Blutig ist der Pfad der Rache. Niemand weiß das besser als Jackie Estacado. Einst Auftragskiller der Mafia, nun ihr geliebter Don. Diese Position verdankt er nicht zuletzt der Finsternis, die in ihm ruht. So lange ruht, bis Jackie sie wieder benutzen muss. Beispielsweise, weil ein unheimlicher Kerl auftaucht, ein Dutzend von Jackies Männern tötet und ihn selbst bis aufs Blut reizt.
Aufregender Horror-Shooter mit rührender Geschichte, der leider zum Ende die Luft ausgeht.FazitIn den ersten Minuten legt „The Darkness 2“ ein hohes Tempo an den Tag. Die ersten Gegner wurden eben erst in Streifen gelegt, und man spürt noch das Phantomgefühl der Macht, das aus dem Spiel direkt in den eigenen Körper übergeht, da gilt es auch bereits, eine ganze Legion an neuen Feinden zu verstümmeln.
Und mit dem Gemetzel kommt der größte Negativpunkt, den sich Jackies Abenteuer in unseren Gefilden gefallen lassen muss. In der deutschen Fassung wurde einfach viel zu viel zensiert und weggeschnitten. Das hat nichts mehr mit subtiler Zensur zu tun, sondern lediglich mit Misshandlung.
So viel Bluuuuuuut... Aber nicht in der deutschen Version.Es gibt einfach Spiele, bei denen ist ein hoher Grad an Gewalt das täglich Brot und gehört genauso zur Spielidee wie alle anderen Inhalte. Da muss man kein Fan von fliegenden Eingeweiden sein, um zu sehen, dass beispielsweise ein Bulletstorm geschnitten nicht mehr so recht viel Sinn ergeben will. Ähnlich geht es dem neuesten Abstecher in die Comicwelt, denn ohne Gemetzel bleibt nur noch eine Darkness, die nicht zeigen darf, wie böse sie eigentlich ist.
Wer sich die blutige Fortsetzung holt, muss also darauf gefasst sein, dass sie gar nicht so blutig ist. So wurden die Hinrichtungen auf eine erbärmliche Anzahl reduziert, die Leichen folgen keiner Ragdoll-Physik mehr, Verstümmelungen sind nicht mehr möglich, es gibt keinerlei Wundtexturen und sogar zwei Sexszenen fielen Zensurella zum Opfer.
Am Ende überlebt ein First-Person-Shooter, der mit einigen sehr abgefahrenen Attacken aufwarten kann. Aber wer einen Grad der Gewalt erwartet hat, wie er die Comicvorlage berühmt gemacht hat, wird hier enttäuscht. Übrig bleibt immer noch eine Menge, über die es sich zu reden lohnt.
Das sieht Victor Valente, Anführer der geheimnisvollen Bruderschaft, ganz ähnlich. Der würde mit Jackie nämlich auch gerne ein, zwei Worte wechseln und vor allem hätte er gerne die Finsternis. Das ist nicht möglich? Jackie muss sie freiwillig aufgeben, sagt ihr? Nun, vielleicht nicht ganz „freiwillig“.
"Für Victoooor!"; oder so ähnlich.Victor ist nämlich im Besitz des Heiligen Grals und damit in der Lage, die Finsternis aus Jackie herauszusaugen. Dafür muss seine Willenskraft nur ein klein wenig nachlassen und schon... Als wäre das nicht bereits schlimm genug, quälen Jackie Visionen seiner verstorbenen Freundin. Der einzigen Person, die er wirklich jemals geliebt hat, und gleichzeitig versucht die dunkle Macht in ihm die Kontrolle über seinen Körper zu übernehmen.
Doch Jackie wäre selbst mit der Macht der Darkness niemals zum Don einer Mafiafamilie geworden, wenn er leicht aufgibt. Nachdem man ihn und seine Freunde angegriffen hat, macht er sich auf, Rache an denen zu üben, die sich besser nicht mit ihm angelegt hätten.
Es beginnt eine sehr unterhaltsame Geschichte, die euch als Spieler in die Abgründe von Jackies Verstand führt und mit der einen oder anderen unerwarteten Wendung positiv überraschen kann. Die Liebe zu Jenny und der Schmerz in seinem Herzen sowie in seinem Kopf sind dabei zu jeder Sekunde fühl- und nachvollziehbar. Der Protagonist ist einfach ein liebenswerter Antiheld.
Zum letzten Drittel dann, als man sich durch Scharen von Feinden gemetzelt hat, die Darkness mit aller Macht unterdrücken konnte und manchmal schon fast den Verstand verlor, geht Digital Extremes die Luft aus.
Hat einen hübschen Hut: euer ganz privater Darkling.Stellt euch vor, ihr hättet so manches Mal erstaunt nach Luft geschnappt, weil die Geschichte so tiefgreifend ist, so fesselnd und einfach wunderbar erzählt. Und plötzlich müsst ihr nur noch vor Schrecken nach Luft japsen, weil ihr einfach nicht glauben könnt, wie platt und peinlich sich das Ende aufbaut.
Es ist ein trauriges Spiel zwischen: „Nein, das machen die jetzt nicht. Das wäre ja total bekloppt“ und „Oh, mein Gott. Die machen das wirklich. Was für eine bescheuerte Idee“. Im letzten Drittel übergibt sich die Geschichte, zeigt mit dem Finger drauf und ruft: Das war ich. Hab ich ganz alleine gemacht. Glückwunsch. Ich will ja nicht zu viel verraten, also seid gewarnt und klickt auf Seite 2 weiter, wenn ihr den Spoiler vermeiden möchtet.
Aber bitte! Eine Höllenwelt, in der gesichtslose Dämonen herumrennen, die leuchtende „Höllenpistolen“ verwenden, und der wohl unpassendste Charakter, der sich am Ende als Wirt für die Angelus herausstellt? Dieser letzte Abschnitt ist ein großes, hässliches Fragezeichen für jeden Spieler und ein Schlag ins Gesicht für jeden Fan der Vorlage.
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Ich kann in den meisten Spielen auf literweise Blut oder abgetrennte Körperteile verzichten,
Ich kann in den meisten Spielen auf literweise Blut oder abgetrennte Körperteile verzichten, solange das Spiel in sich noch logisch ist oder die Gewalt nicht gerade ein Stilmittel ist.
Ja, vllt. "kann man", aber sollte man auch müssen? Warum nicht eine Option zum Ausstellen oder Vermindern von Gore-Effekten? Zensur ist meiner Meinung nach immernoch unnötig.
Geschnitten ist nicht gleich geschnitten. Wie bei einem Stück Fleisch. Leute wie ich haben nach dem Schneiden ein Stück Fleisch, das aussieht wie aus dem Leib gerissen. Und du fragst dich welches Tier/welcher Mensch das mal war. Bei nem guten Metzger oder Koch sieht's auch nach dem Schnitt noch gut aus.
So in etwa ist es auch bei Spielen. Manche Spiele haben selbst im Original so manchen Goreeffekt nicht nötig. Andererseits gibt es Versionen, die so massiv verändert werden, dass ne Menge Sinn verloren geht z.B. C&C Red Alert mit den Robotern (wann spielte das nochmal? 50er oder 60er?).
Ich kann in den meisten Spielen auf literweise Blut oder abgetrennte Körperteile verzichten, solange das Spiel in sich noch logisch ist oder die Gewalt nicht gerade ein Stilmittel ist.
Da wird jemand noch ne böse Überraschung erleben, wenn er durch ne 30er Zone fährt ^^
Scherz beiseite. Es gibt aber auch Versionen in Deutschland, die teilweise weniger geschnitten sind als woanders. Wenn es bspweise um Sex geht, sind wir Deutschen doch viel liberaler als US of A.
Ich habe evtl. durch einen eher flüchtigen Kommentar ein unpassendes Beispiel gewählt. Was ich ausdrücken wollte war, dass man keiner Sache eine Zensur negativ anwerten kann, höchstens der Zensur selber.
Jedes Auto darf Innerorts nur 50 fahren, ergo ist jede geschnittene Version deinem Vergleich zu Folge scheiße? ... Aber jedes Spiel, was so blutig ist, wird auch in Deutschland geschnitten; aber manche von diesen Versionen sind trotzdem echt gut. Im Gegensatz zu The Darkness 2.
Cool wär es allerdings, wenn Teil 1 noch auf dem PC erscheinen würde. Die "Zusammenfassung" am Anfang gefiel mir nicht so ganz.