Der Kampf Mensch gegen Maschine geht in die vierte Runde. Am 4. Juni 2009 zeigt Terminator: Salvation dem deutschen Kinopublikum, wie der Widerstand gegen die Herrschaft des Cyborg-Konzerns Skynet begann – und John Connor die Menschheit rettete.

Wir erinnern uns an das Jahr 1984: Ein muskelbepackter Arnold Schwarzenegger war noch weit davon entfernt, einen sonnigen Bundesstaat der USA zu regieren und beschränkte sich auf sein Talent, seinen Bizeps fotogen in die Kamera zu halten – dafür brauchte es schon Breitleinwände.

Ein Kinokult sondergleichen war die Folge, Arnie stieg in die Riege der Top-Darsteller Hollywoods auf und durfte noch zwei weitere Fortsetzungen lang den coolen Maschinenmenschen mimen, der sich dann allerdings gegen die Invasion aus der Zukunft stellte. Als Superstar machen sich die Rollen als Bösewichte nun einmal schlecht im Lebenslauf. Ein weiterer Auftritt anno 2009 in der Sci-Fi-Reihe wäre wohl für einen kalifornischen Gouverneur etwas viel verlangt. Ganz abgesehen von dem Problem, wie dem Kinopublikum der Alterungsprozess eines Roboters erklärt werden sollte.

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Blechbüchsen contra Fleischlinge

Das Spiel selbst zeigt die Begebenheiten, die sich zwei Jahre vor Teil vier ereigneten. Die Rüstungsfirma Skynet ist dabei, die Welt mit der ersten Generation überlegener Kampf-Cyborgs zu übernehmen, der Widerstand steckt noch in den Kinderschuhen, und ein junger John Connor träumt von einer Welt ohne Angst vor den maschinellen Mördern. Zum Glück ist er mit diesem Traum nicht allein – es schließen sich immer mehr Kameraden dem Widerstand an. Doch bis Connor zum Erlöser der Menschen aufsteigt, ist es noch ein weiter Weg.

Terminator Salvation: The Future Begins - Endlich mal ein gutes Spiel zum Film!

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Rebellion der Maschinen: Salvation spielt zwei Jahre vor dem neuen Kinofilm.
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Viele Menschen sind nicht mehr übrig, um die Metallschergen aufhalten zu können, nachdem die großen Städte der Erde nuklear vernichtet wurden. Die Überlebenden hausen seither gut versteckt und immer fluchtbereit, falls sie doch einmal von den digitalen Scannern aufgespürt werden sollten. Dafür gibt es verschiedene Typen der Kampfmaschinen, vom klassischen Humanoiden bis hin zum spinnenbeinigen mobilen Gefechtsturm. Das bedeutet aber auch, dass alle Cyborgklassen ihre eigenen Schwachstellen haben. Wer diese findet, weiß zumindest, wie der Kampf verkürzt wird.

Das muss John allerdings zu Spielbeginn erst herausfinden. Zusammen mit einer Partnerin geraten sie mitten in eine Patrouille der Skynet-Erzeugnisse und müssen sich den Weg freischießen – ziemlich dramatischer Auftakt für das Abenteuer, der auch von Filmsequenzen eingeleitet wird. Es wird kein Zweifel daran gelassen, dass die Entwickler sich hier auch um eine filmreife Inszenierung gekümmert haben. Das Label „Terminator“ verpflichtet schließlich zu futuristischer Endzeit-Action mit großartigen Effekten.

Packshot zu Terminator Salvation: The Future BeginsTerminator Salvation: The Future BeginsErschienen für PC, PS3 und Xbox 360 kaufen: Jetzt kaufen:

Gemeinsam auf Verschrottungstour

In Third-Person-Perspektive begleiten die Joypad-Akrobaten John Connor und seine Partner durch die Überreste der Metropolen. Die machthungrigen Manager haben ganze Arbeit geleistet, die Welt in eine Ruinenstätte zu verwandeln. Die Begleitung kann auch von einem Kumpel über Splitscreen übernommen werden. Einen Koop-Modus über das Internet wird es allerdings nicht geben. Wer gerade alleine vor dem Screen sitzt, kann sich immer noch auf einen KI-gesteuerten Mitstreiter verlassen.

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Allein muss nicht sein - wahlweise stellt ihr euch im Koop-Modus den Termiantoren.
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Klare Wegangaben erleichtern den Orientierungslauf durch die ehemals blühenden Metropolen. Jederzeit kann ein Angriff der Terminatoren erfolgen, deshalb ist auch höchste Vorsicht geboten. Deckung gibt es durch Trümmer, Autowracks oder andere Überbleibsel der Zivilisation zur Genüge. Das Deckungssystem ist dabei leicht zugänglich: Per Knopfdruck sucht sich John seinen Schutz und kann aus einer relativ sicheren Position heraus das Sperrfeuer eröffnen. Die Feinde sind dabei aber auch nicht blöde, denn sie drehen sich automatisch in seine Richtung, wenn sie ihn erst einmal entdeckt haben.

Eine Taktik muss deshalb her, wofür die Kameraden unerlässlich sind. Von zwei Seiten sind die Gegner recht schnell überwunden. Schwachstellen werden dabei automatisch angezeigt. Je nach Bewaffnung sind diese mal mehr, mal weniger einfach zu erreichen. Die mehrbeinigen Kampfmaschinen können mit einem gezielten Schuss ins Elektronenauge lahm gelegt und von der Rückseite in handliche Einzelteile geballert werden. Ablenkung und Angriff scheint eine der besten Strategien im Kampf gegen Skynet zu werden.

Freizeitrevolutionäre willkommen

Sollte die Munition doch während des Gefechtes mal ausgehen, so braucht man nicht lang nach Versorgung zu suchen. Die Verteilung des Nachschubs machte bei den Proberunden einen äußerst fairen Eindruck. Für besonders harte Situationen stehen auch Granaten zur Verfügung, die auch harte Metallschalen knacken können. Zusammen mit dem Deckungssystem und der Steuerung, die John von Schutzwall zu Schutzwall hechten lässt, bekommen auch Einsteiger einen leichten Zugang zur Revolution.

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Survival of the fittest: Mensch oder Maschine? Wer macht das Rennen?
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Einige Passagen werden auch auf der Ladefläche von Pickups zu meistern sein, mit denen Revolutionäre eskortiert werden. Mit einem Stand-MG werden Hindernisse und Angreifer aus dem Weg geräumt. Wer die Filme kennt, weiß, dass dabei eine Menge in die Luft fliegt und die Bruchstücke fulminante Flugbahnen ziehen – so auch im Spiel. Atempausen gibt es immer wieder durch die Filmsequenzen. Ebenso schön ist die Ingame-Grafik anzusehen, in der kaum ein Stein auf dem anderen steht.

Auch ohne Arnie ist die Terminator-Lizenz ein Garant für ein handfestes Action-Abenteuer. Angenehm, dass das Spiel versucht eigene Wege zu beschreiten.Ausblick lesen

Der düstere Eindruck des Zerstörungs-Szenarios wird auch durch die bedrückende Optik verstärkt. Rauch- und Nebelschwaden ziehen durch die Schlachtfelder, während die Hintergründe durch Tiefenunschärfe den Eindruck vermitteln, sich in einem weiten Areal zu befinden. Bei all der Action werden die Spieler ständig in Alarmbereitschaft sein – an jeder Kreuzung könnte ein weiterer Skynet-Wachposten seine Bahnen ziehen. Die Deckungsfunktion wird wohl der beste Freund des Spielers werden.

Insgesamt neun Level werden die Vorgeschichte zum Kino-Ereignis vorgreifen, was eine Spielzeit von etwa 15 Stunden bedeutet. Das Spielprinzip selbst bietet einiges an taktischen Überlegungen. Mit brachialer Gewalt wird man den Kampf nicht gewinnen können. Man ist definitiv auf die Hilfe der Kameraden angewiesen, damit die Gegner von zwei Seiten in die Zange genommen werden können oder Flugdrohnen abgeballert werden, während sich der Rest der Truppe um das Fußvolk kümmern kann. Fans der Roboter-Armee können sich schon eine Woche vor Filmstart auf explosive Action einstellen.