Die Kreuzzüge hielten im tiefsten Mittelalter nicht nur als Rechtfertigung für religiös motivierte und von höchster christlicher Stelle abgesegnete Raub-, Plünder-, und Mordkarawanen gen Nahost her. Die marodierenden Banden fanatischer Christen agierten häufig auf eigene Rechnung und hatten nicht weniger im Sinn, als sich persönlich zu bereichern, oder verfolgten Hintergedanken, die mit den ursprünglichen Aufträgen der Päpste nicht unbedingt in Einklang zu bringen waren.
Das Schnetzeln macht vor der Mittelalterkulisse teilweise durchaus Spaß, technische Fehler und mangelnde Abwechslung sorgen jedoch zu häufig für Verdruss.FazitEin gewisser Templerritter namens Denz de Bayle und sein diebischer Kumpane Esteban Noviembre schließen sich derweil in The Cursed Crusade dem vierten Kreuzzug an und verfolgen dabei ebenso ihre eigenen Pläne.
Im Zentrum des fünf Kapitel überspannenden Action-Adventures steht die zweigeteilte Aufgabe des vermeintlichen Edelmanns. Zum einen trachtet de Bayle danach, seinen bei früheren Kreuzzügen verschollenen Vater zu finden, der die Familienehre wiederherstellen soll. Ganz nebenbei mutiert das Abenteuer aber auch zu einer Art heiligen Mission, denn wie sich herausstellt, hat der Sohn den Fluch seines Erzeugers geerbt. Eine buchstäblich teuflische Verfluchung, die mit dem Verlust der Seele an den Höllenherrscher höchstpersönlich endet - sofern nicht ein Ausweg aus dem Dilemma gefunden wird.
Da, der Gegner leuchtet blau - gleich wird er zur Attacke ansetzen.The Cursed Crusade serviert euch die Lösung zu diesen Problemen selbstverständlich nicht auf dem Silbertablett, ihr müsst euch stattdessen mit allerlei geschmiedeten Waffen und Rüstungen durch ein widerspenstiges Heer von Feinden schlachten und watet knöcheltief im Blut. Stolz prangt der "100 % Uncut"-Sticker auf Verpackung und Webseite - nähme man diesen Schriftzug wortwörtlich, wäre man nur mit Stichwaffen unterwegs. Aber wollen wir mal in diesem Fall nicht so pingelig sein ...
Das Uncut bezieht natürlich auf die vollständig enthaltenen Metzelkombos und brachialen Finisher-Moves, mit denen wir unsere Gegner in schöner Regelmäßigkeit über den, ähm, Jordan schicken. Kein Widersacher wird einfach so abgestochen oder einen Kopf kürzer gemacht. Bei den Kills beweist Cursed Crusade vielmehr eine beachtliche Vielseitigkeit, die mit zunehmender Spieldauer (und fortschreitenden Fertigkeiten der Spielfiguren) sogar noch zahlreicher werden. Leider zeigt sich an diesem Beispiel aber zugleich, wie zweischneidig sich das Hack-n-Slash-Abenteuer qualitativ über weite Strecken präsentiert.
Obwohl die schiere Anzahl der Animationen durchaus beeindruckend ist, erschreckt die drittklassige Umsetzung: So viele Clipping-Fehler habe ich lange nicht mehr in einem einzigen Spiel gesehen. Dieser Produktionsmangel kommt insbesondere während der zahlreichen und oft langen Zwischensequenzen zum Ausdruck. Zwar trägt der Held die jeweils aktuellen Waffen sichtbar zur Schau, doch die Bewegungen sind hölzern animiert, Klingen stoßen durch Gegenstände wie Schilde oder Umhänge und die Gespräche dauern an, obwohl niemand auch nur eine Miene verzieht.
Wenn Waffen abgenutzt sind, benötigen wir Ersatz - aber bitte erst nach dem Kampf suchen.Solche Ungereimtheiten sind leider an der Tagesordnung, wenn etwa die Physik-Engine verrückt spielt und Objekte wild durch die Gegend purzeln, sobald man sich einem Fass oder einem Waffenständer nähert. Aber ich will keinen falschen Eindruck erwecken - The Cursed Crusade ist sicherlich kein völlig verhunztes Machwerk, denn das Kampfsystem offenbart nach einem eher zähen Einstieg und überlangen Tutorial durchaus einiges an Spieltiefe.
Anders als bei vielen artverwandten hirnlosen Kloppern, in denen Buttonmashing ausnahmslos zum Ableben der Feinde führt, genügt es hier nicht, stundenlang auf ein und denselben Knopf einzuhämmern. Wer Buttonmashing betreibt, ist schnell zum Scheitern verurteilt, weil die versammelte Gegnerschaft insbesondere in der Defensive ihr Handwerk beinahe so gut beherrscht wie Denz de Bayle. Sie blocken Attacken, lenken sie ab, weichen aus und zwingen mich mit eigenen Schlagkombinationen zum Rückzug oder zur Parade.
von dtp Entertainment AG, Kylotonn EntertainmentGenre: Action AdventurePC, PS3, XBox 360: 16.9.2011Offizielle WebseiteUSK: Noch nicht geprüft
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Das muss ich abstreiten... Ok die Qualität hat in den letzten Jahren abgenommen... aber mit der Earth Reihe haben sie unter anderem ein echtes Sahnestückchen produziert und dass alles immer zu einem sehr fairen Preis! Topware Spiele waren (und sind vielleicht sogar noch immer) viel günstiger als der rest und das bereits bei Release!
das isn TEMPLER game
das ist hammer
2/10 Punkte Reinfall! :-(
wene du jetzt moslems durch christen ersetzt, dann stimmts.
aberwitzig