Actionspiele gibt es wie Sand am Meer, also muss man es irgendwie schaffen aufzufallen, um aus der Masse der Spieleflut herauszuragen. Ausufernde Gewalt ist seit jeher ein gern genutztes Mittel, um Aufmerksamkeit zu generieren, auch wenn diese eher negativer Art ist (siehe Bannmeilen-Quittung für Manhunt 2). Bei The Darkness ist bereits klar, dass das Spiel in der vorliegenden Preview-Version in Deutschland nicht erscheinen wird - einige der Splatterszenen sind zu deftig und so wird den dunklen Kräften das Verzehren von Herzen nicht gestattet sein. Wovon wir überhaupt reden? Lest selbst...

The Darkness - Darkling Special: Lightkiller12 weitere Videos

Erfolgreiche Comic-Vorlage
The Darkness basiert auf dem gleichnamigen US-Comic, der 1998 auf den Markt gekommen ist und die Story des Mafia-Schergen Jackie Estacado erzählt. Schon das Intro versetzt euch in die Rolle der Hauptfigur, in dessen Verlauf ihr mehr oder weniger tatenlos einer geskripteten Action-Sequenz beiwohnt. Der 21. Geburtstag des Protagonisten soll kein angenehmer werden, soviel sei schon hier verraten. Doch anders als eure Widersacher denken, ist euer Tod nur der Beginn eines brutalen Feldzuges mit vielen Wendungen.

The Darkness - Ein Spiel zum Gruseln oder echter Horror: Ein furchtloser Blick auf die Comicumsetzung

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Wir sind das erste Hilfe-Kommando - wirklich!
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Denkt man zu Beginn vielleicht noch, es handele sich um einen stinknormalen Shooter, bei dem die Gammawerte zu weit herabgeregelt wurden, geht es nach dem Intro eigentlich erst so richtig los und ihr werdet in die wahren Hintergründe der finsteren Machenschaften eingeweiht. Eine Macht, die sich "Darkness" nennt, hat Besitz von euch ergriffen und mit übermenschlichen Fähigkeiten ausgestattet.

Neben euren Schießprügeln, mit denen ihr blutige Ernte unter euren Feinden einholt, greift ihr nämlich auch noch auf bestialische Monstren zurück, die sich aus der Dunkelheit und dem Tod speisen. Habt ihr z. B. eure verbrecherischen Kontrahenten mit euren Bleipusten aus dem Weg geräumt, die man bei direkten Körperkontakt sogar ziemlich brutal hinrichten kann, dürft ihr euch anschließend mit euren dämonischen Wegbegleitern an den Leichen laben.

Blutrünstige Tentakeln
Diese schlangenhaften Tentakelviecher sind mit eurem Körper verbunden und lieben die Dunkelheit. Daher schleicht ihr vornehmlich durch die ohnehin von Finsternis beherrschten Straßenzüge oder U-Bahnen News Yorks und pustet die Lichtquellen weg, wo es geht. Denn erst dann entfalten eure bösen Kräfte so richtig ihre Macht und schützen euch auch mit einer Art Schild. Doch das ist noch lange nicht alles. Im Laufe des Spiels erweitert ihr eure dunklen Fähigkeiten - je mehr ihr die Bestien füttert, desto besser.

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Diese netten Helfer stehen euch zu Diensten.
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So erhaltet ihr Zugriff auf das so genannte Creeping Dark, was euch ermöglicht eine der Tentakeln auf Entdeckungsreise zu schicken, um unbekanntes Terrain auszuspähen und/oder Feinde zu eliminieren. Zusätzlich ruft ihr die Darklings herbei, dämonische Helfer, die es in verschiedenen Ausführungen gibt und die sich für euch in den Nahkampf stürzen oder andere nützliche Aufgaben erledigen. Allerdings war die Steuerung sowohl der Darklings als auch der Tentakel in unserer Testversion noch nicht hundertprozentig ausgereift.

Ähnliches gilt leider auch für das Aiming, denn beim Anvisieren der Feinde mit euren Waffen macht sich doch ein schwammiges Verhalten des Zielkreuzes bemerkbar, dass eure Effektivität mindert. Abgesehen davon vertragen eure Kontrahenten eine Menge Blei und brechen meist erst nach einer ganzen Salve zusammen. Diese Problematik wird aber durch die eher dummen KI-Gegner relativiert, allzu intelligent stellen sich diese Spießgesellen nämlich in den Feuerwechseln nicht an.

Horror-Atmosphäre pur
Die eigentliche Würze von The Darkness liegt aber in der, nennen wir es, Gesamtkomposition - der Atmosphäre. Es ist schon klasse, was die Entwickler von Starbreeze (Riddick) hier für ein Gänsehautfeeling hinzaubern. Zum Einen wird dies natürlich durch die dominante Dunkelheit in New York (bzw. in den Jenseitsleveln) erzeugt.

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Auf der anderen Seite sorgen auch unzählige tolle Schockeffekte, die durch Mark und Bein gehende Stimme von Jackie (Mike Patton/ Ex-Faith No More-Frontmann) und eine vielschichtige Charakterdarstellung für ein spannendes Ambiente. So kann man beispielsweise in der U-Bahn auf einem Fernseher Musikvideos gucken (Heavy Metal), dabei durch verschiedene Kanäle zappen oder sogar nebenbei mit der Freundin Jenny einen geselligen Fernsehabend verbringen ("Wer die Nachtigall stört") und Gregory Peck zugucken. Faszinierende Momente!

Insgesamt ist die Optik auf einem ziemlich hohen Niveau, ohne jedoch Referenzklasse zu erreichen. Gerade bei den vielen Splatterelementen gibt es aber schon mehr als genug zu sehen und vermutlich ist es da auch besser, dass Schatten und Dunkelheit das Szenario bestimmen. Eigene Speicherstellen durften wir übrigens nicht anlegen, das Spiel sichert den Spielstand an Checkpoints automatisch. Neben der Einzelspieler-Story dürft ihr zudem in Multiplayer-Gefechten mit den üblichen Modi wie Capture the Flag oder Deathmatch gegeneinander antreten. Außerdem gibts auch einen speziellen Survivor-Modus, bei dem die auch die Darklings eine Rolle spielen.