und Dämonen sucht die lieblichen Gefilde heim. Dabei verschlägt es den Spieler in die Welt Tamriel, Heimat der Elfen und Menschen, sowie in die Unterwelt Oblivion. Hier warten düstere Tunnelgewölbe und unfreundliche Wesen auf unseren virtuellen Kameraden. Doch wer die Welt retten will, muss halt immer durch Angst und Schrecken waten.

Heftiges Repertoire
Hunderte Dungeons, lichte Wälder sowie massig Städte und Siedlungen

The Elder Scrolls IV: Oblivion - Der Gothic3-Konkurrent im Preview!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/4Bild 83/861/86
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

sorgen für Abwechslung. Sogar Sumpfregionen und verschneite Gebiete erscheinen wesentlich detaillierter als im dritten Elder Scrolls Teil. Der geringfügige Preis: Die Welt ist "nur noch" 40 km² groß. "Tamriel und Oblivion sind zwar kleiner, dafür sieht nicht mehr alles so gleich aus.

Packshot zu The Elder Scrolls IV: OblivionThe Elder Scrolls IV: OblivionErschienen für PC, Xbox 360 und PS3 kaufen: Jetzt kaufen:

Spieler können viel mehr Unterschiede in der Landschaft ausmachen.", betont Todd Howard in einem Interview mit den amerikanischen Kollegen von Gamespot. Damit hat der Lead Designer nicht zu viel versprochen. Bäume und Pflanzen bewegen sich im Wind, Kaninchen huschen durchs hohe Gras und andere Waldbewohner kauen an verschiedenen Büschen rum. Wölfe haben typischerweise ihre eigenen Jagdzeiten und kämpfen im Rudel. Das lehrt so manches Reh das Fürchten. Knuffige Wildtiere müssen sich aber nicht nur vor Raubtieren in Acht nehmen. Selbst hungrige Wachen greifen zur Waffe und braten sich das ein oder andere Opfer.

Doch damit nicht genug des Guten! Oblivion soll den Spieler mindestens 150 Stunden an Computer oder wahlweise Konsole fesseln. Neben der Haupthandlung können wir mit unzähligen Nebenquests rechnen, die von den über 1.000 Nicht-Spieler Charakteren vergeben werden. Diesmal findet man seinen Zielort dank besserer Richtungsangaben auch endlich - alle wichtigen Punkte werden auf der Karte angezeigt. Reagiert der Spieler hilfsbereit oder unfreundlich auf die computergesteuerten Persönlichkeiten, merken sich die Bürger des Landes sogar das Gesicht unseres Helden. Das kann gerade für diebische Gesellen oder gar Kleptomanen äußerst unangenehm enden. Zum Glück erkennen wir die Tagesform der Nicht-Spieler-Charaktere schon am Gesichtsausdruck.

Mit Schwert und Zauberstab
Geschickt kombinieren die nordamerikanischen Designer Rollenspielelemente mit waschechten Actioneinlagen. Der

The Elder Scrolls IV: Oblivion - Der Gothic3-Konkurrent im Preview!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/4Bild 83/861/86
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Spieler betrachtet das Geschehen aus der Ego-Perspektive und zieht in Echtzeit ins Gefecht. Temporeiche Kämpfe und nette Manöver stehen somit in Aussicht. Selbst auf Spezialattacken, die mehr Schaden anrichten, können sich Fantasy-Fans freuen. Für die Ausführung der stärkeren Angriffe benötigt der Charakter allerdings mehr Zeit. Im späteren Spielverlauf wächst die Anzahl an coolen Moves.

Die actiongeladenen Spielszenen arten nur selten in eine "Hack & Slay"-Orgie aus. Oftmals kann selbst ein einzelner Kontrahent gefährlich werden. Bei starken Bossmonstern hilft auch das riesige Waffenarsenal nichts mehr. Derartige Kämpfe hängen im Endeffekt vom Geschick und Charakter des Spielers ab.

Ferner wurde der Weg des Magiers einigen Verbesserungen unterzogen. Mana regeneriert sich nun automatisch. Somit muss der Zauberer nicht immer ein Picknick einlegen, um seine Energie aufzutanken. Auch positiv: Endlich kann man mit den Waffen in der Hand einen Spruch wirken. Das ist auch nötigt, schließlich muss der Spieler die meisten Abenteuer alleine bestehen. Nur selten kämpfen verschiedene computergesteuerte Gefährten an der Seite des Helden.

Grafikpracht macht Lust auf mehr
Wozu noch Urlaub machen, wenn

The Elder Scrolls IV: Oblivion - Der Gothic3-Konkurrent im Preview!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/4Bild 83/861/86
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

3D- Games dem Spieler fast ebenso hübsche Welten präsentieren? Das könnte man bei The Elder Scrolls IV: Oblivion fast denken.

Selbst ein Kerker wird hier zum imposanten Augenschmaus. Alles wirkt extrem plastisch, als könnte man die Steine an der Wand wirklich anfassen.

Für einen Urlaubsvergleich fehlen allerdings die coolen Strandparties und ein Mutiplayer-Modus zum Kontakt mit der Außenwelt ist ebenfalls nicht gegeben. Der neuste Sprössling von Bethesda soll laut den Entwicklern mit ein paar Abstrichen auch auf schwächeren Rechnern laufen. Ein größeres Team von Experten war angeblich ein Jahr nur mit der Optimierung der Technologie beschäftigt. Sogar die Havoc Physik Engine, bekannt aus Half-Life 2, kommt in Oblivion zum Einsatz.Unser Eindruck
Auf der E3 konnten wir einen kurzen Blick auf Oblivion werfen. Die visuelle Pracht, das schnelle Kampfsystem und die lebendige Welt haben uns schon damals schnell in ihren Bann gezogen. Hoffen wir nur, dass Bethesda die Story diesmal nicht ganz so trist an den Mann bringt. Außerdem vermissen wir in Oblivion - genau wie Gothic 3 - den Multiplayer-Modus.

Es wäre doch wirklich cool, wenn man die Fantasy-Welt Tamriel auch mal mit einem Freund im Netzwerk durchforsten könne.

Das beweisen alte Klassiker wie Baldurs Gate. Trotz den fehlenden Mehrspieler-Partien hat der Morrowind-Nachfolger gewaltiges Hitpotential. Definitiv vormerken!