Sportwagen, Flugzeuge, Motorräder und Rennboote: So will The Crew 2 den eher durchwachsenen Vorgänger vergessen machen.

The Crew 2 - E3 2017: Erster Gameplay-Trailer

Ich mochte das 2013 veröffentlichte Rennspiel The Crew. Nicht unbedingt für seine peinliche Gangster-Story, sondern vielmehr für das Fahrgefühl und die Freiheiten, die es seinerzeit bot. Zum Glück hielt Ubisoft an Ivory Towers Open-World-Flitzer fest. Einige Patches und DLC-Erweiterungen später fand The Crew endlich zu sich selbst: Weg vom Story-Raser, hin zum Arcade-Spaß.

The Crew 2 - Rasen ohne Grenzen

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Rennen in der Luft: Diese vier Flugzeugpiloten schenken sich auch über den Wolken nichts
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Der überraschend auf der diesjährigen E3 in Los Angeles angekündigte Nachfolger behält diese Linie bei. Eine traditionelle Kampagne gibt es nicht, stattdessen sollen Spieler mit ihren Fahrstilen und Vehikeln experimentieren. The Crew 2 gibt mächtig Gas – zu Lande, zu Wasser und in der Luft.

Wir brauchen mehr Fahrzeuge!

Auf der Gamescom 2017 präsentierten Ubisoft und Ivory Tower eine weitere Probefahrt mit dem Open-World-Racer. Den wichtigsten Unterschied zu Titeln wie Need for Speed: Payback oder Forza Horizon 2 stellt die Verwandlungsfunktion dar. In The Crew 2 wechsle ich stufenlos zwischen Auto, Flugzeug und Rennboot.

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Stunts brachten bei der Gamescom-Anspielrunde zwar keine Bonuspunkte, beeindruckten aber zumindest die Konkurrenz
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Was sich zunächst ungewöhnlich anhört, ermutigt mich schnell zu waghalsigen Stunts. In der Anspielrunde drehe ich meine Runden zunächst durch die engen Straßen New Yorks. Wird es mir dort zu stickig, transformiere ich mein Muscle Car einfach in eine Propellermaschine und sause damit in die Lüfte. Unter dem lauten Röhren des Motors rausche ich an Hochhäusern vorbei und unter Brücken hindurch. Doch genau in diesem Moment kommt mir der Einfall: Wieso nicht zu Wasser weitermachen?

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Die Formel-Fahrzeuge liegen erstklassig auf der Straße, geraten aber bereits bei kleineren Fahrfehlern schnell ins Schleudern.
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Also schalte ich vom Flugzeug zum rassigen Rennboot und hüpfe munter über die Wellen. In puncto Fahrgefühl wählt The Crew 2 den charmanten Mittelweg: Alle Fahrzeuge spielen sich ein wenig anders, eine echte Simulation ist es aber trotzdem nicht. Der Einstieg jedenfalls fällt leicht, und dank der offenen Spielwelt drehe ich zunächst einige Runden um den Block, bevor ich mich an echte Herausforderungen wage.

Wundertüte für PS-Junkies

The Crew 2 besticht in der Anfangsphase nicht nur durch den simplen Einstieg, sondern vor allem durch die stimmige Optik. Benötigte der Vorgänger noch mehrere DLCs und Updates für eine akzeptable Performance, macht Teil 2 bereits ein halbes Jahr vor Release eine ganz ausgezeichnete Figur und überzeugt mit weiten Landschaften, gutem Geschwindigkeitsgefühl und einer halbwegs lebendigen Spielwelt.

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Verrückte Szene: Die besten Momente könnt ihr euch im Anschluss noch einmal in der Sofortwiederholung anschauen
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In jedem Fall stimmt aber die Abwechslung. Ähnlich wie in Need for Speed: Payback fahre ich neue Herausforderungen einfach direkt in der offenen Spielwelt an oder springe mittels Schnellreise dorthin. In der Hands-on versuchte ich mich zunächst an Motocross-Rennen mit wendigen Bikes. Vor allem Kurvenfahrten werden auf dem schlammigen Geläuf zur Herausforderung, während kleinere Rampen zu Flips einladen. Als nächstes ging es dann zurück in den Central Park. Driftrennen gehören zugegebenermaßen nicht gerade zu meinen Stärken, doch die Spritztour durch den berühmten Stadtpark im Zentrum Manhattans machte dank berechenbarer Fahrphysik durchaus Laune. In diesem Fall ging es aber nicht um Plätze, sondern im direkten Duell mit einem Journalistenkollegen um Punkte.

Schön: Ihr könnt sämtliche Events könnt im Mehrspielermodus fahren, die Suche nach neuen Spielern erfolgt direkt über das Auswahlmenü. Zu guter Letzt ging es im tiefer gelegten Formel-Flitzer in den Alpha-Cup. Alle Vehikel von The Crew 2 besitzen eine Cockpitperspektive – selbst die Flugzeuge. Und wer keine Lust auf reine Arcade-Rennen hat, der darf die Fahrhilfen auch deaktivieren und so für ein wenig mehr Anspruch sorgen.