Terminator 3 (Preview) (von Richard Löwenstein)

Schon oft waren die cineastischen Action-Kracher aus der »Terminator«-Serie Vorbilder für Computerspiele. Von denen gehören die meisten aber - mangels Unterhaltungswert - »terminiert«. Mit dem Spiel zum dritten Kinostreifen will Atari jetzt

alles besser machen. Ende Juli ist es soweit: Der dritte und angeblich letzte »Terminator«-Film soll Deutschlands Kinos überrollen. In »Terminator 3: Rebellion der Maschinen« schlüpft das steirische Action-Ungetüm Arnold Schwarzenegger wieder in die Rolle des T800:

Eines mit Haut und Fleisch ummantelten Cyborgs, der aus der Zukunft kommt, um die Menschheit vor der Vernichtung durch amoklaufende Maschinen zu bewahren. In den vergangenen Jahren wollten viele Hersteller die effektgeladenen Kinoreißer in ein spielenswertes Format umwandeln. Mit wenig Erfolg: Keines der bisherigen Terminator-Games konnte begeistern. Wenig Story, schlichtes Gameplay, dumpfes ballern - dabei zählt »Terminator 2: Dawn of Fate« sogar noch zu den besseren Titeln.

Mit einem packenden Ego-Shooter will Hersteller Atari aber frühere Missgriffe vergessen machen. Für »Terminator 3« wurden sogar zusätzliche Filmszenen gedreht, die im Kino nicht zu sehen sein werden. Von etwa fünf Minuten spricht Atari. Dazu sollen rund eine Stunde computergenerierte Filmchen und blendende Grafikeffekte das Wohnzimmer in ein kinoreifes Schlachtfeld verwandeln.

Bombast-Intro
Der bei der Presse-Präsentation gezeigte Intro-Trailer machte schon mal mächtig Lust auf Action. Legionen von Killer-Cyborgs marschieren auf, Gebäude zerbersten in Tausend Trümmer. Mittendrin Arnold, wie er leibt und lebt. Der macht mit einer mächtigen Kanone alle Gegner platt und rettet die Wissenschaftlerin Kate Brewster vor den heranstürmenden Maschinen: »Come with me, if you want to live. - Wenn du überleben willst, komm mit mir.« Überragend die Qualität der Renderszenen. Sowohl Augen als auch die Mimik der Figuren wirken erstaunlich real.

Vom eigentlichen Action-Feuerwerk war bisher nur ein Level zu sehen: Ein temporeicher Fight zwischen Arnie und skelettierten T800-Einheiten. Gläser explodieren, das Mobiliar zerbricht, Mauern stürzen ein ... da geht ganz schön die Post ab. Laut Hersteller wird sich die gesamte Umgebung ziemlich komplett in Schutt und Asche legen lassen.
Um gegen Armeen von Cyborgs zu bestehen, benötigt unser Held ausreichend Feuerkraft. Granatwerfer, Sturmgewehr, Miniraketen und der Arc-Laser blasen die feindlichen Streitkräfte zurück in die Steinzeit. Als Gegner stehen nicht nur die altbekannten T800 zur Verfügung, sondern auch T1000-Bösewichte aus Flüssigmetall, wie man sie aus »Terminator 2« kennt. Dazu kommen kleine und große Roboter, die so noch in keinem Film aufgetaucht sind, Mutanten und Level-Bosse - alles was das Herz begehrt. Der Oberbösewicht ist direkt dem »Terminator 3«-Streifen entliehen: Beim T-X handelt es sich um eine »weibliche« Maschine, die aussieht wie ein Fotomodell, aber kämpft wie ein Berserker.

Sexy Killermaschine
Bis es allerdings zum finalen Showdown mit der sexy Mördermaschine kommt, gilt es zahlreiche Areale zu durchqueren und durch die Zeit zu reisen. Los Angeles zum Beispiel besucht man nicht nur in der Gegenwart, sondern

auch als Ruinenstadt in düsterer Zukunft. Wüsten und Labore gesellen sich als Schauplätze knallharter Schlachten hinzu. Nahtlos mit dem Spiel verknüpfte Filmeinblendungen und überraschende Kamerafahrten sollen dem spielbaren Action-Erlebnis den richtigen Kick geben. Ganz anders sieht die Situation am PC aus. Für die Windows-Version setzt Atari auf ein komplett anderes Spielprinzip.

Im Stil schneller Netzwerk-Ego-Shooter können Kämpfer aus aller Welt im Internet aufeinander treffen und sich bei temporeichen Baller-Gefechten messen. Wie im Genre üblich, soll man als Einzelkämpfer unterwegs sein, oder sich einem Team anschließen können.

Mit Hilfe computergesteuerter Gegner kann man den Überlebenskampf in wechselnden Arenen trainieren. Auf eine Rahmenhandlung wird wohl verzichtet, auf Spitzengrafik aber hoffentlich nicht.